Grey's Anatomy bricht in Staffel 15 schon wieder die Regeln der eigenen Welt

Grey’s Anatomy nimmt es mit den Regeln nicht so genau
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Grey’s Anatomy nimmt es mit den Regeln nicht so genau

Während die Serie Grey's Anatomy in den USA mitten in ihrer 15. Staffel steckt, warten wir in Deutschland immer noch auf die Bekanntgabe eines TV-Starts bei ProSieben. Zuletzt erreichte uns die Meldung, dass Derek Schwester Kate zur Serie stoßen würde - und wir so auch noch die letzte unbekannte vierte Shepherd-Schwester kennenlernen würden. Die Rolle der Psychiaterin Dr. Kathleen Shepherd wurde nun laut TV Line mit Amy Acker besetzt, doch wer sowohl Grey's Anatomy als auch die Spin-off-Serien des Ärzte-Formats kennt, könnte bemerken, dass sich damit eine Ungereimtheit auftut.

So bricht Grey's Anatomy die Regeln der eigenen Serien-Welt

Darstellerin Amy Acker ist derzeit in der X-Men-Serie The Gifted zu sehen und hatte in der Vergangenheit außerdem größere Auftritte in den Serien Angel - Jäger der Finsternis sowie Alias - Die Agentin. Nun soll sie als Kate in einer Grey's Anatomy-Episode eingeführt werden, die sich ganz auf ihre Schwester Amelia Shepherd (Caterina Scorsone) konzentriert.

Das Problem ist nur: Amy Acker hatte bereits einen Auftritt im Grey's Anatomy-Universum - und zwar in der 1. Folge der 2. Staffel der Spin-off-Serie Private Practice. Dort spielte sie allerdings nicht Kate Shepherd, sondern Molly Madison, eine schwangere Patientin, die mit der eingeleiteten Geburt ihres Designer-Babys ihren kranken 7-jährigen Sohn retten will.

Dass Schauspieler in den Serien von Shonda Rhimes, die unter dem Banner "Shondaland" laufen, wiederholt auftauchen, ist nichts Neues: Wie Screen Rant weiß, wurden Darsteller aus Grey's Antomy immer wieder auch in Scandal, How to Get Away with Murder und The Catch neu besetzt.

Da es sich bei Private Practice (genau wie bei Seattle Firefighters - Die jungen Helden) allerdings um eine direkte Auskopplung von Figuren aus Grey's Anatomy mit mehreren Cross-Over-Episoden handelt, ist strenggenommen die Doppelbesetzung hier ein Regelbruch, denn sie teilen sich eindeutig dieselbe Welt, in der Amy Ackers Gesicht nicht zweimal in unterschiedlichen Rollen auftauchen dürfte.

Doppelbesetzungen gab es bei Grey's Anatomy und Private Practice schon früher

Es ist nicht das erste Mal, dass Grey's Anatomy es mit dem Casting eigentlich bereits in der eigenen Serienwelt eingeführter Schauspieler nicht so genau nimmt: Bevor die kürzlich ausgeschiedene April Kepner-Darstellerin Sarah Drew im Grey-Sloan-Krankenhaus über mehrere Staffeln zur festen Größe wurde, hatte nämlich auch sie Auftritte in Private Practice gehabt: und zwar in Staffel 2, Folge 9 und 13 als schwangere Studentin Judy, die über eine Adoption nachdachte.

Gleiches gilt für Owens Mutter Evelyn Hunt, die über die Jahre hinweg mehrfach von Debra Mooney verkörpert wurde, zuvor allerdings in Private Practice (in Staffel 1, Folge 4) eine Frau namens Sylvie spielte, die sich um ihren ständig einschlafenden Verlobten sorgte. Doch vielleicht sollten wir es mit dem Doppel-Casting als Zuschauer ja auch nicht so genau nehmen, solange dadurch gute Schauspieler vor die Kamera treten.

Ist es dir wichtig, dass Grey's Anatomy bei den Darstellern seine Logik bewahrt?

moviepilot Team
StrawStar Esther Stroh
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