Daniel Radcliffe hatte beim Harry-Potter-Casting einen unfairen Vorteil - die Alternative war richtig stark

Harry Potter und der Stein der Weisen - Trailer (Deutsch)
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© Warner Bros.
Harry Potter: Es gab eine Alternative neben Daniel Radcliffe
22.03.2021 - 09:45 UhrVor 7 Monaten aktualisiert
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Harry Potter und der Stein der Weisen machte Daniel Radcliffe zur Hauptfigur eines Phänomens. Doch seine Mitbewerber hatten beim Casting trotz eines anderen vielversprechenden Kandidaten kaum eine Chance.

Daniel Radcliffes Gesicht von dem von Harry Potter zu lösen wird wahrscheinlich auch in 20 Jahren noch so unmöglich sein, wie einen Dauerklebefluch zu brechen. Doch wenn wir 20 Jahre in die Vergangenheit reisen, als mit Harry Potter und der Stein der Weisen die Weichen für eine zauberhafte Zukunft gestellt wurden, sah das noch ganz anders aus.

Der Casting-Prozess für den richtigen Harry Potter war langwierig. Dass es am Ende Daniel Radcliffe wurde, ist nicht zuletzt einem etwas unfairen Vorteil geschuldet - und das, nachdem eigentlich für einen Tag schon ein anderer spannender Schauspieler besetzt worden war, auf den wir später noch eingehen werden.

Harry Potter und der Stein der Weisen: So wurde Daniel Radcliffe besetzt

5000 junge hoffnungsvolle Darsteller sprachen in einem offenen Casting für den Part von Harry Potter vor. Keiner von ihnen fühlte sich für Regisseur Chris Columbus richtig an. Doch der Filmemacher hatte Daniel Radcliffe in der BBC-Verfilmung David Copperfield gesehen, war begeistert und zeigte ihn seiner Casting-Direktorin Susie Figgis.

Harry Potter und der Stein der Weisen: Daniel Radcliffe

Die Casterin wusste allerdings, dass Daniel Radcliffes Eltern ihren Sohn nicht längerfristig für ein derart großes Projekt wie Harry Potter verpflichten wollten, zumal (damals noch) in Los Angeles gedreht werden sollte. Also wurde weitergesucht. Doch Columbus hatte sein Herz an den Jungdarsteller gehängt. Das machte die Berücksichtigung anderer Kandidaten schwer, die sich an Radcliffe als Ideal-Beispiel messen mussten.

Wie IGN  berichtete, kam es im Juli 2000 zur Entzweiung zwischen Chris Columbus und seiner Casterin Susie Figgis. "Ich habe während unserer Kinderdarsteller-Suche mein Bestes gegeben und wir haben einige großartige Kinder gesehen. Aber am Ende zählt die Sicht und Vision des Regisseurs", sagte sie, nachdem sie den Harry Potter-Film verließ. Der Regisseur gestand später, dass sein hartnäckiges Festhalten an Radcliffe für ihre Kündigung verantwortlich war.

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Am Ende wurde Daniel Radcliffe laut Screenrant  durch Überzeugungsarbeit zu Harry Potter. Der Dreh konnte nach London verlegt werden. Eine Abschirmung des Kinderstars für mehr Privatsphäre wurde zugesichert. So ließen seine Eltern sich umstimmen und ihren Sohn für zunächst zwei Filme verpflichten.

Auch J.K. Rowling gab begeistert ihren Segen und der Rest ist Geschichte. Die weniger bekannte Geschichte ist allerdings, dass ein anderer spannender Jungdarsteller zwischenzeitlich als Harry Potter besetzt wurde - wenn auch nur für einen Tag.

Harry Potter for a Day: Der Junge der 1 Tag überlebte

Bevor die Steine aus dem Weg geräumt werden konnten, die Daniel Radcliffes Beteiligung an Harry Potter und der Stein der Weisen verhinderten, fand Chris Columbus doch noch einen alternativen Jungen, den er in der Rolle sah.

Harry Potter-Casting-Alternativen: Daniel Radcliffe & Liam Aiken

Die Rede ist hier nicht von Tom Felton, der ebenfalls für Harry Potter vorsprach (und für Ron Weasley), bevor er den Part von Draco Malfoy angeboten bekam. Die Rede ist von Liam Aiken als Harry Potter.

Der hatte mit Columbus 1998 Seite an Seite gedreht und bekam Harrys Rolle schließlich angeboten. Doch das Angebot wurde einen Tag später zurückgenommen. Der Grund: Liam Aiken war kein Brite. J.K. Rowling hatte aber zur Voraussetzung gemacht, dass alle Darsteller aus Großbritannien stammen mussten. Ob Aikens Nationalität tatsächlich erst verspätet "entdeckt" wurde, darüber gehen die Meldungen auseinander.

Warum Liam Aiken eine aufregende alternative Harry Potter-Besetzung gewesen wäre

Als darstellerisches Konzept ging der rein-englische Fokus von Harry Potter in überzeugender Weise auf. Trotzdem wäre Liam Aiken als Alternative mehr als spannend ausgefallen.

Liam Aiken in Good Boy!, Rätselhafte Ereignisse, Fay Grim und Ned Rifle

Um das zu verstehen, lohnt ein Blick in die Filme, die Aiken zirka zur Harry Potter-Zeit drehte (Seite an Seite (1998) und Road to Perdition (2002) gibt es zum Beispiel gerade bei Netflix). Sie zeigen die unschuldige Strahlkraft eines Jungdarstellers, der den Herausforderungen der Zaubererwelt durchaus gewachsen schien.

Tatsächlich ist es auch optisch unerwartet einfach, sich Liam Aiken in die Rolle des Harry Potter in all seinen Schuljahren hineinzudenken, obwohl Daniel Radcliffe die Rolle mittlerweile so sehr geprägt hat.

Aiken ist ein Darsteller, der sich (genau wie Daniel Radcliffe) über die Jahre noch schauspielerisch weiterentwickelte. Obwohl nach der Harry Potter-Absage der große Durchbruch ausblieb, war er weiter als Schauspieler aktiv und zeigte mit Filmen wie Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse (2004) und Ned Rifle (2014) sein Wachsen als ernstzunehmender Darsteller.

Werft im Rätselhafte Ereignisse-Trailer einen Blick auf Liam Aiken als Klaus

Lemony Snicket - Trailer (Deutsch)
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Am Spannendsten ist jedoch, dass Liam Aikens Schauspiel eine etwas verträumtere und zugleich verschmitztere Note besitzt als das von Daniel Radcliffe. Damit wäre Harry Potter in eine faszinierend andere Richtung gegangen, die dennoch zum Charakter gepasst hätte.

Wir wollen Daniel Radcliffes keinesfalls absprechen, dass er die Harry Potter-Verkörperung in acht Filmen gemeistert hat. In einer zauberhaften Parallelwelt wäre Liam Aiken aber eine verblüffend gute Wahl.

Der Podcast zu den Serien-Plänen von Harry Potter

Im Moviepilot-Podcast Streamgestöber ordnen wir die Gerüchte zu einer geplanten Harry Potter-Serie ein:

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Wir diskutieren, warum eine Harry Potter-Serie gerade jetzt Sinn macht, welche Hoffnungen und Erwartungen daran geknüpft werden und warum J.K. Rowling ein Problem ist.

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