Neue Game of Thrones-Serie stürzt sich ausgerechnet auf den unbeliebtesten Ort in ganz Westeros

30.05.2021 - 10:00 UhrVor 6 Monaten aktualisiert
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Tyrion, wenn er daran denkt, Zeit in Dorne zu verbringenAbspielen
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Tyrion, wenn er daran denkt, Zeit in Dorne zu verbringen
Game of Thrones war mit Staffel 8 zu Ende, doch die Geschichten aus Westeros gehen weiter. In einer neuen Serie werden wir den wohl unbeliebtesten Ort der ganzen Serie besuchen. Ausgiebig.

Es ist nicht so eisig und untot wie nördlich der Mauer, weniger zugig als in Winterfell und es riecht garantiert besser als in den Gassen von King's Landing. Trotzdem ist es der wohl unbeliebteste Ort in ganz Westeros: Dorne. Warum um alles in der Welt wird ausgerechnet dieser Ort zum Schauplatz einer neuen Game of Thrones-Serie?

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Dorne hat einen wahnsinnig schlechten Ruf unter Game of Thrones-Fans

Der schlechte Ruf von Dorne geht allerdings nicht auf die Bücher von George R.R. Martin zurück, der sich das sonnige Fleckchen Westeros ausgedacht hat. Vielmehr assoziieren Fans den Namen Dorne mit einem der schlimmsten Handlungsstränge aus 8 Staffeln Game of Thrones.

Gemeint ist der furchtbare Plot um Ellaria Sand und die Sand Snakes. Sie wollen Oberyn Martells Tod zu Händen (bzw. Daumen) des Mountain rächen. So weit, so spannend. Allerdings mutieren sie ab Staffel 5 zum verlässlichen Warnsignal für Fremdscham-Allergiker und damit als Einladung zur Toilettenpause.

Peinlich choreografierte Kampfszenen, stümperhafte Dialoge und verschwendetes Schauspieltalent pflastern die Straßen von Dorne, ganz zu schweigen von der stereotypen Darstellung der sich zoffenden "starken Frauen".

Die Sand Snakes

Spätestens wenn Ellaria den Herrscher Doran Martell ohne Konsequenzen abmurkst, wünscht man sich noch ein paar Trainingsstunden mit Arya bei den enervierend lahmen Faceless Men. Warum sollte man also eine ganze Serie in Dorne ansiedeln?

Die neue Game of Thrones-Serie setzt sich in Dorne fest – Abreise ausgeschlossen

10,000 Ships heißt die neue Game of Thrones-Serie. Es ist einer von mehreren geplanten Spin-offs neben der Targaryen-Show House of the Dragon. Vergangene Woche wurde mit Amanda Segel (Der Nebel, Person of Interest) eine Autorin für die Serie engagiert (via Variety ).

Warum geht es in 10,000 Ships?

Folgende Story bietet sich ausgehend von George R.R. Martins fiktionaler Geschichtsschreibung an:

1000 Jahre vor der Geschichte von Game of Thrones werden die auf dem Kontinent Essos lebenden Rhoynar im Krieg besiegt. Daraufhin macht sich Prinzessin Nymeria mit den Überlebenden auf zu einer neuen Heimat. Der Legende nach unternahm sie mit 10.000 Schiffen eine 3 Jahre dauernde beschwerliche Reise, bis sie an den Ufern von Dorne auf dem Kontinent Westeros landete.

Nymeria ließ die Schiffe zerstören, um sich endgültig in Dorne nieder zu lassen. Mit dem Haus Martell ging sie eine Allianz ein, doch andere dornische Könige widersetzten sich der als Invasorin wahrgenommenen Prinzessin.

Doran Martell

Falls euch der Name Nymeria bekannt vorkommt, dann weil ihr Name in der Welt von Westeros noch 1000 Jahre später nachhallt: Arya Stark (Maisie Williams) benennt in der 1. Staffel von Game of Thrones ihren Schattenwolf nach Nymeria.

Sollte die Serie also tatsächlich gedreht werden und über die Schiffsreise der Rhoynar hinauskommen, werden wir viel Zeit in Dorne verbringen.

Warum Dorne in der neuen Serie eine zweite Chance verdient

Beim Dorne-Subplot von Game of Thrones ist viel falsch gelaufen, was eigentlich wenig mit der Gegend selbst zu tun hat. Ab der 5. Staffel machte sich der Zeitdruck und die immer dürrer werdende Vorlage in den Drehbüchern bemerkbar. Deswegen wirkte die Geschichte der Sand Snakes oft zusammengeschustert und undurchdacht.

Über das Casting lässt sich streiten, aber die Dialoge boten den Schauspielerinnen wenig Gelegenheit, über das Klischee der verbiesterten Kriegerin hinaus zu wachsen.

Dabei bietet Dorne reichlich Potenzial: Die Gesellschaft folgt zum Teil anderen Regeln als im Rest von Westeros (etwa in der gleichberechtigten Erbfolge von Männern und Frauen). Die Bräuche unterscheiden sich und auch visuell hebt sich Dorne von den nördlichen Nachbar-Königreichen ab. Das reale Äquivalent bei den Dreharbeiten von Game of Thrones war hier nicht von ungefähr das von den Mauren geprägte Spanien.

Wie es zu diesen Unterschieden kam, wird letztendlich 10,000 Ships erzählen. Deren Heldin Nymeria bietet nach Daenerys Targaryen eine alternative Vision einer Herrscherin, die mit ihrem Volk nach Westeros zieht. Die kommt zwar ohne Drachen aus, aber dafür mit reichlich spannenden Konflikten, Ränkespielen und Figuren. Es wird Zeit für eine Rehabilitation von Dorne.

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Findet ihr die Idee hinter der Game of Thrones-Serie 10,000 Ships interessant?

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