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Top 7 der größten Serien-Machos

28.09.2010 - 08:51 Uhr
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Weiß, wo's lang geht: Atze Schröder
© Warner Bros.
Weiß, wo's lang geht: Atze Schröder
Ihr wünscht euch mehr Serientexte, ihr sollt mehr Serientexte bekommen. In unserer Top 7 Liste präsentieren wir euch heute die sieben größten Machos aus dem täglichen Fernsehprogramm.

Eigentlich ist es ein Wunder, dass es den Macho noch gibt, wo er doch schon tausend Mal von den Frauenmagazinen dieser Welt totgesagt wurde. Der Macho sei ein Relikt aus den 80ern, heißt es da. Heutzutage sei der metrosexuelle Mann gefragt, der sich mit teuren Pflegeprodukten um sein Äußeres kümmert und dem es auch nicht peinlich ist, mal seine Gefühle zu zeigen.

So ein Quatsch: Ein Macho ist zeitlos. Ein Macho ist der Archetyp eines echten Mannes, der seine Familie ernähren und zu dem Frau auch mal aufschauen kann. Das ist seit zehntausenden von Jahren ein bewährtes Modell und daran wird sich auch nix ändern, nur weil ein paar Frauenmagazine das gerne hätten.

Etwas problematisch ist lediglich die genaue Definition eines Machos. Laut Wikipedia ist ein Mann dann ein Macho, wenn er sich stark an den traditionellen Bildern der männlichen Geschlechterrolle orientiert. Das klingt eigentlich einfach. Aber wo fängt Macho-Sein an, wo hört es auf? Muss ich die Ehefrau herumkommandieren und ihr beim Putzen zuschauen, um ein echter Macho zu sein, oder reicht es schon, den lieben langen Tag mit ein paar Flaschen Bier vor der Glotze zu hängen und sich den haarigen Bauch zu kraulen? Wir stellen euch die Top 7 der Serienmachos vor und schauen, wie die das machen.

7. Tim Taylor (Tim Allen) – Hör mal, wer da hämmert
Der wahrscheinlich harmloseste Macho in unserer Runde heißt Tim Taylor und ist Moderator der Heimwerkersendung Tool Time. Während seine Frau daheim die Hosen anhat, interessiert er sich für Werkzeug, Maschinen und Fahrzeuge aller Art und weil er ja so typisch männlich ist, steht er auch auf Football, Eishockey und Motorsport. Das Tragische dabei ist aber, dass er, was das Heimwerken angeht, zwei linke Hände hat und wann immer etwas schief gehen kann, dann tut es das auch.

6. Al Bundy (Ed O’Neill) – Eine schrecklich nette Familie
Wer weiß, wie das Leben des früheren Musterathleten Al Bundy verlaufen wäre, wenn er in der verhängnisvollen Liebesnacht vor rund 20 Jahren nicht die unterbelichtete Farmerstochter Peggy geschwängert hätte. Seitdem ist Al nämlich ein frustrierter Damenschuhverkäufer, der an Zynismus und Boshaftigkeit kaum noch zu toppen ist. Al Bundy ist eher der Typ faul und unattraktiv, aber einen solchen Machos muss es auch geben.

5. Dr. Gregory House (Hugh Laurie) – Dr. House
Auf den ersten Blick passt der humpelnde, zynische Altmediziner überhaupt nicht in diesen erlesenen Kreis der Vorzeigemachos. Gregory House ist weder der fette Couchpotato, der seine Frau vom Fernseher aus herumkommandiert, noch ist er der smarte Lebemann, der durch die Clubs zieht und reihenweise Partyluder abschleppt. Nein, Dr. House hat eine ganz andere Qualität. Er ist distinguiert, er weiß, was er will und er hat graumeliertes Haar. Das klingt schon fast nach George Clooney, nur dass Dr. House durch und durch boshaft ist und nur wenig Respekt vor Menschen im Allgemeinen und Frauen im Speziellen hat. Warum auch immer, manche Frauen stehen drauf.

4. Mick Brisgau (Henning Baum) – Der letzte Bulle
Der letzte Bulle musste nach einer schweren Verletzung 20 Jahre im Koma gehalten werden, doch jetzt ist er zurück. Einziges Problem: An Mick Brisgau sind zwei Jahrzehnte technischer und gesellschaftlicher Entwicklung vorbeigegangen. Klar, dass das Fossil da so einige Probleme hat mit modernen Errungenschaften wie dem Internet, der DNA-Analyse oder der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dafür schlägt sich unser Dornröschen aber ganz gut und die Sprüche, die er teilweise vom Stapel lässt, sind viel besser als das, was wir von einer SAT1 Serie erwartet hätten.

3. Hank Moody (David Duchovny) – Californication
Nach Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI wird sich sicher der ein oder andere verwundert die Augen gerieben haben, dass der blasse, leicht lethargische FBI-Agent Fox Mulder auch einen notorischen Abchecker spielen kann. Aber er kann und er tut es und das dazu noch verdammt gut. Als verzweifelter Schriftsteller, der sich – von seiner Frau verlassen – von einer schnellen Nummer in die nächste stürzt, macht Hank Moody uns unglaublich viel Spaß. Vor allem ist er – ähnlich wie Charlie Harper – der Typ Macho, der wir alle irgendwie gerne mal wären.

2. Charlie Harper (Charlie Sheen) – Two and a Half Men
Charlie Sheen spielt sich selbst. Über ihn müssen wir nicht mehr viel sagen, da er erst kürzlich Gegenstand eines Mein Herz für Serien Artikels war. Charlie Harper ist ein wohlhabender Werbejingle-Komponist, der sein freizügiges Leben mit Whisky, Frauen und Glücksspiel genießt, bis eines Tages sein Bruder und dessen 10-jähriger Sohn in sein Strandhaus ziehen und das Leben des Junggesellen gehörig auf den Kopf stellen. Ironisch, witzig und herrlich zynisch, mehr muss ich nicht sagen.

1. Atze (Atze Schröder) – Alles Atze
Wir können von ihm und seiner Serie halten, was wir wollen, über eine Sache können wir aber beim besten Willen nicht streiten: Atze ist der Prototyp eines Machos und ein Vollprolet vor dem Herrn. Der Kioskbesitzer aus Essen-Krey, der mit getönter Fliegerbrille und hautengen Jeans einen sexistischen Assispruch nach dem nächsten raushaut, hält Emanzipation sicher für ein asiatisches Reisgericht und bezeichnet wahrscheinlich auch seine Mutter als “Perle”. Ein sensibler Frauenversteher sieht anders aus und gerade deshalb hat er sich Platz eins redlich verdient. Glückwunsch!

Das waren sie, unsere sieben Obermachos. Haben wir einen Wichtigen vergessen? Welcher ist euer Favorit?

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