The Mandalorian: In Folge 2 zeigt Baby Yoda zum ersten Mal seine Kräft

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Star Wars: The Mandalorian
27.03.2020 - 07:30 UhrVor 1 Tag aktualisiert
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In der 2. Folge der 1. Staffel von The Mandalorian wird kaum ein Wort gesprochen. Das Ergebnis ist ein actionreicher wie amüsanter Streifzug durch das Star Wars-Universum.

Der Auftakt von The Mandalorian hätte kaum spektakulärer enden können. Gemeint ist damit in diesem Fall allerdings weniger die Action als die Enthüllung von Baby Yoda. Die 2. Folge der 1. Staffel steht ganz im Zeichen davon, was bereits im Titel deutlich wird: Das Kind. Während sich das Internet längst auf Baby Yoda als Spitznamen geeinigt hat, wird innerhalb der Serie von dem Kind gesprochen.

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Allzu viel gesprochen wird hier aber sowieso nicht. Wie schon bei seinem Debüt verzichtet Pedro Pascals Mandalorianer vorzugsweise auf den Gebrauch von Worten. Nur wenn es absolut notwendig ist, erhebt er seine Stimme. Dementsprechend entpuppt sich auch die neuste Folge als schweigsames Kapitel. Bis zur Hälfte vernehmen wir nur das angestrengte Stöhnen des Kopfgeldjägers bei der Arbeit und liebliche Baby Yoda-Laute.

Drei Beobachtungen zur neuen Folge von The Mandalorian

  • The Mandalorian baut weniger die große Geschichte der Serie aus, sondern beschert uns eine kleine Episode voller Eigenwilligkeiten.
  • Jawas sind immer noch unerträgliche Nervensägen. Sie plündern wichtige Teile der Razor Crest, dem Raumschiff des Mandalorianers.
  • Baby Yoda ist ein machtsensitives Wesen und rettet in einer kniffligen Situation seinem Kopfgeldjäger-Papa das Leben.
The Mandalorian

Gemeinsam mit Baby Yoda wandert der Mandolorianer durch die Wüste, was uns in den ersten Minuten der Episode einige prächtige Panoramaaufnahmen beschert. The Mandalorian sieht umwerfend schön aus, wenn die Weite der Landschaft atmen kann. Regisseur Rick Famuyiwa setzt jedoch nicht nur auf große Bilder, sondern ebenfalls auf massig Detailaufnahmen - mit einem besonderen Fokus auf Waffen und Rüstungen.

Der Mandalorianer jagt einem Sandcrawler hinterher

Die Begegnung mit drei Trandoshanern sticht da etwa gleich zu Beginn der Folge ins Auge. Noch spannender ist aber, wie The Mandalorian in diesem Moment die Härte des Kopfgeldjäger-Alltags mit der Unschuld von Baby Yoda kollidieren lässt. Aufmerksam beobachtet der kleine Racker seine Umgebung und verschlingt schließlich selbst einen Frosch - selten lagen pure Grausamkeit und Niedlichkeit näher beieinander.

Die Star Wars-Serie erzählt aus einer gesetzlosen Welt, was dem Mando kurze Zeit später beim Anblick seines Raumschiffs mehr als deutlich wird. Eine Horde Jawas hat die Razor Crest fast komplett auseinandergenommen und zieht mit den wertvollen Teilen von dannen. Rick Ramuyiwa nutzt die Misere des Protagonisten als Steilvorlage einer überaus amüsanten Actionszene ganz im Zeichen von Indiana Jones und der letzte Kreuzzug.

The Mandalorian

Was folgt, ist eine wilde Verfolgungsjagd mit einem Sandcrawler. Ja, genau jenes riesige Monstrum, das sich in Krieg der Sterne mühsam durch die Wüste bewegte, rast dem Mandalorianer mit unglaublicher Geschwindigkeit davon. Schafft er es dennoch, die unaufhaltsam rollende Festung einzuholen, erwartet ihn der Widerstand der Besatzung, die ihn gnadenlos mit Steinen und Schrotteilen unter Beschuss nimmt.

Baby Yoda, die Macht und ein matschiges Monster

Eine Geschichte des Scheiterns: Von dem Profi, den wir anfangs kennenlernten, ist über ein Gros der Episode nichts zu entdecken. Auch später beim Kampf gegen ein Schlammhorn findet sich der Mando am ehesten in der Verteidigungsposition wieder und muss letztendlich sogar von seinem putzigen Begleiter gerettet werden. Wo Yoda einst Lukes X-Wing in die Lüfte hob, lässt Baby Yoda das Schlammhorn für wenige Sekunden schweben.

Lichtschwerter werden in The Mandalorian so schnell vermutlich keine Rolle spielen, doch die Macht ist überall. Sie hält die Galaxis zusammen, mit Ausnahme der Jawas vielleicht. Die spielen nach ihren eigenen Regeln und lassen sich nur von einem Ei beeindrucken, das sich äußerst schwer beschaffen lässt. Kaum halten sie es in Händen, nehmen sie es genauso schonungslos auseinander wie die Razor Crest zu Beginn der Folge.

Auf den magischen Macht-Moment folgt das große Fressen: Würde der Mandalorianer sein Gesicht nicht unter seinem Helm verstecken, würde dieses nur fraglose Blicke offenbaren. Einen sehr schönen Humor bringt Rick Famuyiwa in dieser Episode unter, der sich wunderbar mit dem gemächlichen Tempo der Figuren vereint. Denn trotz furioser Action-Intermezzi schreitet The Mandalorian so schleppend wie ein Blurrg voran.

The Mandalorian ist ein riesiger Star Wars-Spielplatz

Dieser langsame Trott ist jedoch kein Kritikpunkt, im Gegenteil. Gerade aus der Distanz betrachtet ist das eigenwillige Tempo die größte Stärke dieser Folge. Mal niedergeschlagen und dann plötzlich wieder voller Leben: Rick Famuyiwa begreift diese halbe Stunde vor allem als Abenteuerspielplatz, um sich nach Herzenslust im Star Wars-Universum auszutoben, vorzugsweise in Verbindung mit einem Sandcrawler.

Was sich zuerst wie eine Filler-Episode anfühlt, entpuppt sich somit als extrem vergnügliches Unterfangen. Und nebenbei schleust Serienschöpfer und Drehbuchautor Jon Favreau die ein oder andere spannende Information über seinen wortkargen Protagonisten ein, sei es die entstehende Freundschaft zu Kuiil (Nick Nolte), sein hoffnungsloses Versagen oder das Credo bezüglich Waffen als Teil seiner Religion. Da trifft dann auch wieder das Brutale auf das Zärtliche.

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