Drive-Regisseur verteidigt Ryan Goslings Lost River

28.05.2014 - 10:46 UhrVor 9 Jahren aktualisiert
Lost River
Warner Bros.
Lost River
Nicht jeder in Cannes war von Ryan Goslings Regiedebüt Lost River begeistert, doch Cannes-Jurymitglied Nicolas Winding Refn verlor sein Herz an den surrealen Streifen.

Einmal Freunde, immer Freunde , dachte sich wohl Regisseur Nicolas Winding Refn, als er zum schrägen und polarisierenden Regiedebüt Lost River von seinem Kumpel Ryan Gosling befragt wurde, das beim Filmfestival in Cannes lief und die Kritiker spaltete. Nicht nur Gosling war in Cannes vertreten, sondern auch Refn reiste an den Boulevard de la Croisette als Teil der Jury des Festivals. Lost River konnte bei der Verleihung der Goldenen Palme zwar keine Preise abstauben, aber dafür das Herz von Refn erobern.

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In einem Interview mit Vulture über Ryan Goslings Lost River, der womöglich von Warner Bros. auf den Markt gebracht wird, sagte der Regisseur euphorisch: „Ah mein Zwilling! Ich denke es ist ein wunderschöner, wunderschöner und toller Film, der den Leuten ans Herz wachsen wird. Er enthält Bilder, die mich noch lange begleiten werden. Grade weil wir Zwillinge sind, machen wir den gleichen Film. Bei der Geburt getrennt, haben wir uns dennoch wieder gefunden. Das ist das Ding bei Zwillingen, wir halten zusammen.“

Lost River basiert auf einem von Ryan Gosling selbst verfassten Skript. Darin hat die Wirtschaftskrise Lost River arg gebeutelt und immer mehr Menschen verlassen die Kleinstadt, die dem Untergang geweiht scheint. Billy und ihre Söhne sind einige der wenigen, die noch durchhalten. Als das Geld immer knapper wird, bekommt die als Striptease-Tänzerin arbeitende Billy vom Bankmanager Dave ein ganz besonderes Jobangebot. Währenddessen entdeckt ihr Sohn Bones nicht nur die Liebe zu einem Mädchen namens Rat, sondern auch einen geheimen Weg, der mitten in den Fluss führt. Dort, so heißt es, sollen Monster hausen.

Lost River kommt dabei sehr surreal und keineswegs mainstreamtauglich daher. Warner Bros. hat zwar die 3 Millionen US-Dollar Budget zur Verfügung gestellt, doch könnte das Studio jetzt versuchen, die Kosten so gering wie möglich zu halten. Mit einem nicht gerade massentauglichen Film wird wohl kaum Geld zu verdienen sein, geschweige denn lohnt es sich noch mehr Geld hineinzupumpen. Auch wenn Refns Aussage ein bisschen nach Freundschaftsdienst klingt, können die Worte des Regisseurs dennoch Einfluss darauf haben, ob wir Lost River irgendwann einmal zu Gesicht bekommen. Wir sind gespannt, ob das Erstlingswerk doch noch den Weg in die breite Öffentlichkeit findet.

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