Mortdecai heute bei ProSieben - So unprofitabel war Johnny Depps Mega-Flop

Mortdecai
© Studiocanal
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Johnny Depp war nie ein gewöhnlicher Hollywood-Schauspieler. Doch auch abseits seiner exzentrischen Figuren, die auf Zuschauer mittlerweile eher abschreckend als anziehend wirken, setzt er sich über die Erwartungen hinweg. Denn mit einem Flop nach dem anderen würde einfach niemand erwarten, dass ihn noch viele Studios in teuren Produktionen und großen Rollen besetzen wollen. Mit Fluch der Karibik und Phantastische Tierwesen hat er zwei Profitgaranten, dem Rest seiner Filmographie gegenüber gestellt sind sie aber nur ein bedingter Ausgleich. Mortdecai - Der Teilzeitgauner, der heute Abend um 20:15 Uhr auf ProSieben gezeigt wird, war nur ein Misserfolg aus einer ganzen Reihe und gehört zu Johnny Depps größten Pleiten.

Mortdecai war eine besondere Art von Flop für Johnny Depp

Rein von der Geldmenge konnte Mortdecai gar nicht so viel Geld verlieren wie manch anderer Film aus Johnny Depps jüngerem Werk. Rein prozentual ist Mortdecai aber an einer Hürde gescheitert, an der nicht allzu viele Filme hängen geblieben sind. Denn mit Einnahmen von 47 Millionen Dollar wurde nicht mal das vergleichsweise bescheidene Budget von 60 Millionen eingeholt. Die Kritiken und Publikumsreaktionen fielen ebenso unterdurchschnittlich aus. Bei euch kann der Gaunerfilm immerhin eine 5,4 von 10 ergattern, bei Metacritic lediglich 27 von 100 und bei Rotten Tomatoes nur 12 % bei den Kritikern und 29 beim Publikum. Mit guter Mundpropaganda nach Kinostart konnte also nicht gerechnet werden.

Als Faustregel gilt immer noch, dass ein Film erstmal etwa sein doppeltes Budget einspielen muss, bevor er überhaupt anfängt, schwarze Zahlen zu schreiben. Das resultiert aus der Aufteilung der Profite zwischen Firmen und Kinos sowie zusätzlichen Kosten des Marketings (via Quora). Nach dieser Faustregel spielte Johnny Depp von 2011 bis 2016 jedes Jahr in einem Flop mit, der seine Studios Geld kostete, anstatt es einzuspielen.

Schon der Animationsfilm Rango schlug 2011 keine großen Wellen, auch wenn hier noch der Nachteil galt, dass der Film von einem eher unbekannten Studio stammte. Zudem war Johnny Depp hier nur als Sprecher tätig und der Film konnte zumindest die Kritiker und sein Publikum zufriedenstellen. Mit Dark Shadows (150 Millionen Budget, 250 Millionen eingespielt) zeigte sich das Publikum der Combo aus Tim Burton, Johnny Depp und abgefahrenen Kostümen langsam überdrüssig, und auch The Lone Ranger (215 Millionen Budget, 260 Millionen eingespielt) zog nicht mehr genug Leute an. Transcendence schaffte es nur knapp über sein Budget von 100 Millionen. Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln war sein jüngster Misserfolg und blieb weit hinter dem Erfolg des Vorgängers, der noch die Milliarden-Marke knackte, zurück. Die moviepiloten sind auch hier um einiges gnädiger als die Kritiker und internationalen Kinogänger und belohnen diese vier Filme mit einem Durchschnittswert zwischen 6,0 und 6,3 von 10.

Während Johnny Depp in vergangenen Jahrzehnten mit verblüffender Regelmäßigkeit zumindest Kritiker-Lieblinge drehte, scheint auch das in den letzten Jahren abgenommen zu haben. Mortdecai - Der Teilzeitgauner war leider kein Schritt in die richtige Richtung. Vor wenigen Tagen haben wir dem Weltstar zum 55. Geburtstag gratuliert und auf seine älteren Rollen geblickt. Vielleicht kann er mit seinen kommenden Filmen City of Lies und Richard Says Goodbye ja daran anschließen.

Welchen Johnny Depp-Film würdet ihr weiterempfehlen?

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