The Mandalorian Staffel 2 endet mit der denkbar größten Star Wars-Rückkehr

Star Wars: The Mandalorian
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Star Wars: The Mandalorian
19.12.2020 - 09:33 UhrVor 12 Monaten aktualisiert
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Die 2. Staffel von The Mandalorian endet mit einem herzzerreißenden Abschied, einem fiesen Twist und der denkbar größten Star Wars-Rückkehr.

Das Finale der 2. Staffel von The Mandalorian zieht sämtliche Register. Bevor sich die Star Wars-Serie in die Pause verabschiedet, geht Serienschöpfer Jon Favreau sicher, dass die Diskussionen in den nächsten Wochen und Monaten kein Ende nehmen. Die Befreiung, so der Titel der 8. Folge, wartet mit einer Überraschung nach der anderen auf. Die größte kündigt sich durch die Ankunft eines X-Wings an, der Luke Skywalker gehört.

The Mandalorian und die Rettung von Baby Yoda

Bevor der Jedi auf den Plan tritt, dreht sich alles um die Rettung von Baby Yoda, der sich in den Fängen von Bösewicht Moff Gideon (Giancarlo Esposito) befindet. Nachdem Din Djarin (Pedro Pascal) die Koordinaten seines Schiffs ausfindig gemacht hat, setzt er alles daran, seinen Schützling wohlbehalten aus der schwebenden imperialen Festung zu befreien. Auf der Suche nach Verstärkung schaut er bei Bo-Katan Kryze (Katee Sackhoff) vorbei.

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Mit Baby Yoda und Co.

Ähnlich wie am Ende der 1. Staffel schart Din auch dieses Mal ein kleines Team aus Wegbegleiter/innen um sich. Boba Fett (Temuera Morrison) und Fennec Shand (Ming-Na Wen) sind bereits seit zwei Episoden dabei. Cara Dune (Gina Carano) hat den Mando-Squad nie verlassen. Pünktlich zum Finale schließen sich Bo-Katan und Koska Reeves (Sasha Banks) der Truppe an, die mit einem geschickten Manöver in Gideons Schiff eindringt.

The Mandalorian

Auch wenn The Mandalorian nach wie vor nicht in der Lage ist, die überwältigenden Bilder eines Star Wars-Kinofilms zu erschaffen, bereitet das anfängliche Weltraumgefecht große Freude. Es gibt ein klares Ziel. Der Weg dorthin erweist sich aber trotz sorgfältiger Planung als kniffliger. Gerade die (Bruch-)Landung des entführten imperialen Shuttles im Hangar von Gideons Schiff ist eine schicke Szenenabfolge voller Nervenkitzel.

Bösewicht Moff Gideon schlägt mit dem Dunkelschwert zu

Danach tobt sich Ant-Man-Regisseur Peyton Reed, der bereits das kurzweilige Kapitel 10 inszenierte, mit den Figuren aus. Viele Gänge gilt es, in wilden Schießereien zu erobern, ehe die Kommandobrücke übernommen werden kann. Die Action untermauert den Anspruch von The Mandalorian als wuchtiger Serien-Blockbuster. Ausgerechnet die Konfrontation mit Gideon kann den selbst gesteckten Erwartungen nicht standhalten.

Bewaffnet mit dem Dunkelschwert tritt er Din gegenüber. Was folgt, ist ein enttäuschender Schlagabtausch, der vorbei ist, bevor er angefangen hat. Der Begegnung fehlt die dramaturgische Größe, wie sie etwa zwischen Finn und Captain Phasma in Star Wars 8: Die letzten Jedi zu jeder Sekunde zu spüren war - allein durch die Flammen im Hintergrund. Gestalterisch bleibt The Mandalorian weit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

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Gideon erhält dennoch seinen großen Moment, ob er ihn nun geplant hat oder nicht. Es ist ein fieser Twist, den Jon Favreaus Drehbuch auf der Zielgeraden in die Handlung schleust: Din nimmt Gideon das Dunkelschwert im Kampf ab, was bedeutet, dass Bo-Katan gegen Din antreten müsste, um zur rechtmäßigen Trägerin der mächtigen Star Wars-Waffe zu werden. Selbst wenn Gideon verliert, sorgt er für Unheil.

Nicht das Dunkelschwert verleiht Macht, sondern die Geschichte, die es begleitet. Auf einmal wird Bo-Katan, die sonst rebellisch in die Zukunft blickt, von den Traditionen ihres Volkes eingeholt. Ein spannender Impuls, der die Situation verkompliziert. Ehe Jon Favreau den Konflikt vertieft, melden sich allerdings die Dark Trooper mit bedrohlichem Stampfen zurück. Immerhin, die Neue Republik schickt einen X-Wing zur Rettung!

Luke Skywalker kehrt in The Mandalorian zurück

Auf Caras sarkastischem Kommentar folgt eine der aufregendsten Szenen des Finales. Der mysteriöse Sternenjäger landet und eine Gestalt in dunkler Robe verlässt das Cockpit. Überwachungskameras lassen die groben Umrisse eines Jedi erahnen, ehe der schwarze Handschuh und das grüne Lichtschwert die Gewissheit wachsen lässt: Grogus Machtruf wurde von niemand Geringerem als Luke Sykwalker erhört.

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Ein digital verjüngter Mark Hamill bahnt sich seinen Weg durch Stormtrooper und Dark Trooper, als würde er seine Version der phänomenale Darth Vader-Sequenz aus Rogue One: A Star Wars Story nachspielen. Keine Angst: Luke mutiert nicht zum kaltblütigen Killer. Vielmehr sehen wir hier eine Star Wars-Figur, die auf der Höhe ihrer Macht agiert. Gänsehaut ist vorprogrammiert, doch der emotionale Höhepunkt gehört Grogu und Din.

Verschwunden ist die Rüstung des Kopfgeldjägers, sowohl im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Mit seinen Augen blickt Din jenem zerbrechlichen Geschöpf ins Gesicht, für das er mehrmals sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt hat. Es ist ein unheimlich berührender, kraftvoller und verdienter Augenblick. The Mandalorian hat sorgfältig auf diesen Abschied hingearbeitet. Es fühlt sich so an wie das Ende der Serie.

So eindrucksvoll sie ist: Lukes Ankunft hat sich The Mandalorian weniger verdient. Sie bringt ein enormes Ungleichgewicht in die Star Wars-Serie, die einst am Rand der Galaxis begonnen hat. Inzwischen ist sie jedoch mit The Clone Wars, Star Wars Rebels und der Skywalker-Saga verbunden. Die Post-Credit-Scene kündigt The Book of Boba Fett für Dezember 2021 an. Von der Mando-DNA bleibt nicht mehr viel übrig.

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