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Oscars 2016

Die Königsdisziplin: Beste Regie - Chancen & Voting

Die Kandidaten für die Beste Regie
© Paramount/Warner/20th Century Fox/Universal
Die Kandidaten für die Beste Regie
27.02.2016 - 09:00 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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Das sind die fünf Regisseure, die in diesem Jahr auf einen Oscar in der Kategorie Beste Regie hoffen können - die höchste Adelung in ihrem Fach. Aber wie sehen die Chancen aus und wen seht ihr vorn?

In den letzten paar Jahren konnten die Regisseure die Academy vor allem durch technische Kniffe und Formspiele in ihren Bann ziehen (siehe Life of Pi oder Birdman). Auch in diesem Jahr sind wieder Regisseure unter den Nominierten, die in diesen Disziplinen punkten können. Aber standesgemäß sind auch wieder große Geschichtenerzähler unter den Kandidaten. Allerdings hält die diesjährige Auswahl an Preisanwärtern auch einige Überraschungen und das Potential bereit, eine neue historische Marke zu setzen. George Miller konnte seine erste Oscarnominierung für die Beste Regie einfahren, wohingegen ein anderer Veteran diesmal außen vor blieb: Ridley Scott. Alejandro González Iñárritu bekommt dir Gelegenheit, sich in die exklusive Liste der Regisseure einzureihen, die zwei mal in Folge einen Oscar in dieser Kategorie gewinnen konnten. Aber wie sehen die Chancen der Kandidaten beim Oscar 2016 aus?

Adam McKay für The Big Short

Adam McKay nutzte seine Erfahrung im Komödienfach, um der Wall Street mit einer scharfzüngigen Satire zu begegnen. Die basiert auf dem Sachbuch des renommierten Wirtschaftsjournalisten Michael Lewis. Daraus strickte McKay eine von flinken Wortgefechten getragene bitterböse Analyse des Neoliberalismus'. Dafür wurde er mit Nominierungen bei den BAFTA Awards, Golden Globes und den DGA Awards belohnt. Bei den PGA Awards reichte es auch für eine Trophäe für den Besten Film. Bei den Oscars ist The Big Short aber nicht der Favorit unter den Kandidaten für die Beste Regie. Allerdings ist McKay auch nicht völlig abgeschlagen.

The Big Short - Trailer (Deutsch) HD
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Lenny Abrahamson für Raum

Der irische Regisseur griff mit Raum eine heikle Thematik auf. Die Geschichte einer Mutter und ihres Kindes, die nach langen Jahren der Gefangenschaft wieder ihren Weg in die Gesellschaft finden müssen, wurde von Lenny Abrahamson intensiv inszeniert und brachte nicht nur ihm als Regisseur, sondern beispielsweise auch Brie Larson eine Nominierung als Beste Schauspielerin ein. Bei den großen Awards blieb Abrahamson als Regisseur aber unberücksichtigt. Die Fachkundigen sind einstimmig der Meinung, dass der Regisseur auch bei der Verleihung der Oscars außen vor bleibt.

Raum - Trailer (Deutsch) HD
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Tom McCarthy für Spotlight

Tom McCarthy setzt mit seinem Film dem jüngeren investigativen Journalismus der Mitarbeiter des Boston Globes ein Denkmal. In einer aufreibenden Recherche deckte ein Team aus Redakteuren eine großangelegte Vertuschung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in und um Boston auf. McCarthys unaufgeregter Stil brachte ihm zahlreiche Nominierungen unter anderem bei den Golden Globes, den Critics' Choice Awards und den DGA Awards ein. Einen Satellite Award für die Regie konnte McCarthy mit nach Hause nehmen. Bei den Oscars ist er auch nicht chancenlos. Allerdings hat er nach Meinung der Experten beim Rennen um die Trophäe an Schwung verloren und es ist gut möglich, dass er sich mit der Nominierung begnügen muss.

Spotlight - Trailer (Deutsch) HD
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George Miller für Mad Max: Fury Road

Obwohl der australische Regisseur bereits vor einigen Jahren einen Oscar für Happy Feet als Besten Animationsfilm mit nach Hause nehmen durfte, folgte erst in seinem 71. Lebensjahr eine Nominierung als Bester Regisseur. Fulminant feierte George Miller im vergangenen Jahr seine Rückkehr zu Mad Max und versetzte Kritiker wie Publikum in Begeisterung. Das brachte dem Film zehn Oscarnominierungen ein. Für seine Regiearbeit konnte Miller Nominierungen bei den Golden Globes und den DGA Awards verzeichnen. Bei den Oscars steht der Regisseur auch recht hoch im Kurs. Bei Indiewire gilt Miller als Favorit. Allerdings werden seine Chancen noch von einem anderen Regisseur in den Schatten gestellt.

Mad Max Fury Road - Trailer (Deutsch) HD
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Alejandro González Iñárritu für The Revenant - Der Rückkehrer

Mit The Revenant bekommt Alejandro González Iñárritu die Chance, zu erreichen, was bisher nur John Ford und Joseph L. Mankiewicz gelang - den Oscar für die Beste Regie zwei Mal in Folge zu gewinnen. Mit seinem zwölffach nominierten jüngsten Film könnte ihm das gelingen. In allen wichtigen Kategorien, bis auf das Beste Drehbuch, ist The Revenant nominiert. Eine historische Hürde hat Iñárritu schon genommen. Bei den DGA Awards war er der erste Regisseur, der die Trophäe für die Beste Regie zwei Mal hintereinander gewann. Auch bei den Golden Globes und den BAFTA Awards wurde Iñárritu ausgezeichnet. Auch die Mehrheit der Fachkundigen traut ihm den zu, sich bei den Oscars durchzusetzen.

The Revenant - Trailer (Deutsch) HD
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Quellen: Indie Wire /Variety /Hollywood Reporter /Awards Circuit /Awards Daily /Gold Derby 

Jetzt seid ihr gefragt! Welcher Regisseur gewinnt eurer Meinung nach in diesem Jahr den Oscar?

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