Vor Matrix 4 mit Keanu Reeves: Macher verrät, warum Teil 2 und 3 scheiterten

14.07.2020 - 11:50 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Matrix Reloaded - Trailer (Deutsch) HD
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© Warner Bros.
Matrix Reloaded
Während wir gespannt auf die Ankunft von Matrix 4 mit Keanu Reeves warten, blickt Kameramann Bill Pope zurück und berichtet von seinen unglücklichen Erfahrungen bei Matrix Reloaded und Matrix Revolutions.

Mit Matrix 4 kehrt eine der einflussreichsten Science-Fiction-Reihe auf die große Leinwand zurück und schlägt das nächste Kapitel in der Geschichte im Kampf gegen die Maschinen auf. Während die Filmwelt gespannt die Rückkehr von Keanu Reeves und Carrie-Anne Moss als Neo und Trinity erwartet, lässt Bill Pope die Reihe Revue passieren.

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Dieser fungierte beim ersten Matrix-Film als Kameramann und war ebenfalls in die Entstehung der Fortsetzungen involviert. Sowohl Matrix Reloaded als auch Matrix Revolutions wurden von Publikum und den Kritikern jedoch deutlich gespaltener aufgenommen als das Original. Nun zieht Bill Pope mit sich selbst und den Filmen ins Gericht.

Warum die Fortsetzungen Matrix 2 und 3 scheiterten

In Team Deakins , dem Podcast von James Ellis Deakins und Roger Deakins, sprach Bill Pope sehr offen über die Arbeit an den Matrix-Sequels und kommt zu einem ziemlich niederschmetternden Fazit, wie es IndieWire  zusammenfasst.

Alles, was an der ersten [Matrix-]Erfahrung gut war, war bei den letzten beiden nicht gegeben. Wir waren nicht mehr frei. Die Menschen haben dich angesehen. Es gab sehr viel Druck. In meinem Herzen mochte ich [die Fortsetzungen] nicht. Ich hatte das Gefühl, dass wir in eine andere Richtung hätten gehen sollen

Schaut die wichtigsten Matrix 4-Infos im Video:

Matrix 4: Alles über die Reihe und die kommende Fortsetzung
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Nach dem durchschlagenden Erfolg des ersten Teils lastete auf den Matrix-Sequels große Erwartungen. Diese Erwartungen waren nicht nur finanzieller Natur. Auch die Fans wollten eine würdige Fortsetzung der Geschichte sehen.

Es gab viele Spannungen und persönliche Probleme - und das sieht man auch auf der Leinwand, wenn ich ehrlich bin. Es war nicht mein denkwürdigster Moment, noch war es der von irgendjemand anderem.

Der Einfluss von Stanley Kubrick auf die Matrix-Sequels

Doch der wahre Bösewicht der Geschichte ist laut Bill Pope niemand Geringeres als Stanley Kubrick, der die regieführenden Wachowski-Geschwister offenbar mit seinen Gedanken zur Schauspielführung sehr beeinflusst hat.

Die Wachowskis hatten dieses verdammte Buch von Stanley Kubrick gelesen, in dem stand: 'Schauspieler liefern keine natürlichen Darbietungen ab, wenn man sie nicht komplett strapaziert.' Also lasst uns bis zu 90 Takes machen. Ich würde Stanley Kubrick am liebsten ausgraben und ihn umbringen.
Matrix Reloaded

Es sieht ganz so aus, als hätte Bill Pope bei den Dreharbeiten zu Matrix Reloaded und Matrix Revolutions nur wenige gute Erfahrungen gesammelt. Besonders der Umstand, dass die Fortsetzungen direkt hintereinander gedreht wurden, machte ihm zu schaffen. Wenn man 276 Tage am Stück dreht, "betäubt das den Geist, die Seele und den Film", resümiert er.

Seit dem dritten Matrix-Film hat Bill Pope nicht mehr mit den Wachowskis zusammengearbeitet. Auch für Matrix 4 kehrt er nicht zurück. Stattdessen übernimmt John Toll, der zuvor bei den Wachowski-Projekten Jupiter Ascending, Cloud Atlas und Sense8 beteiligt war, den Posten als Kameramann.

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