Blutiger Game of Thrones-Kampf: Jason Momoa rettete seine brutalste Szene

Game Of Thrones - S08 Teaser (Deutsch) HD
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Schaut einen Teaser zur 8. Staffel Game of Thrones
19.01.2021 - 08:00 UhrVor 2 Monaten aktualisiert
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Game of Thrones hat Jason Momoa viel zu verdanken. Der Darsteller überzeugte die Showrunner, seine blutigste Szene in die Serie aufzunehmen. Wir erklären, was passierte.

Der Zopf von Khal Drogo wächst, bis er einen Kampf verliert. Er ist das Symbol für die Badassigkeit von Jason Momoas beliebter Game of Thrones-Figur. Aber hätte es gereicht , einfach nur zu behaupten, dass Drogo der mächtigste Kämpfer des dothrakischen Volkes ist? Hätten wir auf die rausgerissene Zunge verzichten sollen?

Wenn es nach den Machern der Serie geht, lautet die Antwort klar: Ja. Das ist eine der vielen spektakulären Hintergrundschichten der Game of Thrones-Produktion.

Eine der blutigsten Szenen der 1. Staffel: So läuft Drogos Kampf in Game of Thrones

In Folge 8 der 1. Staffel plündern die Dothraki ein Dorf. Daenerys wird hier zur Zeugin einer widerlichen Gewohnheit: Die Krieger wollen die Frauen - ihre "Kriegsbeute" - vergewaltigen. Daenerys verhindert das, es kommt vor den Augen Drogos zum Konflikt. Ein Dothraki namens Mago beleidigt den Khal. Das Duell folgt prompt, so diskutiert man bei den Dothraki seine Meinungsverschiedenheiten.

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Mago bedroht Drogo mit einem Langschwert, Drogo lehnt sich provozierend in die Klinge - ein wichtiges Detail. Der folgende Kampf ist extrem einseitig und kurz, was die Überlegenheit Drogos nur noch deutlicher macht.

Jason Momoa weicht in der Choreo spielerisch einigen Hieben aus, zieht zwei Messer, schlitzt Mago die Kehle auf und entreißt ihm durch die blutspritzende Wunde die Zunge. Es ist eine blitzartige Demonstration der Stärke nicht nur für die Umstehenden, sondern auch für das GoT-Publikum. Mehr Geschichten: Jason Momoa musste nach Game of Thrones erstmal hungern.

Das ist die chaotische Geschichte hinter Drogo-Szene

Die eindrucksvolle Kampfsequenz wurde in letzter Sekunde improvisiert, Jason Momoa persönlich setzte sich für sie ein: "Ich kann es schlicht halten. Ein kleiner Tanz, ein bisschen Fuchteln, dann sehen wir seine Schnelligkeit", beteuerte er. Die Showrunner wiegelten erst noch ab, ließen sich aber überzeugen.

Die Szene selbst entstand unter chaotischen Umständen und großem Zeit- und Budget-Druck. Der Darsteller von Mago, Ivailo Dimitrov, war eigentlich Momoas Stunt-Double. Ein anderer Partner stand auf die Schnelle nicht zur Verfügung. Dimitrov sprach aber nur Bulgarisch und sollte für die Szene ein paar Brocken Dothrakisch lernen, die der englischsprachige Momoa übermitteln musste.

Auch die Idee mit der Zunge stammt von Momoa: Er träumte davon und die künstliche Zunge liegt heute als Andenken auf seinem Schreibtisch.

Warum die Drogo-Szene auf keinen Fall fehlen durfte

Da sind zunächst die offensichtlichen Gründe: Khal Drogo hätte womöglich nie diesen bleibenden Eindruck hinterlassen, wenn wir uns seine Power hätten vorstellen müssen. Und der Fight ist nur ein Teaser, ein kurzer Einblick in die Fähigkeiten Drogos. Unserer Fantasie bleibt darüber hinaus genug überlassen, Drogos wahre Fähigkeiten bleiben ein Mythos.

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Zudem ähnelt die ursprüngliche Herleitung seines Todes viel zu sehr dem von Robert Baratheon, der ebenfalls in der ersten Staffel stattfindet. Der König wird bei der Wildschweinjagd tödlich verwundet - die billige Art der Darstellung ärgert George R.R. Martin bis heute.

Khal Drogo sollte bei einem Beutezug abseits der Kameras verletzt werden und an seinen Wunden verenden. In der ausgestrahlten Version sind wir Zeuge, wie ein überheblicher Moment Drogos zu seinem Tod führt: Er stirbt an der Verletzung, die ihm Mago noch vor dem Kampf zufügt.

Der Kampf von Drogo wurde so zum Vorbild für weitere Duelle in der Serie, etwa dem von Oberyn gegen den Berg, der ebenfalls auf einer ultimativ brutalen Note endet.

Drogos Kampf ist ein wichtiger Teil der Game of Thrones-Formel

Die Ausstattung und die Sets waren so teuer, dass die Produzent*innen der Fantasy-Serie kaum noch Budget aufbieten konnten für Kampf- und Schlachtenszenen. Durch den kostspieligen, misslungenen ersten Game of Thrones-Piloten war der Spielraum für David Benioff und D.B. Weiss schmal.

Entsprechend sparte die erste Staffel an aufwändigen Set-Pieces: Viele Schlachten und Kämpfe finden abseits der Kamera statt, selbst abgeschlagene Köpfe für die Hinrichtungsszene von Ned Stark wurden recycelt, sodass der Kopf von Ex-US-Präsident George W. Bush fest in der GoT-Geschichte verankert ist.

Die Zeit, die mit günstigen Szenen verbracht wurde, füllten die Autor*innen mit langen Dialog-Szenen, später eins der wichtigsten Merkmale der Serie. Dennoch wäre Game of Thrones nicht Game of Thrones ohne einen brutalen Kampf hin und wieder.

Diese besondere Mischung ist die DNA der Serie: Auf ein pointiert geschriebenes Gespräch über Politik kann jederzeit ein Duell auf Leben und Tod mit zerquetschtem Kopf folgen.

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In der neuen Folge von Streamgestöber diskutieren Jenny Jecke und ich über die Herausforderungen von House of the Dragon. Dabei finden sie erstaunlich viel Potenzial in der Grundidee der Serie und formulieren einige Wünsche für die Zukunft.

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Hättet ihr auf den Kampf verzichten können?

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