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Was sagen die Kritiker zu ... 96 Hours – Taken 3?

08.01.2015 - 10:00 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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© Universum Film
96 Hours – Taken 3
Liam Neeson gegen den Rest der Welt - gespannt warten Fans der Reihe auf den dritten und vermutlich letzten Teil von 96 Hours - Taken 3. Ob der Actionthriller die Kritiker überzeugen konnte, erfahrt ihr hier.

Ein letztes Mal darf sich der immerhin schon 62-jährige Liam Neeson als ruppiger Ex-Agent Bryan Mills in 96 Hours - Taken 3 aufmachen, um in Los Angeles einer Verschwörung um seine Familie auf die Spur zu kommen. Ob der erneut von Luc Besson produzierte und von Olivier Megaton inszenierte Actionkracher wieder auf den Spuren des eher enttäuschenden zweiten Teils 96 Hours - Taken 2 wandelt oder sich womöglich sogar noch einmal zu den alten Stärken von 96 Hours aufschwingen kann, erfahrt ihr von den Kritikern.

Die Handlung:
Der Ex-CIA-Agent Bryan Mills (Liam Neeson) hat eine Tortur hinter sich: Nachdem seine Tochter von Menschenhändlern entführt wurde (96 Hours) und er seine Familie aus den Fängen von rachsüchtigen Albanern befreien musste (96 Hours – Taken 2), wird er diesmal selbst verfolgt. Seine Frau wird von Unbekannten ermordet, denen es gelingt, ihn als den Hauptverdächtigen erscheinen zu lassen. Er schafft es, seiner Verhaftung zuvor zu kommen, doch der gerissene Inspector Franck Dotzler (Forest Whitaker) heftet sich an seine Fersen. Mills muss es gelingen, die Drahtzieher des Mordes zu finden, bevor Dotzler die Schlinge um ihn zuzieht und bevor die Mörder seiner Frau auch seine Tochter gefährden können. So wird er zum Jäger und Gejagten zugleich und alles, was er vorweisen kann, sind seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und Talente.

Hier die harten Fakten zu 96 Hours - Taken 3:
24 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6.1
3 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 4.3
17 Kommentare und 2 Kritiken
374 haben den Film vorgemerkt und 9 sind uninteressiert

Was sagen die englischsprachigen Kritiker zu 96 Hours - Taken 3 ?
James Mottram von The List  findet lobende Worte für die Action des Filmes, kritisiert aber ausdrücklich die Charakterisierung der Figuren:

[...] Die Kampfszenen sind effizient und die Autobahn-Crashs eindrucksvoll. Aber die Charaktere, insbesondere Mills Tochter Kim und ihr Stiefvater, muten fast wie Anhängsel an. Einige Szenen sind besonders lächerlich - im Grunde alles mit den russischen Gangstern angeführt von Sam Spruell [...]. Während das Budget eindeutig für Stunts und Neesons Gehalt drauf ging, scheint der Rest des Filmes direkt aus der Schnäppchen-Abteilung zu kommen.


Tom Huddleston von Time Out  sieht das ganz gegenteilig und kritisiert eher die Inszenierung der Action während er in Handlung und Figuren im Vergleich zum Vorgänger Taken 2 eine Steigerung sieht:

[...] Die LA-Standorte sind schön fotografiert und es gibt eine richtige Handlung mit Wendungen. Auch die Figuren fühlen sich runder an. Es ist immer noch frustrierend, Megatons epileptischen Actionsequenzen zu folgen, doch es wird nie vorgegaukelt, dass es sich bei dem Film um mehr handelt, als ein simples Produkt für ein anspruchsloses Publikum.


Clarence Tsui vom Hollywood Reporter  kritisiert zum einen die Handlung an sich, insbesondere aber die unzureichende Kaschierung dieser durch einen steten Action-Fluss:

Der Fluss der Action wird konstant durch Mills geheime Treffen mit Kim und Szenen mit Detective Franck Dotzler [...] unterbrochen. Diese Abschweifungen dämpfen die Spannung, die noch die ersten beiden Teile als kraftvolle Spektakel über Wasser hielt; Da sich Mills weniger in Aktion befindet, bekommt der Zuschauer mehr Zeit, sich mit der wenig plausiblen und teilweise unlogischen Handlung auseinanderzusetzen.


Was sagen die deutschsprachigen Kritiker zu 96 Hours - Taken 3 ?

Rajko Burchardt bei gamona  kritisiert ebenfalls die Inszenierung der Action und stuft den Film über dem zweiten aber auch weit unter dem ersten Teil der Reihe ein:

Leider hat Megaton die Actionszenen jedoch erneut weitaus weniger im Griff als Pierre Morel, der 2008 den ersten Taken so überraschend souverän wie druckvoll in Szene setzte. [...] Besser als der lauwarme Vorgänger, aber vom Niveau des damals so unbarmherzigen ersten Films ist auch der Trilogieabschluss ein ganzes Stück entfernt.


Christian Witte von Cereality  ist höchst unzufrieden mit dem Film:

Altbekanntes wird bloß um einige Winkel herum neu gedreht, weder der angepeilte Charakteraufbau noch die reißerische Action finden eine wirklich stimmige Resonanz und zusätzlich fühlt man sich als Zuschauer nicht ernst genommen.


Daniel Ronel vom Bayerischen Rundfunk  stuft den Film als solide Kost für Freunde des Actiongenres ein:

Eine Geschichte, die man sofort wieder vergessen kann, ein Held, der gefühlt nicht mehr als 20 Zeilen Text hat, und eine Kamera, die lächerlich viel wackelt. Trotzdem bietet die Abschlussfolge von 96 Hours fast alles, was das Action- und Krimiherz begehrt – wenn es auf gradlinige und harte Unterhaltung steht.


Fazit über die Kritiken zu 96 Hours - Taken 3:
Der Tenor der Kritiker ist größenteils ziemlich eindeutig: Auch 96 Hours - Taken 3 schafft es nicht, zur Stärke von 96 Hours zurückzufinden und liefert mit flachen Charakteren, hektisch inszenierter Action und einer belanglosen sowie teils wenig plausiblen Handlung ein lediglich solides Action-Abenteuer, das vermutlich eine gewisse Fanbase zufriedenstellen, der Filmwelt aber nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird.

Was haltet ihr von den Kritiken? Werdet ihr Taken 3 im Kino anschauen?

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