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The Hateful Eight - Das sagen die moviepiloten zum Western

01.02.2016 - 08:50 UhrVor 5 Jahren aktualisiert
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The Hateful 8 - Trailer (Deutsch) HD
2:23
Samuel L. Jackson als Major Marquis WarrenAbspielen
© Universum Film
Samuel L. Jackson als Major Marquis Warren
Heute schauen wir uns an, wie Quentin Tarantinos Western-Whodunit The Hateful Eight bei den moviepiloten angekommen ist.

Wie wir letzte Woche ja bereits gesehen haben, konnte The Hateful 8 nicht alle Kritiker vollends von sich überzeugen. Einige störten sich an Quentin Tarantinos ausufernden Verweisen zu anderen Filmen, die eher einer stilistischen Fingerübung gleichkamen, als dass sie einen wirklichen Mehrwert brachten. Andere bemängelten die Überlänge und die überhandnehmenden Gewaltszenen zum Schluss des Films. Dennoch erzielt The Hateful Eight beim Kritiker-Aggregator Rotten Tomatoes immerhin eine Frischegüte von 75 Prozent, was verglichen mit Tarantinos Gesamtwerk allerdings der zweitschlechteste Wert nach Death Proof - Todsicher mit 65 Prozent ist. Grund genug, auch mal in unserer eigenen Datenbank zu stöbern, um zu schauen, wie The Hateful Eight bei den moviepiloten abgeschnitten hat.

Mehr: The Hateful Eight - Das sagen die Kritiker zum Western 

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Die harten Fakten zu The Hateful Eight:

  • 1163 Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 7,6
  • 41 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 7,1
  • 29 Kritiken und 217 Kommentare
  • 36 x Lieblingsfilm und 1 x Hassfilm
  • 2843 Vormerkungen, 24 sind nicht interessiert


moviepiloten

Das hat euch moviepiloten an The Hateful Eight gefallen:

deathpool  (9) lobt die gelungene Verbindung von Kamera und Schnitt:

Ein wahrer Genuss wenn die typischen Dialoge wie ein Bleigewitter die ganze Situation nochmal umdrehen, Rückblenden einsetzen oder eine geschickt platzierte Kamera ein Geheimnis wohl behütet.

Troublemaker69  (8,5) betrachtet The Hateful Eight als ebenso zynischen wie verspielten Kommentar auf unsere Gesellschaft und rühmt die treffsichere Dramaturgie:

The Hateful 8 ist ein Tarantino wie jeder andere und trotzdem irgendwie einzigartig. Er verbindet alles bisher Dagewesene und vereint es in einer gewissen Ernsthaftigkeit. Die Verspieltheit des Meisters wird langsam durch brachialen Ernst unterbrochen. The Hateful 8 ist für mich ein Meisterwerk sondergleichen, ist ein brillanter Film und vor allem auch für Tarantino ein großer Schritt in eine andere Richtung, ohne seine Wurzeln dabei zu verlieren.

Jenny von T  (7) ließ sich von der Saumseligkeit des Films geradezu mesmerisieren:

Es ist eine tief betrübte Gemächlichkeit, die die hasserfüllten 8 wie ein Komet umschweift. Ein Komet allerdings, der in naher Zukunft einschlagen wird. Der lässige, aber irgendwie auch akut empfundene Rhythmus vibriert wie ein kleines Erdbeben unter den Füßen.

Das hat den moviepiloten an The Hateful Eight missfallen:

kinemacolor  (6) stört sich weniger am Blutrausch als an dessen fehlender Motiviertheit:

Ein Gematsche, als hätte Tarantino Jackson Pollock zu einer dreistündigen Live-Action-Show in seine Blockhütte eingeladen.

Für DerDude_ -  (4) vermag es der kammerspielartige Film nicht, dem an sich großartigen Ensemble trotz einer Länge von über drei Stunden Platz zum Atmen zu geben:

Nicht nur ist Tarantinos Humor nun endgültig am Ende, auch sein Versuch, seine Charaktere irgendwie einzufügen scheitert schon daran, dass er sie von der ersten Sekunde Klischees preisgibt. Was gerne ernstes Charakterdrama/Kammerspiel in Western-Optik wäre, verkommt zum albernen Kasperle-Theater.

TommyDeVito  (3) sieht den Film als Bündelung all jener Schwächen, die Tarantinos Filmen aus bestimmten Kreisen seit jeher nachgesagt werden:

Das realistische Setting in der verschneiten Hütte hätte ihm die Möglichkeit gegeben, noch einmal an die harte, aber nicht übertriebene Gewalt von „Reservoir Dogs“ anzuschließen und im besten Fall die Spannungsschraube anzuziehen. Durch die Splatter-Einlagen wirkt das aber wie ein fast schon fataler, keinerseits geschickter Stil- durch Knochenbruch und kommt in den schlechtesten Momenten entweder rüber wie Selbstparodie oder inspiriert von per Post zugesandter Fan-Fiction der Tarantino-Jünger.

Fazit zu The Hateful Eight:

Ähnlich wie bereits die Kritiker gehen auch eure Meinungen zu The Hateful Eight teilweise gehörig auseinander. Während die einen die Darbietungen des versammelten Ensembles loben, stören sich andere an der Überlänge und empfinden die übertriebenen Gewaltdarstellungen als geschmacklos. Worauf sich die meisten moviepiloten allerdings einigen können, ist die eindrucksvolle Optik des Films, die trotz der räumlichen Begrenzung mit unglaublicher Detailfülle aufwarten kann, was in der 70mm-Fassung besonders gut zum Vorschein kommt.

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