Lucifer Staffel 4 beschert uns eine der besten Figuren der gesamten Serie

Inbar Lavi als Eva in Lucifer
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Netflix liefert uns mit der 10-teiligen 4. Staffel von Lucifer nicht nur die bisher beste Staffel, sondern auch eine der besten Figuren überhaupt. Die Rede ist hier von Eva, die wunderbar von Inbar Lavi verkörpert wird. Im Folgenden möchte ich euch vor Augen führen, was an ihr so besonders ist und was sie von den anderen Figuren der Serie abhebt.

Eva in der 4. Staffel von Lucifer sorgte anfangs für Bedenken

Als ich davon erfuhr, dass Eva in der 4. Staffel mit an Bord sein wird, war ich um durchaus skeptisch. Das hatte zwei Gründe: Zum einen habe ich befürchtet, dass "die erste Frau" nichts als Ärger bringen und für eine Menge Drama sorgen wird. Zum anderen habe ich befürchtet, dass sie sich zwischen Chloe Decker (Lauren German) und Lucifer Morningstar (Tom Ellis) stellen würde.

In gewisser Weise sollte ich Recht behalten. Nichtsdestotrotz stellt sie für mich den besten Neuzugang in der 4. Staffel von Lucifer dar und avanciert im Verlauf der 10 Folgen zu einer der wertvollsten Figuren der Serie.

Wie vorher vermutet, wirbelt Eva die Ereignisse der Serie ordentlich auf. Dabei passt sie sich einerseits perfekt den bereits bestehenden Konstellationen an und fügt sich problemlos in diese ein. Zudem sorgt sie für frischen Wind und belebt das wilde Treiben auf ihre ganz eigene Art.

Damit hat sich ein Teil meiner ersten Befürchtung zwar bewahrheiten. Allerdings mischt sich Eva so großartig ins Geschehen der Serie, dass ich sie trotz Bedenken ausschließlich als Bereicherung wahrgenommen haben. Eva bringt eine völlig neue Dynamik in die Serie.

Lucifer und Eva machen Deckerstar Konkurrenz

Meine andere Befürchtung, dass Eva eine Beziehung zwischen Chloe und Lucifer erschweren würde, hat sich (leider) auch als real herausgestellt. Was sagt man so schön? "Die erste Liebe vergisst man nie." Das müssen auch Luci und Eva feststellen, die in diesem Fall das erste Liebespaar darstellen. Sie sind also durch ihre Vergangenheit miteinander verbunden.

Zusätzlich dazu läuft es zwischen Chloe und dem Teufel (mal wieder) alles andere als rosig. Eva strahlt einen unwiderstehlichen Charme aus Liebeswürdigkeit und Lebensfreude aus, dem sich auch unser Protagonist nicht entziehen kann. Das alles zusammengenommen führt dazu, das sich eines in der Serie nur allzu gut bekanntes Dilemma ergibt: Werden sie es tun oder nicht?

Seitdem sich der Teufel und die Detektivin kennengelernt haben, stellt sich immer irgendjemand zwischen die beiden. Während die bisherigen Störfaktoren (Dan, Cain, etc.) wirklich nur als eben solche angesehen werden konnten, bildet Eva eine Ausnahme.

Zum ersten Mal empfinde ich die porträtierte Liebesbeziehung, die sich zwischen das prädestinierte Paar drängt, als harmonisch und uns wird ein authentisches Liebespaar präsentiert.

Eva akzeptiert Luci nicht nur so wie er ist (samt seiner negativen Seiten), sondern liebt ihn von ganzem Herzen. Was zwischen den beiden entsteht, ist etwas wirklich Besonderes. Sie passen sich einander an, sodass ihre Beziehung von einem unerwarteten Gleichgewicht bestimmt wird. Es wirkt, als würde sich das Böse mit dem Guten vereinen.

Lucifers Eva ist erfrischend anders

Inbar Lavis Figur hebt sich stark von den anderen Figuren der Netflix-Serie ab. Sie wirkt unverbraucht, ein lebendiger Charakter, der einen naiven Charme besitzt. Eva ist außerdem eine so unglaublich herzliche Persönlichkeit, dass wir als Zuschauer gar nicht anders können, als sie in unser Herz zu schließen. Doch nicht nur wir Zuschauer sind betroffen - auch die anderen Figuren der Serien verfallen Evas Charme.

Abgesehen davon bildet sie wohl den weiblichsten Charakter der Serie. Sie versinnbildlicht die (erste) Frau - nicht nur durch ihren überaus femininen Körper, sondern auch durch ihre positive Art, ihre erfrischende Lebensfreude und ihre süße Naivität.

Mit diesen Eigenschaften stellt sie das glatte Gegenteil zu der beinahe gefühlskalten und unweiblichen Chloe Decker dar. Diese kehrt ihr Innenleben kaum nach außen und ist auch nicht so lebensfroh, geschweige denn so unternehmungslustig wie Eva. Die "erste Frau" tritt hier als willkommenes Kontrastprogramm zur rationalen Chloe auf.

Zu meiner Überraschung entwickelt sich Eva in der kurzen Zeit der 4. Staffel auch noch weiter. So bleibt sie nicht nur die naive Frau, sondern emanzipiert sich. Beispielsweise lernt sie durch Maze, zu kämpfen und als Kopfgeldjägerin zu arbeiten.

Zudem stellt sich Eva auch als große Hilfe bei den Kriminalfällen heraus, da sie ein außerordentliches Logikverständnis an den Tag legt. Sie ist also nicht nur eine hübsche und liebenswerte Frau, sondern hat auch Muckis und was im Köpfchen.

Lucifers Eva bietet Identifikationspotential

Jüngere Neuzugänge der Serie wie Cain und Charlotte waren überaus unnahbar, mysteriös und kalt, was es für uns als Zuschauer schwer machte, uns für sie zu interessieren und mit ihnen mitzufühlen.

Im Gegensatz dazu ist Eva erfreulich menschlich. Sie handelt manchmal unüberlegt und begeht deshalb auch mal Fehler. Dadurch finden wir einen Zugang zu ihr und können uns mit ihr identifizieren. Durch Eva wird Lucifer deutlich intensiver, weil wir emotional in die Figur und ihren Werdegang involviert sind.

Wie hat euch Eva in der 4. Staffel von Lucifer gefallen?

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