"Traumatisch": Game of Thrones-Schöpfer kritisiert Finale

01.10.2019 - 15:25 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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© HBO
Game of Thrones
George R.R. Martin, literarischer Vater von Game of Thrones, hat sich zum Serienende geäußert und dazu, wie belastend die Kluft zwischen Fernsehen und Buch sein kann.

George R.R. Martin lieferte mit seiner noch unvollendeten Romanreihe Das Lied von Eis und Feuer den Grundstein für HBOs Erfolgsserie Game of Thrones, die im Mai mit ihrer finalen 8. Staffel ihr Ende fand. Mit fortschreitender Laufzeit entfernte sich die Fernsehadaption immer deutlicher von den Büchern.

Schriftsteller Martin äußerte sich kürzlich gegenüber Fast Company (via Yahoo UK ) zum von den Romanen emanzipierten Game of Thrones-Finale und sprach über die traumatische Belastung, die mit dem Zusammenstoß verschiedener kreativer Visionen im Laufe der Entwicklung einhergegangen sei. Kritik übte der 71-Jährige auch am Vorgehen der Serienverantwortlichen.

"Viele Konflikte": George R.R. Martin über Game of Thrones-Erfahrung

In dem Gespräch zeigte sich, wie sehr die Entwicklung von Game of Thrones George R.R. Martin offenbar zu schaffen machte. Das Aufeinanderprallen unterschiedlicher Ideen könne überaus schwer sein und zu vielen Differenzen führen, wie der Autor erklärte:

Es kann ... traumatisch sein. Denn manchmal passen ihre kreative Vision und deine kreative Vision nicht zusammen und man landet bei dem berühmten Ding der kreativen Differenzen. Das führt zu vielen Konflikten.
George R.R. Martin

Die finale Staffel von Game of Thrones sei "nicht komplett treu" gewesen. Zwar sprach es George R.R. Martin nicht wortwörtlich aus, aber hiermit meinte er vermutlich nicht treu gegenüber dem Ausgangsmaterial. "Andererseits hätte sie weitere fünf Staffeln laufen müssen." Wenig schmeichelhaft äußerte sich der literarische Vater der Serie zudem über äußere Einwirkungen in der Entstehung der Fernsehvariante.

Laut George R.R. Martin ist er mit "irrelevanten Dingen" konfrontiert worden, wenn sich etwa das Studio oder das Network eingeschaltet habe. Es gebe eine "bestimmte Sache", die nichts mit der Geschichte zu tun habe, aber trotzdem auf ihren Verlauf einwirke, wie er im Weiteren erklärte. Dabei handle es sich um eine Art Bewertung zur Beliebtheit von Figuren. Ein sehr hoher Wert führe dazu, dass der entsprechende Charakter mehr zu tun bekomme.

Game of Thrones findet demnächst seinen Weg ins deutsche Free-TV. Ab dem 12. Oktober 2019 zeigt RTL 2 die finalen sechs Folgen an insgesamt drei Wochenenden.

Was meint ihr zu George R.R. Martins Game of Thrones-Kritik?

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