Filmmusik-Legende Ennio Morricone ist tot

Ennio Morricone
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Ennio Morricone
06.07.2020 - 09:25 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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Der italienische Komponist Ennio Morricone ist tot. Er definierte den Klang des Italowesterns. Doch auch darüber hinaus haben seine Kompositionen die Filmwelt beflügelt.

Ennio Morricone ist tot. Er starb in einer römischen Klinik an den Folgen eines Sturzes. Das berichtet der Hollywood Reporter  übereinstimmend mit anderen Medien. Der italienische Komponist wurde 91 alt. Bekannt war er vor allem für seine Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sergio Leone. Gemeinsam setzten sie mehrere Filme um, darunter Spiel mir das Lied vom Tod und die Dollar-Trilogie.

Über 500 Filmmusiken schrieb Ennio Morricone im Lauf seiner langen Karriere. Er gehört damit fraglos zu den einflussreichsten und wichtigsten Komponisten der Filmgeschichte. Nicht nur prägte er den Klang des Italowesterns. Auch darüber hinaus hat er viele unverkennbare Melodien geschaffen, die unmittelbar mit der Magie des Kinos verbunden sind, etwa das Main-Theme von Cinema Paradiso.

Ennio Morricone, der Maestro des Italowesterns

Geboren wurde Ennio Morricone am 10. November 1928 in Trastevere, einem Stadtteil von Rom. Am Konservatorium von Santa Cecilia erfolgte sein Studium, ehe er sich als Komponist in Rom etablierte und schließlich seinen Weg in die Filmwelt fand. 1964 komponierte er Für eine Handvoll Dollar, den ersten Teil der Dollar-Trilogie, die später mit Für ein paar Dollar mehr und Zwei glorreiche Halunken fortgesetzt wurde.

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Doch nicht nur für den Italowestern schuf Ennio Morricone sagenhafte Werke. Da wäre etwa das Gangsterepos Es war einmal in Amerika sowie der Historienfilm Mission. Dazu kommen die einnehmenden Klänge in Terrence Malicks In der Glut des Südens und die aufregenden Töne, die The Untouchables - Die Unbestechlichen von Brian De Palma begleiten, von dem mächtigen Mission to Mars-Soundtrack ganz zu schweigen.

Morricone, Tarantino und der Oscar für die Beste Filmmusik

Zuletzt komponierte Ennio Morricone sogar einen kompletten Soundtrack für Quentin Tarantino, der bereits mehrfach diverse Stücke des italienischen Komponisten in seinen vorherigen Filmen integriert hatte. Nach einer vorsichtigen Annäherung im Rahmen von Django Unchained entfesselte Ennio Morricone eine mitreißende wie beängstigende Wucht mit seiner Filmmusik zu dem eisigen The Hateful 8.

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Dieser Soundtrack, der ebenfalls drei nicht verwendete Stücke von John Carpenters Das Ding aus einer anderen Welt (Eternity, Bestiality und Despair) beinhaltet, brachte Ennio Morricone den Oscar für die Beste Filmmusik ein. Zuvor erhielt er den Goldjungen 2007 für sein Lebenswerk. Neben unzähligen anderen Preisen wurde er insgesamt sechs Mal für den Oscars nominiert. Der Filmwelt hinterlässt er ein unvergleichliches Erbe.

Welche Filmmusik von Ennio Morricone werdet ihr niemals vergessen?

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