Verletzungen am Lost-Set: Evangeline Lilly beschuldigt "frauenfeindlichen" Mitarbeiter

20.05.2018 - 11:30 Uhr
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Evangeline Lilly erhebt schwere Vorwürfe gegen einen Stunt-Koordinator der Serie Lost. Der Mitarbeiter habe sie bewusst zur Bestrafung einer erhöhten Verletzungsgefahr ausgesetzt.

Evangeline Lilly hat sich schon in der Vergangenheit zu der stressigen Atmosphäre auf dem Lost-Set geäußert. Die tropische Hitze, in der die Dreharbeiten über Jahre hinweg stattgefunden hatten, hat ihr eine chronische Hautstörung eingebracht. Das örtliche Klima ist allerdings höhere Gewalt. Lillys in dieser Woche bei einer Presseveranstaltung ausgeführte Vorwürfe treffen einen männlichen Stunt-Koordinator, der sich über autoritäres Verhalten profilieren wollte. Der "frauenfeindliche" Mitarbeiter habe sie absichtlich verletzt, oder zumindest Lillys Verletzungen im Zuge eines Stunts bewusst in Kauf genommen. So zitiert Digital Spy  die Schauspielerin, die diesen Sommer noch in Ant-Man and the Wasp zu sehen ist und bei der Veranstaltung von ihrem Stunt-Double in dem Marvel-Blockbuster, Ingrid Kleinig, begleitet wurde.

Evangline Lillys Vorwürfe - Das passierte auf dem Lost-Set

Der Konflikt begann laut Lilly damit, dass sie einen Stunt selber ausführen wollte, der Koordinator jedoch lieber ein Double hinzugezogen hätte. Der Koordinator habe daraufhin Lillys Wunsch abgelehnt, einen Armschutz zu tragen, da dieser in den Szenen später zu sehen gewesen wäre. Lilly war sich hingegen sicher, dass der Schutz ausreichend verborgen gewesen war.

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Für den Stunt musste Lilly an einem rauen Ast hängen. Mit den wiederholten Takes schürften sich die Haut an den Armen immer weiter auf, eben weil sie auf den Schutz verzichten musste - bis schließlich offene, eiternde Wunden auf ihren Armen glühten, die wiederum schmerzhafte Behandlungen nötig machten. New Skin, eine hautfarbene Bandage, wurde auf die Wunden aufgetragen, damit Lillys Charakter aus Gründen der Kontinuität unversehrt wirkte. Am Ende des Tages „sah ich wie ein Mutant aus", sagt Lilly.

Lilly habe dies als Schikane aufgefasst. „Für mich fühlte es sich an, als wollte der Stunt-Koordinator mir damit sagen: 'Dafür, dass du mir widersprochen hast, werde ich dir zeigen, wo dein Platz ist.'" Der "Unfall" sei absolut kein Unfall gewesen, sondern die Bestrafung durch einen "frauenfeindlichen" Mitarbeiter. Als wollte Koordinator ihr zeigen, wie hart das Stunt-Leben ist, zu hart für eine Frau.

Denn auch das wurde im Laufe der Veranstaltung klar, auf der die wichtigsten Stunt-Frauen der Branche anwesend waren: Stunt-Frauen müssen sich in diesem Beruf noch immer gegen eine Männerdomäne behaupten. Wigging, also das Verkleiden eines männlichen Stunt-Doubles als Frau, sei immer noch an der Tagesordnung, beschrieben bei Deadline  viele Stunt-Frauen die Branchen-Verhältnisse.

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