The Get Down - So wurde Baz Luhrmanns Serie zur teuersten Netflix-Produktion

27.07.2016 - 14:00 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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The Get Down - Trailer (Deutsch) HD
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© Netflix
The Get Down
Baz Luhrmanns Netflix-Serie The Get Down ist größtenteils abgeschlossen und steht kurz vor der Premiere. Doch es war ein langer, mühsamer Weg, bis es so weit kommen konnte. Oben könnt ihr euch zudem den neuen deutschen und englischen Trailer ansehen.

Die Filme von Baz Luhrmann sind auch aufgrund der extrem gespaltenen Meinungen schwierig in Worte zu fassen, aber auf ein paar Eigenschaften könnte man sich da schon einigen: Ambitioniert, over-the-top, vielleicht ein bisschen größenwahnsinnig. Es sieht nicht so aus, als ob The Get Down, seine erste eigene Serie, da eine Ausnahme bilden wird. Die Variety  berichtet in aller Ausführlichkeit, wie The Get Down produktionsintern auch gerne mal The Shut Down genannt wird. Dieses Gefühl habe konstant über dem Team gehangen, so turbulent sei die Produktion gewesen. Vor zweieinhalb Jahren hat sie bei Netflix und Sony begonnen und zog auch zwischen den Studios Streitereien nach sich. Pünktlich zur baldigen Premiere wurde auch ein neuer deutscher Trailer veröffentlicht, den ihr euch oben anschauen könnt.

Ursprünglich wollte Luhrmann lediglich als Strippenzieher im Hintergrund agieren und so kämpfte sich die Serie durch zwei Showrunner und einer ganzen Reihe von Autoren, bis Baz Luhrmann schließlich selbst die kreative Führung übernehmen musste. Dem folgte jedoch eine extreme Entschleunigung des Produktionsprozesses und eine Sprengung des Budgets, womit vor allem Sony alles anderen als zufrieden war. Ursprünglich stand jeder Episode ein Budget von 7,5 Millionen US-Dollar zur Verfügung, letzten Endes kostete die 12-teilige Staffel über 120 Millionen, was The Get Down zur bisher teuersten Netflix-Produktion macht. Der Prozess sei so mühsam und chaotisch gewesen, dass Luhrmann es zwischenzeitlich in Betracht zog, das Projekt ganz zu verlassen.

Sony schlug vor, Baz Luhrmann einen erfahrenen Showrunner zur Seite zu stellen, um das Budget in den Griff zu bekommen, doch Netflix habe alles getan, um Baz Luhrmann seine führende kreative Rolle zu bewahren. Angeblich sei Netflix' Content-Leiter Ted Sarandos Baz Luhrmanns eigene Handschrift bei der Serie so wichtig gewesen, dass er sagte, er würde The Get Down nur grünes Licht geben, wenn Luhrmann sie von vorne bis hinten überwacht. Der Streaming-Anbieter bereut nichts. Cindy Holland, Vizepräsidentin von Netflix' Content, sagt:

Es geht uns um die Unterstützung unserer Künstler und um die Unterstützung ihrer Vision. Mit Baz und seinem Team zu arbeiten, war eine der dankbarsten Erfahrungen meines Lebens. Jeder Aspekt des Prozesses war unkonventionell. Es war wirklich inspirierend.

Um eine gerechte Umsetzung der afroamerikanischen Kultur und speziell Musik im New York der 1970er zu erreichen, holte Baz Luhrmann sich die Unterstützung von Legenden der Szene, wie dem Autor und Filmemacher Nelson George, Hip-Hop-Pionier Grandmaster Flash und Rapper Nas, der zu jeder Episode einen originalen Soundtrack beigetragen hat.

Ab dem 12.08.2016 können wir uns einen Eindruck verschaffen, ob sich der Aufwand gelohnt hat. Die ersten sechs Folgen von The Get Down werden dann von Netflix online gestellt, die zweite Hälfte der Staffel folgt dann Anfang nächsten Jahres.

Freut ihr euch auf The Get Down?

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