The Irishman auf Netflix: Video zeigt, wie Robert De Niro & Co. verjüngt wurden

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The Irishman
10.01.2020 - 09:20 UhrVor 5 Monaten aktualisiert
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The Irishman hat in Sachen digitaler Tricktechnik ziemlich viel Aufsehen erregt. Nun zeigt Netflix in einem Video, wie es zum Einsatz dieser Technik kam.

Anfangs war Martin Scorsese selbst noch skeptisch bezüglich der Technik. Jetzt befindet sich sein Gangsterdrama The Irishman auf der Shortlist für den Oscar in der Kategorie Beste visuelle Effekte. Die Entstehungsgeschichte des dreieinhalb Stunden langen Films mag aus vielerlei Hinsicht interessant erscheinen, doch die Verjüngungstechnik, die die drei Hauptdarsteller optisch in ihre besten Jahre zurückversetzt hat, hat seit Veröffentlichung des Films die größten Schlagzeilen gemacht.

Nun hat Netflix über seinen offiziellen YouTube-Kanal ein 13-minütiges Video veröffentlicht, das einen Einblick hinter die Kulissen von The Irishman und der bahnbrechenden Technik zur digitalen Verjüngung von Schauspielern gewährt. Ganz unten im Artikel könnt ihr euch das Video anschauen.

The Irishman - Kein klassisches Motion Capture

In dem Video melden sich Regisseur Martin Scorsese und das VFX-Team von The Irishman zu Wort und erzählen wie sie zusammen mit Netflix und dem auf Spezialeffekte spezialisierten Unternehmen Industrial Light & Magic zu dem Ergebnis gekommen sind, das wir seit dem 14. November 2019 begutachten dürfen.

Joe Pesci in The Irishman

So erzählt Martin Scorsese wie schwierig es war, eine Möglichkeit zu finden, mit der er die Schauspieler verjüngt in The Irishman auftreten lassen könnte. Denn die meisten digitalen Verjüngungstechniken funktionieren durch die Motion-Capture-Technik, bei dem die Mimik der Darsteller über eine Vielzahl an kugelförmigen Markern im Gesicht getrackt und an den Computer gesendet wird. Allerdings lehnte der Regisseur diese Option ab, da er befürchtete, dass das Schauspiel darunter leiden würde.

Joe Pesci in The Irishman

Pablo Helman: Der Anfang aller Verjüngung

Darum kam Visual Effects Supervisor Pablo Helman auf Martin Scorsese zu und pitchte ihm eine neue Technik. Bei dieser Art der digitalen Verjüngung werden die Darsteller von drei Kameras erfasst: Einer regulären Kamera und zwei Infrarot-Kameras. Jede dieser Kameras bietet eine Perspektive und je mehr Perspektiven vorhanden sind, desto besser werden die modellierten Ergebnisse am Computer.

Joe Pesci in The Irishman

Mittels der Software Flux und den sogenannten Medusa-Aufnahmen, in denen Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci zahlreiche Grimassen ziehen mussten, wurden schließlich digitale Abbildungen der drei Darsteller erzeugt. Diese als Grundlage dienenden Modelle konnten daraufhin dank zahlreicher Software-Tools verfremdet und an die jeweiligen Situationen angepasst werden.

Der Blick hinter die Kulissen zeigt zudem, welche Komplikationen mit dieser Technik einhergingen, mit welchen Mitteln diese Probleme gelöst wurden und welch Aufwand manche Prozesse mit sich brachten. Hier könnt ihr euch selbst ein Bild von der Arbeit hinter den Kulissen machen.

The Irishman ist seit dem 14. November 2019 auf Netflix verfügbar. Wir dürfen gespannt sein, wie der Film dieses Jahr bei den Ocars abschneidet. Nicht nur bei den Besten visuellen Effekten, sondern auch in Kategorien wie Bester Film und Bester Hauptdarsteller könnte Martin Scorseses jüngstes Werk triumphieren.

Wie habt ihr die digitale Verjüngung in The Irishman empfunden? Bahnbrechende Leistung oder eher unglaubwürdige Maskerade?

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