South Park: China verbietet die Serie nach neustem Skandal komplett

07.10.2019 - 16:30 UhrVor 1 Jahr aktualisiert
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© Comedy Central
South Park
South Park und Kontroversen gehören zusammen. Doch die jüngste Episode ging den Verantwortlichen in Peking zu weit, weshalb sämtliche Spuren der Serie verschwanden.

Achtung, Spoiler zur 23. South Park-Staffel: Nach inzwischen mehr als 20 Jahren kann South Park auf diverse Skandale und Kontroversen zurückblicken, denn bekanntlich nehmen die Schöpfer der Serie mit ihrem Werk kein Blatt vor den Mund. Die aktuellste Folge des Cartoon-Dauerbrenners zog nun jedoch eine rigorose Reaktion der chinesischen Regierung nach sich.

Peking greift durch und verbannt South Park aus dem chinesischen Internet

Erst vor wenigen Wochen startete die 23. Staffel von South Park in den USA, in der die Verantwortlichen der Serie einmal mehr ordentlich gegen Hollywood austeilen. Genauer geht es um die Art, wie US-Studios ihre Filme anpassen, damit diese in China gezeigt werden dürfen, wobei besonders große Firmen wie Disney und Marvel ihr Fett wegbekommen.

Wie der Hollywood Reporter  berichtet, ging den Behörden in China die jüngste Episode, Band in China, jedoch zu weit. "Gemäß den geltenden Gesetzen und Vorschriften", welche die Regierung in Peking durchsetzt, löschte China sämtliche Spuren von South Park komplett aus dem Internet des Landes.

Randy in China

Posts auf dem Twitter-ähnlichen Dienst Weibo sind verschwunden und auch Clips, Episoden sowie komplette Staffeln von South Park, die beim Streaming-Service Youku verfügbar waren, seien inzwischen nicht mehr verfügbar. Zudem sei auch der South Park-Thread auf Chinas größter Online-Diskussionsplattform Baidu's Tieba mittlerweile tot.

Darum geht es in South Parks Band in China

Die aktuelle South Park-Episode widmet sich zwei Handlungssträngen. Einmal plant Randy, mit seinem Marihuana-Geschäft international durchstarten zu wollen. Doch sein Weg führt ihn nicht zu Reichtum, sondern direkt in ein chinesisches Arbeitslager, wo er auf Winnie Puuh und Ferkel trifft. Eine Anspielung auf reale Vorkommnisse, wurde doch Disneys Christopher Robin ebenfalls vergangenes Jahr in China verboten.

Währenddessen gründet Randys Sohn Stan mit einigen Freunden eine Metal-Band. Auf die Jungs wird bald ein Filmproduzent aufmerksam, der ihre Geschichte ins Kino bringen will. Damit der Film auch in China laufen kann, muss Stans Drehbuch jedoch überarbeitet werden - im Beisein einer chinesischen Wache. Stan kommentiert das Geschehen lediglich mit den Worten: "Jetzt weiß ich, wie sich Hollywood-Autoren fühlen."

Was ist eure Meinung zum Vorgehen gegen die jüngste South Park-Episode?

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