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Nanu?!

Die seltsamsten Oscar-Momente aller Zeiten

21.02.2015 - 08:50 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Rob Lowe und Schneewittchen
© Paramount/Disney
Rob Lowe und Schneewittchen
Die Oscar-Verleihung wird ja trotz aller Scherze mit sehr viel Ernst zelebriert, "wichtige" Filme werden ausgezeichnet und bedeutungsschwere Dankesreden gehalten. Nicht immer läuft aber alles so glatt wie geplant, wie unsere seltsamsten Oscar-Momente zeigen.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences sieht sich ja gerne als Wahrerin des reinen Guten, die dem Publikum bei der Oscarverleihung die Filme nahe bringt, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen können. Die ausgezeichneten Filmschaffenden sind bei ihren Dankesreden oft dermaßen von Rührung und Pathos übermannt, als hätten sie gerade ein Mittel gegen Krebs gefunden, den Hunger besiegt und für ewigen Frieden gesorgt, anstatt einfach nur einen Preis einer Multimilliarden-Dollar-Industrie gewonnen. Hin und wieder lief die Zeremonie aber nicht ganz so perfekt wie geplant ab, und es entstanden einiger der seltsamsten Oscar-Momente aller Zeiten. Für unseren Artikel haben wir tief in der Historie gewühlt, um nicht immer nur Sacheen Littlefeathers Rede , Roberto Benignis Akrobatik  und den Flitzer  hinter David Niven hervorkramen zu müssen. Vorhang auf!

Schwupps, weg war er
Im Jahre 1938 gewann Alice Brady den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in dem Drama Chicago. Leider hatte sie sich den Knöchel gebrochen und musste der Verleihung deswegen fernbleiben. Wie gut, dass sie einen Herrn vorbei geschickt hatte, der den Oscar für sie entgegennahm. Wie schlecht, dass es sich bei dem hilfsbereiten Mann um einen Betrüger handelte, der gar nicht von Brady entsandt worden war und sich mit dem Oscar aus dem Staub machte. Glücklicherweise erhielt Alice Brady schließlich noch einen Ersatz-Oscar.
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Die Wunderheilung
1978 erklomm das One-Hit-Wonder Debbie Boone die Oscar-Bühne, um das spätere Gewinner-Lied You Light Up My Life aus der romantischen Dramödie Stern meines Lebens darzubieten. Als Hintergrundbegleitung trat ein Chor gehörloser Mädchen auf, die den Text in Zeichensprache übersetzen sollten. Doch wie sich bald herausstellte, gebärdete jedes der Mädchen etwas Anderes: In letzte Sekunde waren die Kinder gegen nicht gehörlose ausgetauscht worden, die gar keine Zeichensprache beherrschten.
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Kurzgefasst und ohne Worte
1957 ging der Oscar für das Beste Original-Drehbuch an den poetisch-fantastischen Film Der rote Ballon, der aber nur gut eine halbe Stunde lang war. Damit nicht genug, kommt die Geschichte eines kleinen Jungen, der in Paris eines Tages einen empfindungsfähigen roten Ballon findet, so gut wie komplett ohne Dialoge aus! Zudem war der rote Ballon zwar für das Beste Original-Drehbuch nominiert, nicht aber als Kurzfilm.
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Goldene Kehlen
1987 sollten die Oscars mit einer Gesangsnummer von Frank Sinatra und Dean Martin eröffnet werden, die beiden wollten aber nicht. So wandten sich die Verantwortlichen an drei Herren, deren Darbeitung nicht unbedingt vor Glanz und Glamour strotzte, und deren Lied wohl besser in eine Comedy-Show gepasst hätte: Kojak Telly Savalas, Karate Kids Pat Morita und Mel Brooks' Stammschauspieler Dom DeLuise. Ihre Version von Fugue for Tinhorns aus dem Musical Schwere Jungs - leichte Mädchen könnt ihr euch im Folgenden anhören, aber seid gewarnt!

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Schneewittchen und der eine Rob
Als schlechteste Oscar-Eröffnungsnummer aller Zeiten gilt aber eine andere musikalische Vorstellung. Dabei hatte sich Grease-Produzent Allan Carr 1989 eine wahrhaft außergewöhnliche Nummer ausgedacht: Fast eine Viertelstunde lang wurde gesungen und getanzt, im Mittelpunkt des Ganzen stand eine junge Dame namens Eileen Bowman im Schneewittchen-Kostüm. Schon nach wenigen Takten war jedoch klar, dass ihre Piepsstimme nicht fürs Singen gemacht war, und auch der später dazustoßende Rob Lowe konnte als Prince Charming keinen Ton halten. Disney reichte wegen der nicht genehmigten Verwendung von Schneewittchen Klage ein, zahlreiche Hollywood-Größen wie Paul Newman und Julie Andrews schrieben einen erbosten offenen Brief. Allan Carr, der schon zuvor einige Flops verzeichnete, sollte niemals wieder in Hollywood arbeiten.

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Der doppelte Frank
1934 sollte der Schauspieler Will Rogers den Gewinner des Oscars für die Beste Regie verkünden, doch anstatt den vollen Namen des Siegers zu nennen, kam nur ein enthusiastisches "Komm und hol ihn dir, Frank" aus seinem Munde. Dumm nur, dass gleich zwei Herren mit dem Vornamen Frank nominiert waren, und der zuerst begeistert auf die Bühne stürmende Frank Capra gar nicht gemeint war, sondern Frank Lloyd.
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Für mich?! Das kann ich nicht annehmen!
Niemand moderierte die Oscar-Verleihung so oft wie Bob Hope, insgesamt 19 Mal ab 1940. 1962 wusste er aber gar nicht, wie ihm geschah, als er plötzlich selbst einen Oscar entgegen nehmen sollte, war er doch gar nicht nominiert. Die spontane Preisverleihung war auch mehr eine Ein-Mann-Aktion, stürmte doch der Taxifahrer Stan Berman einfach an den Sicherheitsleuten vorbei auf die Bühne und verkündete: "Ladies and Gentlemen, ich bin der weltgrößte ungebetene Gast und bin nur hierhergekommen, um Bob Hope seine 1938er Trophäe zu überreichen":

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Aus eins mach zwei
1977 schmiss Marty Feldman den Oscar, den er für den Besten Kurzfilm übergeben sollte, vorher kurzentschlossen auf den Boden, wo er in zwei Teile zerbrach. Anschließend erklärte er den verdutzten Gewinnern: "Da stand 'Made in Hong Kong' drunter".
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Nur dabei statt mittendrin
Zum Abschluss noch ein Oscar-Moment, der ebenso seltsam wie betrüblich war: Hattie McDaniel gewann zwar 1940 als erste schwarze Schauspielerin einen Oscar, war aber trotzdem nicht so recht Teil der Zeremonie, denn sie musste während der Preisverleihung zur Zeit der Rassentrennung ganz hinten an ihrem eigenen, segregierten Tisch sitzen. Da die Zeremonie in einem Hotel abgehalten wurde, das eigentlich keine Schwarzen zuließ, musste Produzent David O. Selznick schon darum kämpfen, dass Hattie McDaniel überhaupt dabei sein durfte.
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