Star Wars bereitet sich auf den Abschied der Sykwalker-Saga vor

Star Wars: Leia und Luke
© Walt Disney
Star Wars: Leia und Luke
moviepilot Team
Beeblebrox Matthias Hopf
folgen
du folgst
entfolgen
Schaut zu viel ins Internet.

Am Freitagabend überraschte Lucasfilm das Internet mit einer Meldung der jüngsten Entwicklungen im Star Wars-Universum. Nachdem in der Woche zuvor alles im Zeichen der Rückkehr von Star Wars: The Clone Wars stand, drehte sich dieses Mal alles um Star Wars 9, der gleich mit einer unerwarteten Ankündigung aufwartet. Neben den jungen Helden der Sequel-Trilogie werden auch Luke Sykwalker und Leia Organa auf die große Leinwand zurückkehren. Während Mark Hamill aller Wahrscheinlichkeit die Ehre einer Erscheinung als Macht-Geist zuteil wird, nutzen J.J. Abrams und sein Team nicht verwendete Aufnahmen von den Dreharbeiten für Star Wars 7: Das Erwachen der Macht, um Carrie Fisher ein letztes filmisches Denkmal in jener Reihe zu setzen, mit der sie einst ihren Durchbruch erlangte. Star Wars 9 steht ganz im Zeichen des Abschieds, auf dem schmalen Grat zwischen Erwartung und Überraschung.

Die Skywalker-Geschwister beenden, was sie angefangen haben

Abseits der Nennung der zahlreichen Schauspielerinnen und Schauspieler, die zum Ensemble von Star Wars 9 gehören, sorgte eine Formulierung in der Pressemitteilung von Lucasfilm für Aufsehen: Als "finales Kapitel der Skywalker-Saga" wird Star Wars 9 hier beschrieben. Das mag an sich nichts Neues sein, immerhin deuteten diverse Ankündigungen in den vergangenen Monaten an, dass das Franchise ohne den roten Sykwalker-Faden auskommen muss. Dennoch ist die Betonung nicht selbstverständlich, wurde Star Wars 9 zuletzt noch das "finale Kapitel der Sequel-Trilogie" bezeichnet, als J.J. Abrams als Regisseur verpflichtet wurde. Ein feiner Unterschied, der die Fortführung der Skywalker-Geschichte zugelassen hätte. Nun ist es offiziell: Nach neun Episoden findet der übergreifende Handlungsstrang im Krieg der Sterne ein Ende - und versammelt zum Abschluss noch einmal alle Wegbegleiter dieser Odyssee.

Die Entscheidung, Carrie Fisher neben alten Kollegen wie Mark Hamill, Anthony Daniels und endlich auch Billy Dee Williams als Lando Calrissian zurückzubringen, offenbart sich als versöhnliche Geste und Kompromiss. Stand Han Solo im Mittelpunkt von Star Wars 7: Das Erwachen der Macht, war Star Wars 8: Die letzten Jedi eindeutig Lukes Film. In Star Wars 9 hätte Leia eine Schlüsselrolle spielen sollen, so Mark Hamill kurz vor dem tragischen Tod von Carrie Fisher. Das ist nun nicht mehr möglich, nicht zuletzt, da J.J. Abrams die Rolle auf keinen Fall mit einer Schauspielerin neu besetzen oder eine CGI-Version von Carrie Fisher heraufbeschwören will, die alle bösen Geister des Uncanny Valley weckt. Die Reaktionen auf Rogue One: A Star Wars Story waren sich trotz der technischen Meisterleistung am Ende in dem Punkt einig, dass die künstliche Wiederkehr einer beliebten Figur eben genau das ist: künstlich.

Der Star Wars-Kreis schließt sich in Erinnerung an das Vergangene

Archivmaterial entpuppt sich dagegen als willkommener Kompromiss, um die Skywalker-Geschwister ein letztes Mal die Geschicke in der weit, weit entfernten Galaxis mit ihren Entscheidungen lenken zu lassen. Schon Die Rückkehr der Jedi-Ritter hat bewiesen, wie entscheidend die Begegnung mit einem Macht-Geist sein kann, selbst wenn sie nur von kurzer Dauer ist. Die Übergabe des blauen Lichtschwerts zur nächsten Generation als zentrales Leitmotiv der Sequel-Trilogie wäre ohne ein solches Wiedersehen nicht komplett. Selbst wenn Star Wars 9 die Vergangenheit endgültig sterben lässt, bedeutet das keineswegs, dass diese auch vergessen wird. Im Gegenteil: Die Erinnerung lebt weiter, in Rey, Finn und Kylo. Das mag sich Letzterer zwar noch nicht eingestehen, mit Lando als alternativer Vaterfigur verbirgt sich hier jedoch großes Potential um das Vertraute in variierter Form zu spiegeln, wie es Star Wars im Verlauf von vier Dekaden immer wieder getan hat.

Zuletzt war es Rian Johnson, der mit verblüffender Eleganz zeigte, wie sich die ikonischen Star Wars-Motive verändern lassen, ohne ihren Kern zu tangieren, etwa wenn Luke auf Ahch-To ein letztes Mal in den Horizont blickt, während die Zwillings-Sonnen von Tatooine untergehen. Dieses Bild zieht sich durch alle Star Wars-Filme und erleuchtetet die weit, weit entfernte Galaxis mit ungeahnter Poesie, während sich auch darüber hinaus Parallelen, Wiederholungen und Spiegelungen vorheriger Ereignisse finden lassen, die nicht nur die Figuren in den Filmen, sondern auch die Zuschauer im Kino seit Dekaden und Generationen verbinden. Dass mit J.J. Abrams genau der Regisseur den Abschluss der Sequel-Trilogie inszenieren wird, der diese begonnen hat, kann dabei nur ein gutes Zeichen sein - und birgt ganz nebenbei auch eine persönliche Herausforderung für jenen Filmemacher, der Dinge lieber zu neuem Leben erweckt, als eine Geschichte zu Ende zu erzählen. Das Ende aber steht unmittelbar bevor, im Zeichen des Abschieds, bevor sich Rian Johnson mit seiner Trilogie anderen Ecken des Star Wars-Universums widmet.

Was erwartet ihr euch vom letzten Auftritt der Skywalker-Geschwister in Star Wars 9?

moviepilot Team
Beeblebrox Matthias Hopf
folgen
du folgst
entfolgen
Schaut zu viel ins Internet.
Deine Meinung zum Artikel Star Wars bereitet sich auf den Abschied der Sykwalker-Saga vor
1eb8ebe747744faf808c3327f34f59ff