Rub & Tug - So reagiert Scarlett Johansson auf den neuen Shitstorm

Scarlett Johansson in Ghost in the Shell
© Paramount
Scarlett Johansson in Ghost in the Shell

Nachdem Scarlett Johansson schon mal scharf für ihre Rollenwahl kritisiert wurde, muss die Darstellerin abermals einen Shitstorm über sich ergehen lassen. Den Anlass dafür bildet ihr neuer Film Rub & Tug, in dem sie nach einer wahren Geschichte die Rolle des Transgender-Mannes Dante "Tex" Gill übernimmt. Öffentliche Kritik hagelt es nun auch insbesondere von April Reign, die etwa als Initiatorin der #OscarsSoWhite-Debatte in sozialen Netzwerken für mehr Diversität in der Filmbranche eintritt. Zuvor reagierte Johansson über einen ihrer Sprecher auf Bustle auf die neue Kontroverse - und gießt damit offensichtlich noch mehr Öl ins Feuer (via Deadline).

So antwortet Scarlett Johansson auf die Kritik an ihrer Besetzung in Rub & Tug

Konkret ließ die Darstellerin verlauten:

Sagt [den Kritikern], sie können für Stellungnahmen an die Sprecher von Jeffrey Tambor, Jared Leto und Felicity Huffman verwiesen werden.

Mit ihrem Statement nimmt Scarlett Johansson darauf Bezug, dass in der Vergangenheit schon mehrere Transgender-Charaktere von Schauspielern verkörpert wurden, die zwar privat nicht zur Transgender-Gemeinde zählen, aber dennoch viele positive Reaktionen auf ihre jeweiligen Rollen ernteten. So erhielt zum Beispiel der von Johansson erwähnte Jared Leto für seine Darstellung der AIDS-kranken Transfrau Rayon in Dallas Buyers Club 2014 sogar einen Oscar in der Kategorie Bester Nebendarsteller. Der mittlerweile wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung in Ungnade gefallene Jeffrey Tambor erhielt viel Lob für seine Rolle der Transperson Maura Pfefferman in Transparent und ebenso erging es Felicity Huffman, die 2005 in der Tragikomödie Transamerica eine Transfrau spielte.

April Reign schießt wegen Rub & Tug gegen Scarlett Johansson

April Reign findet für Johanssons Antwort auf die Vorwürfe klare Worte bei Twitter. Auf der Online-Plattform legt Reign dar, dass die Besetzung der Schauspielerin im Live-Action-Remake Ghost in the Shell zu White Washing des Originals geführt habe, Johansson davon unbeirrt aber nun für Rub & Tug noch einmal mit demselben Regisseur kooperiere, um in die Rolle eines Transmannes zu schlüpfen. Dabei zitiert sie die Reaktion des Stars auf Bustle.

Der echte Dante Gill, auf dessen Geschichte Rub & Tug Bezug nimmt, war Besitzer eines Massagesalons und machte sich in den 1970er Jahren in der kriminellen Unterwelt von Pittsburgh einen Namen. Geboren wurde er als Lois Jean Gill. Für die Regie zeichnet Rupert Sanders verantwortlich, der - wie korrekt von Reign angemerkt - schon bei Ghost in the Shell mit Scarlett Johansson zusammenarbeitete. Einen deutschen Kinostart hat Rub & Tug, der sich aktuell in der Pre-Production befindet, bislang nicht.

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moviepilot Team
Jenny von T Jennifer Ullrich
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Junior Redakteurin im Content-Team bei Moviepilot. Mag Arthouse-Filme, HBO-Serien, Stanley Kubrick und Cersei Lannister.
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