The Equalizer 2 - Denzel Washington rettet das Sequel für euch knapp

Denzel Washington in The Equalizer 2
© Sony
Denzel Washington in The Equalizer 2
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Denzel Washington hat bereits zwei Darsteller-Oscars gewonnen, schreckt deshalb aber nicht davor zurück, sich im Herbst seiner Karriere noch einmal neu zu erfinden. So ist er seit vergangenem Donnerstag als Actionstar in The Equalizer 2 zu sehen - seinem allerersten Sequel. Im neuesten Film von Antoine Fuqua schlüpft Washington abermals in die Rolle des ehemaligen CIA-Agenten Robert McCall, der auf eigene Faust für eine gerechtere Welt kämpft. Dieses Mal wird es persönlich, denn unser Protagonist schickt sich an, nach dem Mord an einer ihm nahestehenden Person Vergeltung zu üben.

Bei den Kritikern kommt The Equalizer 2 nicht allzu gut weg, die US-Zuschauer bescherten der Kinofortsetzung dessen ungeachtet bereits ordentliche Einnahmen. Nun ist es an der Zeit, auf die moviepilot-Community zu blicken und eure Kommentare auszuwerten. Zuvor aber hier noch die wichtigsten Zahlen zum Sequel:

Die harten Fakten zu The Equalizer 2

  • 95 Community-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 6,3
  • 21 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 5,3
  • 14 Kritiken und 26 Kommentare
  • 2 x Lieblingsfilm, niemand hasst The Equalizer 2
  • 330 User haben sich den Film vorgemerkt, 6 sind nicht interessiert

Das sagen die positiven moviepiloten-Stimmen zu The Equalizer 2

Moviegod (9,5) findet, dass Denzel Washington genau den richtigen Weg eingeschlagen hat:

Denzel hat es einfach drauf. In der ersten Fortsetzung seiner Karriere zeigt er mit 63 Jahren, dass er als Actionheld eine tolle Figur machen kann. Dabei ist die Story eine gelungenen Weiterführung des ersten Teils, bringt bekannte Dinge (Zeitlupe und Stoppuhr) und Charaktere zurück, zeigt aber auch mehr von der Figur des McCall und seiner Vorgeschichte. Dies ermöglicht Washington neben den körperlichen Szenen auch sein geniales schauspielerisches Talent in den eher ruhigen Szenen voll zu zeigen. [...] Washington hat mit dem Equalizer eine Figur gefunden, die zu seinem ersten Franchise werden könnte.

Ulf Schneider (8) wurde vom Actioner auch auf emotionaler Ebene gepackt:

Es macht einfach Spaß solch einen hochkarätigen Schauspieler in dieser durchaus komplexen Rolle spielen zu sehen. Im zweiten Teil erhält der Zuschauer noch mehr Einblick in seine faszinierende Psyche (zwanghaftes Verhalten) und durch einen fast schon rührenden Vater/Sohn-Sidekick (unbedingt den Namen Ashton Sanders merken!) erhält The Equalizer 2 eine noch mehr inhaltliche Breite. [...] Handwerklich gibt es kaum etwas auszusetzten, zumal es einige fiese Spannungsmomente gibt und der Surroundsound endlich mal wieder effektvoll in Szene gesetzt wurde.

BrodiesFilmkritiken (7,5) lobt die rohe Effektivität des Sequels:

Obwohl es handlungstechnisch eigentlich nirgendwo hinführt ist man hinterher mit dem Film sehr zufrieden: die Kampfszenen sind hurtig, brutal und trotzdem ruhig gehalten, Washington spielt den Helden diskret und unaufdringlich und der Showdown in einem Sturm ist zwar nicht originell, aber so effektiv gehändelt daß es höchstes Spannungskino gewährleistet. Wie eben auch der ganze Film: wenig Story, aber effektiv im Rest.

Diese Aspekte von The Equalizer 2 konnten euch nicht überzeugen

Dachsman (5) hat sich im Kino gelangweilt:

Der zweite 'Equalizer' ist der erste 'Equalizer'. Washington wandelt als Mischung aus 'Watchmen' und 'Taxi Driver' durch den Film, wirkt dabei aber eher wie ein Zwischending aus Naturgewalt und Schlafmütze. Vom kunstaffinen Ziehsohn bis zum Literatur-Fetisch wirkt alles an 'The Equalizer 2' wie am Reißbrett entworfen. Action gibt's keine, dafür aber ein einigermaßen apokalyptisches Finale. In der Ruhe liegt vielleicht andernorts die Kraft, bei Fuqua schlafen aber vor allem die Füße ein.

filmfuzzy (5) findet The Equalizer 2 nicht besonders homogen:

Nach dem Besuch dieses Filmes fragt man, ob ein so hoch dekorierter Filmstar sich unbedingt einer Fortsetzung aussetzen muss. Dieser Streifen setzt sich aus mehreren Einzelgeschichten zusammen, die nicht richtig mit einander zutun haben. Das Ganze sieht so aus, als wenn [...] Regisseur Antoine Fuqua und Denzel Washington gerne ein viertes Mal zusammenarbeiten wollten. Das hätte nicht unbedingt sein müssen. [...] 121 Minuten – harte Kost für eingefleischte Spezialisten.

jorg.hoffmann.9849 (6,5) betont die Defizite der Fortsetzung im Vergleich zum ersten Teil:

Trotz brutaler Fights, wirkt der zweite Teil wie ein zäher Aufguss des Erstlings! [...] Zuviel Wirrwarr, anstatt einer einfach gestrickten Handlung wie es in Teil 1 zu sehen war. Dazu Nebenstränge die ins Leere laufen, Action ok, aber die Spannung wurde leider immer wieder unterbrochen durch die vielen Nebenschauplätze. Ein fieser Bösewicht, der auch seinen Teil zum gelungenen ersten Film beitrug fehlt hier völlig. Fuqua, wollte viel, aber manchmal ist weniger mehr.

Euer moviepiloten-Fazit zu The Equalizer 2

Insgesamt stimmen die moviepiloten bei The Equalizer 2 in den Kritiker-Tenor mit ein: Denzel Washington ist eine verlässliche Größe und seine Rolle des Racheengels birgt weiterhin eine gewisse Faszination. Darüber hinaus aber hat das Sequel in euren Augen mit zahlreichen Mängeln zu kämpfen. Negativ bewertet werden etwa die zahlreichen Nebenschauplätze, welche langfristig keine richtige Dynamik aufkommen lassen und stattdessen in erster Linie für Verwirrung sorgen. Auch mit dem vorhersehbaren Finale des Films wurden einige von euch nicht warm, und ein stärkerer Bösewicht hätte The Equalizer 2 ebenfalls gutgetan.

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