Neu bei Netflix: Der beste Film 2018 ist unvergesslich berührend

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© Sony/Netflix
Call Me by Your Name
30.01.2020 - 08:11 UhrVor 9 Monaten aktualisiert
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Bei Netflix könnt ihr euch ab sofort den wundervollen Call Me by Your Name anschauen. Wir haben das Liebesdrama 2018 nicht ohne Grund zum besten Film des Jahres gekürt.

In Call Me by Your Name häufen sich kurze Berührungen und Blicke, die inneres Begehren eindeutig sichtbar machen, um die Luft in der Hitze dieses filmischen Sommers noch stärker zum Flimmern zu bringen.

Das Liebesdrama von Luca Guadagnino, das Netflix-Abonnenten ab sofort bei dem Streamingdienst schauen können, haben wir in unserer Moviepilot-Top 10 der besten Filme 2018 damals auf den ersten Platz gewählt. Bei der Moviepilot-Community schaffte es Call Me by Your Name auf Platz 5 der besten Filme 2018.

Der Grund dafür ist recht einfach: Kein anderer Film aus dem Kinojahr 2018 berührt so stark wie Call Me by Your Name, in dem auf die ganz großen Gefühle unweigerlich das niederschmetternde Erwachen folgen muss.

Call Me by Your Name entführt den Zuschauer in eine traumhafte Sommerromanze

Call Me by Your Name spielt 1983 im malerischen Norden Italiens. Hier vertreibt sich der 17-jährige Elio (Timothée Chalamet) die Sommertage auf dem Ferienanwesen seiner Eltern mit Lesen, dem Transkribieren von klassischer Musik, Badeausflügen oder Mädels.

Call Me by Your Name

Völlig aus seinem unbeschwerten Alltag gerissen wird er von dem amerikanischen Doktoranden Oliver (Armie Hammer), der Elios Vater für sechs Wochen bei dessen archäologischer Forschungsarbeit unterstützt. Wie hypnotisiert verfällt der 17-Jährige dem attraktiven Aussehen und unwiderstehlichen Charme des 24-Jährigen, der sich ähnlich kulturell und intellektuell bewandert wie Elio vom Konkurrenten zum Objekt der Begierde wandelt.

Call Me by Your Name ist voll von unvergesslich intensiven Momenten

Während sich das Verhältnis zwischen Elio und Oliver in Call Me by Your Name ganz langsam und intensiv entfaltet, erzählt Luca Guadagnino von den euphorisierenden und zugleich verletzenden Facetten der Liebe, indem er Körper und Bewegungen in den Mittelpunkt der Atmosphäre rückt und den Figuren ganz genau zusieht.

Mit den Augen eines ebenso neugierigen Liebhabers beobachtet der Regisseur mit der Kamera ganz genau, wie diese Körper zueinander finden wollen, ihre Lust spürbar unterdrücken, sich zurückhalten und doch immer wieder nachgeben, um den angestauten Gefühlen freien Lauf zu lassen.

Call Me by Your Name

Dabei kreiert Guadagnino Szenen, die man wegen ihrer knisternden und euphorischen Erhabenheit erlebt haben sollte. Wie Oliver völlig außer sich zu Love My Way von The Psychedelic Furs tanzt, muss man ebenso selbst gesehen haben wie den Moment, in dem Elio auf dem Bett liegt und zum Pfirsich greift.

Als sich die Tropfen des süßen Fruchtsafts über seinen Körper ausbreiten, nachdem das unerfüllte Lustempfinden geradezu körperliche Schmerzen in ihm ausgelöst hat, gleiten zuletzt nicht nur Elios Finger in das weiche Innere des Obsts.

Call Me by Your Name enttarnt den lustvollen Traum als schwärmerische Illusion

Immer wieder findet der Regisseur derart verblüffende Ausdrucksformen der Leidenschaft, die in seinen Figuren schlummert und regelmäßig heftig entflammt wird. Dabei ist Call Me by Your Name, der die Coming-of-Age-Geschichte von Elio erzählt und gleichzeitig die erste große Liebe behandelt, auch eine Geschichte des unerfüllten Begehrens.

Ein gefühlt endloser Blick ins Kaminfeuer im Winter genügt, damit die unwirkliche Sommerromanze in Luca Guadagninos Film zu den wiederholt wundervollen Klängen von Sufjan Stevens' Songs als lustvolle Illusion verblasst. Vergessen lässt sich dieser eine Sommer trotzdem niemals wieder.

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Schaut ihr euch Call Me by Your Name bei Netflix an oder kennt ihr den Film schon?

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