Sexzenen in Fifty Shades of Grey: Der Erotikfilm trickst bis zum Umfallen

20.04.2020 - 20:25 UhrVor 7 Monaten aktualisiert
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© Universal Pictures
Fifty Shades of Grey
Fifty Shades of Grey läuft heute im ZDF. Durch seinen BDSM-Bezug hat er sich ins Gespräch gebracht. Ohne kuriosen Spezialeffekt aber kamen die Sexszenen nicht aus.

Entstanden als Fanfiction zur Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen-Saga, machte sich Fifty Shades of Grey durch seine BDSM-Thematik schnell einen Namen und stieg nicht nur im literarischen Bereich zum Bestseller auf. Auch die Verfilmung wurde ein Erfolg. Die vielbesprochenen Sexszenen allerdings kamen nicht ohne digitale Unterstützung aus. Heute läuft der Erotik-Film im ZDF.

Die Geschichte von 50 Shades of Grey

Die Geschichte von Fifty Shades of Grey dreht sich um die 21-jährige Studentin Anastasia Steele (Dakota Johnson), die für ein Interview ihrer Universitätszeitung in Kontakt mit dem Milliardär Christian Grey (Jamie Dornan) gerät und ihm nach und nach verfällt. Eine normale Romanze eint die beiden daraufhin nicht, führt Christian die junge Frau doch bald in die Welt seiner geheimen Leidenschaft ein.

Hilfe aus dem Computer: Shades of Grey trickst bei der Schambehaarung

In seinem Red Room of Pain lebt Christian heimlich seinen BDSM-Fetisch aus und bringt die gleichermaßen naive wie neugierige Ana mit Reitgerten und Satinfesseln in Berührung. Natürlich hieß das auch für die Schauspieler, dass voller Körpereinsatz gefragt ist, der über handelsübliche Sexszenen hinausgeht.

Der Trailer zu Shades of Grey

Fifty Shades of Grey - Trailer (Deutsch) HD
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Kameramann Seamus McGarvey hat in einem Interview (via The New York Times ) ein pikantes Detail diesbezüglich offenbart.

Dakota trug eine Art Patch, der ihren Intimbereich bedeckte und einmal um ihren ganzen Körper ging. Wir befanden uns in einer wirklich kuriosen Situation, als wir in der Post-Produktion ihr Schamhaar hinzufügen mussten.
Ich würde nicht sagen, dass dies eines der Highlight meiner bisherigen Karriere war, aber es war zweifelsohne eines der surrealsten Szenerien.

Damit ist also klar, dass nicht alles Natur war, was uns Dakota Johnson in Fifty Shades of Grey, zum skandalumwitterten Kinostart noch als Deep Throat der Multiplexe getauft, präsentierte. Allerdings entstammte nicht nur das Schamhaar von Johnson dem Computer, auch ihr Po war die meiste Zeit nicht ihr eigener. Stattdessen wurde ein Double angeheuert.

Fifty Shades of Grey

Und wie steht es um Jamie Dornan, der hier ebenfalls nicht darum verlegen ist, seinen durchtrainierten Adoniskörper in die Kamera zu halten? Nun, auch Mr. Grey höchstpersönlich war niemals wirklich nackt. Dieser trug – ganz klassisch - einen Schutz über seinem Genitalbereich, was dazu führte, dass sein bestes Stück während der Sexszenen einfach weggesteckt wurde.

Mehr Schein als Sein in Fifty Shades of Grey

Jamie Dornan äußerte sich im Gespräch mit der britischen Ausgabe der GQ-Magazins  überaus positiv über die hautfarbenen Säckchen, in denen er sein Gemächt während des Drehs verstaute. Nun gut. Damit ist auf jeden Fall eines klar: In Fifty Shades ist vieles mehr Schein als Sein.

Das passt auch zum Film, dessen Umgang nichts mit dem wahren, einvernehmlichen Geist des BDSM zu tun hat, sondern Missbrauch romantisch verklärt. Vom Mut, das subkulturelle Thema dem Mainstream näher zu bringen, ist nur eine gefährliche Verzerrung geblieben, die das toxische Verhältnis zwischen Ana und Dornan als schwierige, aber aufopferungsvolle Beziehungskiste missdeutet.

Fifty Shades of Grey läuft heute um 22:15 Uhr auf ZDF.

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