Paul stellt sich vor

Filme, Musik und das ganze Drumherum

Das Ding aus einer anderen Welt
© Universal Pictures
Das Ding aus einer anderen Welt

Mein Name ist Paul und eigentlich studiere ich Geschichte und Archäologie in Berlin. Ich möchte an dieser Stelle gerne die viel zu früh von uns gegangenen VHS-Kassetten meiner Eltern grüßen. Ihnen ist es wahrscheinlich zu verdanken, dass ich heute in der moviepilot-Redaktion als Praktikant sitze und nicht in einem Museum oder mit einem Pinsel bewaffnet in einem Loch in der Wüste.

Und so beginnt es

Aber mal im Ernst. Mein Vater nahm mich Mitte der 90er mit in die Wiederaufführung von Krieg der Sterne und weckte damit meine Liebe zum Kino. Das gemeinsame Anschauen von Filmen wurde zum Ritual. Als ich älter wurde, arbeiteten wir uns beide durch die VHS-Bestände, sahen die Der Pate-Trilogie, Stirb langsam und die genialen Filme von Monty Python. Wir schauten die Filme nicht nur zusammen, wir diskutierten danach und noch heute müssen wir uns zumindest kurz besprechen, sobald wir beide einen Film gesehen haben. Als meine Eltern schließlich von VHS auf DVD umstiegen, kauften wir über die Jahre hinweg in regelmäßigen Abständen neue Filme. So kam ich den Genuss einiger Filmperlen u.a. von Quentin Tarantino, Stanley Kubrick und auch Charlie Chaplin, welche heute zu meinen Lieblingsregisseuren zählen.

Zwischen Film und Musik

Doch zwischenzeitlich ist noch etwas anderes in mein Leben getreten, die Musik. Die erste eigene Band wurde gegründet. Ich wollte Musik machen und sie sollte möglichst laut und schnell sein. Mit ungefähr 16 Jahren sahen mein bester Freund und ich Fight Club. Der Film traf uns wie eine Bombe und lief über lange Zeit bei uns in der Endlosschleife. Der Sog aus Bildern, Anarchie und dem großartigen Schlussakkord durch die Pixies ließ uns nicht mehr los. Die Musik wurde mit der Zeit immer wichtiger und verdrängte den Film sogar eine ganze Zeit lang von seinem Thron. Vor allem im Alter zwischen 16 und 18 waren Filme zwar da, doch die Musik dominierte alles. Konzerte besuchen, eigene Musik machen und vor allem Musik hören war das Wichtigste. Vor allem Metal, Punk und Rock aus den 60er und 70er hatten es mir angetan. Heute existieren beide Welten, Film und Musik, friedlich nebeneinander. Vor allem weil sich Brücken zwischen ihnen geschlagen haben. Mit der Musik kam die Vorliebe für die Horror- und Slasherfilme. Halloween - Die Nacht des Grauens und American Psycho waren der Startschuss. Später entdeckte ich Rob Zombie. Erst sah ich nur seine Musik, bevor ich ihn schließlich mit The Devil's Rejects auch als Regisseur in mein Herz schloss. Die Endsequenz unterlegt mit Freebird von Lynyrd Skynyrd, was für eine Szene. Womit ich auch schon beim nächsten Punkt wäre. Ich fing an, Musik in Filmen einen hohen Stellenwert einzuräumen. Ein Film kann noch so schlecht in meinen Augen sein, solange er seine Musik gut einsetzt oder auch nur eine Szene mit Musik hat, dich mich abholt. Wenn das der Fall ist, hat der Film schon mal einen dicken Pluspunkt. So etwa Die sieben Schläge des gelben Drachen, der eigentlich nur durchschnittlich ist, aber durch Salisbury von Uriah Heep im Soundtrack erheblich aufgewertet wird.

Puppen, Trash und besondere Filme

Ein weiterer Pluspunkt in Filmen ist für mich der Einsatz von handgemachten Effekten. Ich bin ein großer Fan von Filmen wie Die Fliege und Das Ding aus einer anderen Welt. Ich kann mir nicht helfen, aber das Handwerk hinter den Effekten in diesen Filmen übt eine ungeheure Faszination auf mich aus. Die Effekte wirken liebevoller und plastischer als jedes aufwendige CGI-Gewitter und sie sorgen für eine nette Portion Gänsehaut bei jedem neuen Durchlauf. Mit 18 Jahren streckte ich dann erstmals selbstständig meine Fühler aus. Angeleitet durch Podcasts und das Internet arbeitete ich mich vor. Ich entdeckte Perlen wie Oldboy, Moon, Drive, Lost Highway oder Montana Sacra - Der heilige Berg. Eine zarte Zuneigung für den etwas abgedrehteren (Rubber) und auch gerne trashigen (Troll 2) Film hat sich dabei herauskristallisiert. So richtig thematisch festlegen kann ich mich allerdings bis heute nicht.

Und so sitze ich hier nun in der moviepilot-Redaktion und muss sagen, dass ich mich doch ziemlich wohl fühle. Die nächsten sechs Monate werde ich hier verbringen und in die Tasten hauen. Filme gucken und darüber schreiben, das klingt nach einem guten Plan.

Auf das nächste halbe Jahr. Cheers!

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Ab 22. August im Kino!Good Boys
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