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Die weiße Bestie - Samuel Fullers Rassismus-Parabel heute im TV

10.11.2016 - 08:50 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Die weiße Bestie - Trailer (English)
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Die weiße BestieAbspielen
© WME Home Entertainment
Die weiße Bestie
In Die weiße Bestie wirft Regisseur Samuel Fuller die Frage auf, ob ein Hund, der darauf trainiert wurde, nur schwarze Menschen anzugreifen, "geheilt" werden kann.

In Die weiße Bestie liest die arbeitslose Schauspielerin Julie Sawyer (Kristy McNichol) eines Tages in Los Angeles einen weißen Schäferhund auf, den sie angefahren hat und bei sich zu Hause wieder gesund pflegt. Während der Hund ihr schon bald ans Herz wächst, entdeckt Julie allmählich eine andere Seite an ihrem neuen Gefährten. Denn nachdem er gleich mehrfach dunkelhäutige Menschen ohne ersichtlichen Grund angefallen hat, dämmert ihr, dass er von seinem Vorbesitzer darauf abgerichtet wurde, Afroamerikaner zu töten. Ihre letzte Hoffnung, dem weißen Hund seinen antrainierten Rassismus wieder auszutreiben, ist der Tiertrainer Keys (Paul Winfield), der ihn umerziehen soll.

Autor Romain Gary soll zusammen mit seiner Frau einen ähnlichen Vorfall erlebt haben, ehe er das Erlebte in Romanform packte und daraus eine Parabel über Rassismus wurde. Aus seiner literarischen Vorlage machte der Regisseur Samuel Fuller dann einen packenden Thriller und eine bittere Anklage, die es allerdings nie in die amerikanischen Kinos schaffte.

In Deutschland war der Film über viele Jahre als Der weiße Hund von Beverly Hills in einer stark geschnittenen Fassung und mit sinnentstellender Synchro im Umlauf, ehe 2012 dann die ursprüngliche Version in ihrer authentischen und ungekürzten Fassung auf DVD erschien. Diese Version strahlt auch Arte heute Abend aus.

Heute im TV: Die weiße Bestie (1982)
Sender: Arte
Zeit: 00:20 Uhr

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