Tom Holland als Millennial-Indiana-Jones: 3 gute und 2 schlechte Nachrichten zum Uncharted-Film

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Tom Holland (links) spielt eine jüngere Version des Uncharted-Protagonisten Nathan Drake (rechts)Abspielen
© Sony/Naughty Dog
Tom Holland (links) spielt eine jüngere Version des Uncharted-Protagonisten Nathan Drake (rechts)
23.10.2021 - 10:00 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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Lange mussten wir warten, jetzt gibt es endlich den ersten Trailer zur Filmadaption des beliebten Videospiel-Franchises Uncharted mit Tom Holland. 3 Dinge, auf die wir uns beim Indiana Jones der 2020er freuen können – und 2, die Bauchschmerzen bereiten.

Uncharted-Fans können aufatmen: Nach langem Warten und diversen Umbesetzungen ist endlich der erste Trailer zur Adaption der beliebten Videospielreihe erschienen. Spider Man-Star Tom Holland schlüpft in die Rolle des archäologisch versierten Schatzsuchers Nathan Drake und gibt einen ersten Einblick darin, wie Indiana Jones meets Tomb Raider in den 2020ern aussehen kann.

Trotzdem zeigten sich einige Fans und Medien enttäuscht über die Adaption, denn: Es ist nicht alles Gold, was glänzt und in einer mit Fallen gespickten Höhle darauf wartet, von Nathan Drake gefunden zu werden. Hier kommen 3 gute und 2 schlechte Nachrichten zum langerwarteten Uncharted-Film – auf Basis dessen, was wir bisher davon zu sehen bekamen.

1. Gute Uncharted-Nachricht: Der Film orientiert sich klar an den Spielen

Der erste Trailer zeigt jede Menge akrobatische Action, mysteriös anmutende Höhlen und die Art von unterhaltsamen Dialogen, die Uncharted als Gaming-Franchise so unfassbar groß gemacht haben. Besonders ins Auge fallen gleich mehrere Szenen, die eins zu eins aus den Videospielen des Sony-Entwicklerstudios Naughty Dog übernommen zu sein scheinen.

Alte Uncharted-Weisheit: Wenn es funkelt, muss es geklaut werden

Verlassene Piratenschiffe und goldene Kreuze bei einer Kunstauktion? Kennen wir aus Uncharted 4: A Thief's End. Das Cargo-Flugzeug in der spektakulärsten Action-Szene des Trailers? Eine der bekanntesten Szenen aus Uncharted 3: Drake's Deception. Die Macher:innen scheinen sich klar vorgenommen zu haben, nicht einfach nur irgendeinen Action-Blockbuster auf dem Rücken eines bestehenden Franchises zu produzieren. Sie wollen die Spiele wirklich zum Leben erwecken.

2. Gute Uncharted-Nachricht: Tom Holland fängt das Besondere von Nathan Drake perfekt ein

Wer die Uncharted-Spiele gespielt hat, weiß: Nathan "Nate" Drake ist nicht nur verdammt schlagfertig und charismatisch. Er klettert auch souverän wie kein zweiter durch halbverfallene Tempel. Für die junge Variante des beliebten Videospielhelden braucht es also jemanden, der nicht nur athletisch, sondern auch witzig ist. Jemanden wie ... den Typen aus Spider-Man.

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Tom Holland, dessen Zeit als Marvel-Superheld langsam abzulaufen scheint, ist die perfekte Besetzung für das Uncharted-Prequel, weil er zu gleichen Teilen qualifiziert und unbedarft wirkt. Niemand könnte glaubhafter durch wegbrechende Brücken fallen oder überraschend auf jahrhundertealte Reliquien stoßen als Holland. Und wenn er einem die letzte legendäre Goldmünze vor dem Gesicht wegschnappt, macht er es so entwaffnend charmant, dass man ihm nicht mal richtig böse sein kann. Klassisch Nate eben.

3. Gute Uncharted-Nachricht: Der Trailer teast einen der besten Spielcharaktere an

Die Uncharted-Reihe lebt von ihren charismatischen, gut geschriebenen Charakteren. Allein dass neben Nates grummeligem Mentor Sully auch Schatzsucherin Chloe Frasier (Sophia Ali) in der Filmadaption auftauchen wird, ist schon eine gute Nachricht. Im Trailer wird allerdings eine weitere Figur angeteast, die bisher noch nicht enthüllt wurde: Sam, Nathan Drakes Bruder.

Sam ist ebenfalls Schatzsucher und teilt mit seinem kleinen Bruder den Hang zu markigen One-Linern und absurden Klettereinsätzen. In der Videospielreihe tauchte er erst in Teil 4 auf und sorgte dort für ebenso witzige wie dramatische Momente. Das kann in der Filmadaption nur gut werden.

1. Schlechte Uncharted-Nachricht: Mark Wahlbergs Sully sieht einfach nur falsch aus

Victor Sullivan aka Sully ist einer der beliebtesten Figuren im Uncharted-Franchise und das zurecht. Sully ist eine alternde Schatzsucher-Legende. Nates Mentor. Vor allem aber ein verdammt witziger Typ, der immer zur Stelle ist, wenn man ihn braucht. Charakteristisch für ihn ist seine Zigarren-Vorliebe und sein dicker, grauer Schnauzbart. Im Trailer sehen wir ... nichts davon.

Nicht im Bild: Sullys ikonischer Bart

Klar, der Uncharted-Film soll eine Art Prequel zu den Videospielen sein. Auch Tom Hollands Nathan Drake ist deutlich jünger als die Figur, die wir – bis auf einige Rückblenden – in den Games kennengelernt haben. Aber der Sully, der uns im Trailer präsentiert wird, hat auf den ersten Blick nichts mit dem Fan-Favoriten gemein. Immerhin: Zu irgendeinem Zeitpunkt scheint Wahlberg sich einen Schnauzer wachsen lassen .

2. Schlechte Uncharted-Nachricht: Der Erfolg der Videospielreihe könnte dem Film das Genick brechen

Sullys Schnauzbart bringt uns dann direkt zu einer anderen Sache, die immer wie ein Damoklesschwert über jeder Art von Adaption hängt: die Beliebtheit des Originals. Die Reaktionen auf den ersten Uncharted-Trailer fallen deswegen sehr unterschiedlich aus.

Schon Buchadaptionen scheitern oft daran, dass sich Fans die Filmvariante ihrer Lieblingsfiguren ganz anders vorgestellt haben. Videospieladaptionen haben zusätzlich das Problem, dass potenzielle Kinobesuchende bereits dutzende Stunden mit einem visuell ausgearbeiteten Charakter gebondet haben. Sie haben eine konkrete Vorstellung von dem Universum, in dem die Geschichte spielt, weil sie sich aktiv in dieser Welt bewegt haben.

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Die Filmadaption eines Spiels nimmt ihnen diese Interaktivität, ihre ganz persönlichen Erfahrungswerte, und zeigt ihnen Bilder, die allein deswegen anders aussehen, weil sie zumindest im Ansatz in der Realität verortet sein müssen. Das führt bei vielen Fans zu Enttäuschung.

Dieses Problem hat nicht nur Uncharted, sondern zum Beispiel auch die kommende The Last Of Us-Serie. Am Ende wird uns nur der Film mit Tom Holland beweisen können, ob Uncharted den Spagat zwischen Fanservice und eigenständigem Action-Spektakel schafft. Assassins Creed hat zumindest gezeigt, wie man es nicht machen sollte.

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