Studie: Romantische Filme verharmlosen Stalker-Verhalten

03.02.2016 - 17:00 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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Niemand will gemosbyt werden
© 20th Century Fox Television
Niemand will gemosbyt werden
Wann wird das romantische Werben eines Verehrers zum gefährlichen Stalker-Verhalten? Romantische Komödien ziehen da keine klare Trennlinie. Deshalb können viele Frauen stalkertypisches Verhalten nicht mehr einordnen, wie eine Studie herausfand.

Romantische Komödien romantisieren handfestes Stalking, fand eine amerikanische Wissenschaftlerin heraus, über die die Zeitschrift Glamour  berichtet. Die Studie grenzt zwei Typen Frauen voneinander ab: Der eine schmilzt dahin, wenn Ted Mosby in How I Met Your Mother bei Robin nicht locker lässt und schließlich spät abends mit einem blauen Horn unter ihrem Fenster steht. Der andere erkennt in der dargestellten Situation eine Gefahr. Aber was unterscheidet die beiden untersuchten Frauentypen? (Unter den 426 Studienteilnehmern waren tatsächlich ausschließlich Frauen.)

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Die Frau, der bei großen romantischen Gesten wie etwa in Verrückt nach Mary die Knie vor Entzückung weich werden, schaut gerne und oft RomComs. Die Frau, die das unablässige Werben der Verehrer durchaus als bedrohlich empfindet, sieht eher selten romantische Filme. Sie setzt Stalker-typisches Verhalten nicht mit normalen Werbungs-Strategien gleich. Keira Knightleys heimlicher Verehrer aus Tatsächlich ... Liebe dürfte auf die zweite Frau eher furchteinflössend wirken als auf die erste, die einen Typen, der auf einem Hochzeitsvideo ausschließlich sie gefilmt hat, erstmal irgendwie süß findet.

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Die Schlussfolgerung aus der Studie: Frauen, die viele romantische Filme sehen, sind weniger in der Lage, gefährliches Stalker-Verhalten zu erkennen. Sie neigen dazu, Stalking mit romantischen Gesten zu verwechseln. Einer Frau beim Schlafen zuzusehen, wie Edward es bei Bella in Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen tut, ist also eher uncool. Da haben wir doch alle wieder was gelernt. Auch die Männer, die sich in Liebesdingen an dem überschwänglichen Ted Mosby orientieren. Die obsessive Fokussierung auf eine Frau oder einen Mann kann nämlich auch so enden wie bei Joseph Gordon-Levitt in 500 Days of Summer.

Was glaubt ihr: Verharmlosen RomComs gefährliches Stalker-Verhalten?

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