7 neue Game of Thrones-Serien in Planung: Warum ist keine davon das Arya-Spin-off?

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Game of Thrones
22.03.2021 - 10:15 UhrVor 7 Monaten aktualisiert
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Eine Serie für Arya Stark ist der größte Wunsch der Fans. Inzwischen sind 7 Game of Thrones-Projekte in Arbeit & keins einzige davon ist ein Arya-Spin-off. Woran liegt's?

HBO entwickelt drei weitere Serien, die die Game of Thrones-Welt ergänzen sollen, berichtet der Hollywood Reporter . Damit wächst die Anzahl der GoT-Projekte auf stolze 7.

Sieben Game of Thrones-Serien und keine einzige davon erfüllt den wohl größten Wunsch der Fans nach dem Finale: Das Arya-Spin-off, das der Reise der Stark-Tochter in die unbekannten Teile der Fantasy-Welt folgt.

Woran liegt das? Wieso nimmt HBO diese doch sehr offensichtliche Fährte (noch) nicht auf? Die geplanten Projekte meiden bekannte Figuren. Dafür gibt es Gründe, die wir hier erklären.

Hoffnungen auf Arya Stark: Das sind die 7 neuen Game of Thrones-Serien

Schauen wir uns die neuen Serien an, stellen wir fest: Es handelt es sich fast durchgängig um Prequels, also Vorgeschichten der bereits bekannten Story.

Jetzt die 3 seit Freitag bekannten Serien:

  • 9 Voyages über Lord Corlys Velaryon - ca. 300 Jahre vor der Hauptserie, es soll ein Spin-off von House of the Dragon sein
  • 10,000 Ships über die Gründerin des Königreichs Dorne - 1000 Jahre vor der Hauptserie
  • Serie über Flohloch, der Heimat von Davos und Gendry - Zeitpunkt unbekannt

Nach Game of Thrones: So läuft der Auswahl-Prozess für neue Serien

Von diesen Serien werden es längst nicht alle bis auf unsere Bildschirme schaffen. Ein frühes Spin-off mit Naomi Watts etwa wurde trotz fertigen Pilots bereits abgesägt. Davon abgesehen: Die Art, wie HBO seine Westeros-Serien plant, hängt eng mit GoT-Ur-Vater George R.R. Martin zusammen.

Arya

Das große Werk des Vorlagen-Schöpfer dient als Basis für alles, was sich gerade in Arbeit befindet, wie HBO-Chef Casey Bloys in einem anderen Hollywood Reporter -Artikel erklärt. Nur bewegen sich Martins Geschichten nicht über die Zeit nach Daenerys' Tod hinaus.

Die Wünsche der Fans - mehr von Arya, Jon und Tyrion - sind zwar wichtig, aber was George will, ist wichtiger. Dazu kommt der HBO eingebrannte Drang zur Originalität, der bei der Ausschlachtung eines Erfolges sowieso ständig auf dem Prüfstand steht.

Die Game of Thrones-Zukunft: Fast nur Prequels, Prequels, Prequels

Fragen wir mal HBO-Chef Casey Bloys nach dem Arya Spin-off, aber ganz vorsichtig:

Nein, Nein, Nein.

Hoppla, das war deutlich. Wieso ist er so empfindlich? Das Zitat stammt aus dem Jahr 2019 als GoT gerade geendet war. Er führt weiter aus:

Dieses Game of Thrones [...] ist eine eigene Sache. Ich will keine Figuren aus dieser Welt nehmen, die [David Benioff und D.B. Weiss] so schön erschaffen haben, und sie eine andere Welt setzen, die jemand anderes gestaltet.

Das ist nachvollziehbar, aber unter den Gesetzen des natürlichen Wachstums würde ich diese Regel mal *hüstel* als äußerst biegsam bewerten.

Zur Erklärung: Die Entwicklung von Game of Thrones zu einem großen Franchise können wir gut mit Star Wars vergleichen, weil die Voraussetzungen so ähnlich sind: Ein Schöpfer, eine enorm populäre Hauptreihe, dann erste Versuche, sie zu vergrößern, bis zur vollständig enthemmten Expansion in der Gegenwart.

Game of Thrones: Warum das Arya Stark-Spin-off Zeit braucht, aber nicht unmöglich ist

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Game of Thrones wird von HBO derzeit starwarsifiziert, mit enormer Geschwindigkeit. Die Masse an geplanten Serien schwappt in verschiedene Richtungen, die das Angebot von HBO Max füllen sollen, dem Streamingdienst, der bisher nur in den USA verfügbar ist.

Disney walzt Star Wars und Marvel für Disney+ noch stärker aus. Es gibt aber einen großen Unterschied zwischen Star Wars (und Marvel) und Game of Thrones. GoT ist noch sehr jung. Womöglich wird GoT mal ein ähnlich expansives Franchise wie Star Wars, noch aber steht es am Anfang seiner Entwicklung.

Wie Luke Skywalker und Han Solo: Früher oder später kommen die alten Figuren zurück

Star Wars wuchs zunächst auch nur mit Vorgeschichten (Ewoks und Holiday Special mal rausgerechnet), also nach hinten, bildlich gesprochen. Die Geschichten von Luke, Han und Leia weiterzuerzählen wagte im Kino 32 Jahre lang niemand. Ehrfurcht und Verehrung vor dem Meisterwerk verboten es.

Auch HBO betrachtet die Game of Thrones-Hauptserie noch als ehrwürdiges Denkmal, selbst wenn das viele Fans etwas anders sehen. Forterzählungen würden es beschmutzen. Der Reiz, die Zukunft von Arya, Tyrion, Jon und Sansa zu erforschen, verschwindet aber nicht einfach so.

Wie lange HBO ihm widersteht, wird auch vom Erfolg der Prequels abhängen, denen eines, wenn nicht sogar das wichtigste Merkmal der Hauptserie fehlt: Die Ungewissheit einer Geschichte, die sich ins Unbekannte erstreckt.

Podcast für Game of Thrones-Fans: Wie gut wird das erste Spin-off?

Game of Thrones war ein Serienphänomen. Doch lässt sich dieser Erfolg wiederholen? Die Prequel-Serie House of the Dragon wird es versuchen.

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In der neuen Folge von Streamgestöber diskutieren Jenny Jecke und Hendrik Busch über die Herausforderungen von House of the Dragon. Dabei finden sie erstaunlich viel Potenzial in der Grundidee der Serie und formulieren einige Wünsche für die Zukunft.

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Welches der Spin-offs interessiert euch?

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