So will Netflix das Krimi-Genre revolutionieren

28.11.2018 - 15:45 Uhr
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CSI, NCIS, Law & Order: Es gibt zahlreiche Ermittlerserien, doch mit Criminal wagt Netflix einen neuen Ansatz. Wir verraten euch, was der Streaming-Gigant damit vorhat.

Netflix hat schon jetzt maßgeblichen Anteil an der veränderten Film- und Fernsehlandschaft. Während Disney noch dabei ist, seinen VoD-Dienst Disney+ in Stellung zu bringen, plant der unaufhaltsam wachsende Streaming-Konzern einen neuartigen Vorstoß im populären Police procedural-Genre, das die Ermittlungsarbeit eines Gesetzeshüters bzw. eines Teams in den Mittelpunkt seines Plots stellt. Laut The Hollywood Reporter  bestellte das kalifornische Unternehmen die 12-teilige Krimiserie Criminal, mit der das Unternehmen einen globalen Ansatz verfolgt, in dem auch Deutschland eine Rolle spielt.

Das hat Netflix mit Criminal und dem Krimi-Genre vor

Dem Bericht zufolge findet die Geschichte von Criminal in vier verschiedenen Ländern statt. So spielen jeweils drei Episoden in Frankreich, Spanien, Deutschland und im Vereinigten Königreich, wobei die Serie komplett in einem Studio von Netflix in Madrid gedreht werden wird. Als Handlungsort dient ausschließlich ein Verhörraum bei der Polizei, wobei sich das Drama auf den jeweiligen Konflikt zwischen dem Verdächtigen und dem Polizisten konzentriert. Alle zwölf Folgen, die jeweils 45 Minuten lang sein sollen, erzählen hierbei eine eigene Geschichte in der landeseigenen Sprache, wofür bereits entsprechende Kreative aus den einzelnen Regionen angeheuert wurden.

Oliver Hirschbiegel und Nicole Kidman

Diese Film- und Serienmacher werden Criminal für Netflix realisieren

Netflix' Versuch, mit Criminal einen neuen Ansatz in einem überfluteten Genre zu schaffen, kommt nicht ganz überraschend. Immerhin gilt das Unternehmen als risikofreudig, wenn es um die Produktion neuer Inhalte geht. Das führt auf der einen Seite zu neuen Chancen für Film- und Fernsehschaffende, die ihre Ideen etwa im Studiosystem nicht umsetzen könnten oder die neue Freiheit genießen, wie Okja-Regisseur Bong Joon-ho seine Zusammenarbeit mit Netflix gegenüber The Hollywood Reporter  beschrieb: "Tatsächlich habe ich es geliebt, mit Netflix zusammenzuarbeiten, sie gaben mir totale Freiheit hinsichtlich der Besetzung, des Drehs und Schnitts. Sie übten kein Druck auf mich aus. Von ihrer Seite aus gab es keine Beschränkungen. Es war eine wunderbare Erfahrung." Auf der anderen Seite geht Netflix' Produktions-Ansatz mit kritischen Stimmen einher, da der Streaming-Dienst immer wieder in die Schlagzeilen durch die Absetzung diverser Serien gerät.

Was sagt ihr zu Netflix' Krimi-Plänen rund um Criminal?

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