Warum Arlo & Spot der am meisten unterschätzte Disney Pixar-Film ist

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Arlo & Spot oder wie er im Englischen heißt, The Good Dinosaur, ist leider der am wenigsten erfolgreiche Film der Pixar-Studios. Er nahm weltweit an den Kinokassen nur ca. 334 Millionen US-Dollar ein. Zum Vergleich: Die Unglaublichen 2 erzielte zuletzt 1,2 Milliarden, davor Coco beinahe 800 Mio und Findet Dorie rund 1 Milliarde Dollar. Selbst die ersten beiden Pixarfilme, Toy Story und Das große Krabbeln, schafften an den Kinokassen jeweils ca. 360 Millionen Dollar und da war die Marke Pixar noch lange nicht so bekannt wie heute.

Ich bedaure das schlechte Einspielergebnis von Arlo & Spot, weil der Film bei weitem nicht der schlechteste Pixar-Film ist und im Œuvre des Animationsstudios besonders durch seine einzigartige Machart und originelle Grundidee heraussticht.

Worum geht es in Arlo & Spot?

Der Film spielt mit dem Gedanken, wie sich die Geschichte der Erde weiterentwickelt hätte, wenn der Meteorit, der vor ca. 65,5 Mio. Jahren vermutlich die Dinosaurier auslöschte, die Erde verfehlt hätte. In Arlo & Spot passiert genau das, und so haben sich die Dinos über Generationen weiterentwickelt und betreiben beispielsweise Landwirtschaft. Zudem bevölkern sie unseren Planeten zusammen mit den Urmenschen. Fortan wird die Geschichte des Dinosaurier-Jungen Arlo erzählt, der mit den typischen Problemen eines Teenagers zu kämpfen hat. Als er aufgrund dramatischer Ereignisse von seiner Familie getrennt wird, muss er sich mit dem kleinen Menschenjungen Spot zusammentun, um sicher nach Hause zu kommen.

Was macht Arlo & Spot so besonders

Arlo & Spot von Regisseur Peter Sohn, der schon für den herausragenden Kurzfilm Teilweise wolkig verantwortlich zeichnete, ist der erste Pixar-Film, der versucht die Umgebung der Figuren möglichst realistisch darzustellen. Das Ergebnis ist ein Film, der die Natur und deren Urgewalt unglaublich beeindruckend und teilweise beängstigend darstellt. Wenn der Regen und der Wind den sympathischen Figuren ins Gesicht peitscht, sie im reißenden Strom eines Flusses mitgerissen werden, Blitze Bäume umstürzen lassen oder Schlammlawinen sich ihren Weg bahnen, wird einem schlagartig bewusst, wie hilflos auch wir heute noch in der Wildnis ohne ein Dach über dem Kopf wären.

Auch die feindliche Tierwelt und die Beschaffung von Nahrung fordert die beiden Hauptfiguren heraus, beide sind stets plausiblen Gefahren ausgesetzt. Dabei hat die Freundschaft zwischen Arlo und Spot eine ganz andere Relevanz als in anderen Kinderfilmen, da es in der Geschichte tatsächlich um ihr Überleben in einer gefährlichen Umwelt geht.

Über weite Strecken des Film wären die Figuren ohneeinander völlig einsam. Bei all den Mühen kommt natürlich der für Pixar-Filme typische Humor nie zu kurz. Letztlich ist Arlo & Spot sicher ein Film, der eher an die jüngeren Zuschauer gerichtet ist, aber wenn ihr euch auf die existenzielle Geschichte einlasst, bekommt ihr einen Animationsfilm zu sehen, der sich angenehm von seinen anderen Vertretern absetzt und viel besser ist als sein Ruf.

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