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Meine glorreichen Sieben

7 Regisseure, die Christoph überrascht haben

12.07.2012 - 08:50 UhrVor 8 Jahren aktualisiert
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Das hätte ich jetzt aber nicht erwartet!
© Universal, Warner, Alliance Atlantis
Das hätte ich jetzt aber nicht erwartet!
Wir kennen ja unsere Pappenheimer: George Lucas macht Star Wars, Oliver Stone Politdramen, Hitchcock Hochglanzthriller, und so weiter. Aber da gibt es auch immer wieder Filme, die so gar nicht ins Oeuvre eines Regisseurs passen wollen. Sieben davon stelle ich euch heute vor.

Wenn wir an einen Regisseur denken, haben wir meist eine ganz bestimmte Vorstellung davon, was für eine Art von Film uns bei ihm erwartet. Es gibt Spezialisten für Action, Science-Fiction, Spannung und so weiter. Manchmal kommt es jedoch vor, dass ein Werk aus dem Kanon eines Regisseurs herausragt, und zwar nicht, weil es besonders gut oder schlecht wäre, sondern, weil es von Stil, Thema oder Schauplatz einfach ganz anders ist als alles, was wir sonst von ihm gewohnt sind. Sieben beispielgebende Vertreter dieser Spezies will ich euch jetzt präsentieren.

Alfred Hitchcock: Der falsche Mann
Im Gegensatz zu seinen sonstigen Thrillern, die verschwenderisch ausgestattet die unglaublichsten Storywendungen und Verwicklungen aufbieten, geht Alfred Hitchcock bei Der falsche Mann fast schon dokumentarisch vor. Henry Fonda spielt Manny Balestrero, einen Musiker, der fälschlich für einen Geldräuber gehalten wird und in die Mühlen der Justiz gerät. Was Manny und seiner Familie dadurch widerfährt, basiert auf einer wahren Begebenheit und wird von Hitchcock so nüchtern und zurückhaltend erzählt, dass die Wirkung umso stärker ausfällt.

David Cronenberg: Fast Company
Während die Werke von David Cronenberg immer ein gerüttelt Maß an Gewalt beinhalten, gerne auch mal ziemlich eklig werden, und sich stets mit der Dualität von Körper und Geist befassen, geht es in 10.000 PS – Vollgasrausch im Grenzbereich um – Autorennen. Kein tieferer Sinn, keine philosophischen Unter- oder Obertöne, kein Splatter. Der Film, für den Cronenberg untypischerweise auch nicht allein das Drehbuch schrieb, erzählt von der Rivalität von Dragsterfahrer Lonnie Johnson und Rennstallchef Phil Adamson. Die Erklärung: Privat ist Cronenberg Autofan.

Oliver Stone: Alexander
Alexander ist zwar wie viele andere Filme von Oliver Stone auch irgendwie ein Politdrama, wenn auch mit sehr viel Action, spielt aber vor allem vor tausenden von Jahren, und nicht in den letzten Jahrzehnten. Geschildert wird das kurze, aber umso ereignisreichere Leben Alexanders des Großen, der fast die gesamte damals bekannte Welt eroberte. Ob auch kein anderer von Stones Filmen so schlecht und unfreiwillig komisch wie Alexander ist, wollen wir hier nicht beurteilen.

M. Night Shyamalan: Die Legende von Aang
Nicht nur, dass viele der Filme von M. Night Shyamalan einen starken Mystery-Einschlag haben, sie spielen auch sämtlich im Hier und Jetzt unserer Welt. Gerade das macht ja einen nicht zu unterschätzenden Teil ihrer Wirkung aus. Ganz im Gegensatz dazu steht Die Legende von Aang, der nicht nur in einer Fantasy-Welt spielt, sondern auch wenig mysteriöses an sich hat, dafür aber jede Menge Action bietet. Avatar Aang wird im Film damit betraut, für Frieden unter den vier Element-Nationen zu sorgen.

James Cameron: Titanic
Zwar kracht und scheppert es auch in Titanic ganz gewaltig, in keinem anderen Film von James Cameron steht allerdings eine Liebesgeschichte dermaßen im Vordergrund wie in Titanic. Auch hat kein anderer von Camerons Filmen eine historische Begebenheit zum Ausgangspunkt oder käme ganz ohne Science-Fiction-Elemente aus. Selbst der vergleichsweise geerdete True Lies bietet ja jede Menge überdrehte Stunts und Action. Falls jemand einen Auffrischer bezüglich der Story von Titanic braucht: Ausreißer Jack und Society-Lady Rose verlieben sich, dann geht die Titanic unter.

Sam Raimi: Aus Liebe zum Spiel
Das Sportlerdrama Aus Liebe zum Spiel passt so gar nicht zum sonstigem Output von Sam Raimi, bestehend aus Horror-, Superhelden-, und sonstigen Genre-Filmen. Während es auch bei Schneller als der Tod oder Ein einfacher Plan trotz fehlender übernatürlicher Elemente zumindest noch reichlich Tote gibt, geht es in Aus Liebe zum Spiel ganz und gar gediegen zu: In Rückblenden wird das bisherige Leben des Baseballspielers Billy Chapel geschildert.

George Lucas: American Graffiti
Nun gut, George Lucas ist zwar seit über 40 Jahren im Geschäft, trotzdem können wir seine Regiearbeiten fast an einer Hand abzählen. Gemein ist allen jedoch, dass es sich bei ihnen um Science-Fiction-Filme handelt. Nun, bei allen außer seinem Zweitling American Graffiti. Dieser spielt tatsächlich auf unserer guten alten Erde, noch dazu nur gut zehn Jahre vor seiner Entstehung, und erzählt vom letzten Sommerabend vierer Freunde, die danach aufs College gehen.

Kennt ihr noch weitere untypische Filme für einen Regisseur? Sind die obigen vielleicht doch gar nicht so untypisch?

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