Kritikerlegende im Kino

Roger Ebert-Doku sammelt Geld für Umsetzung

06.01.2014 - 19:00 Uhr
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Life Itself (Produzent Martin Scorsese)
© CNN Films
Life Itself (Produzent Martin Scorsese)
Regisseur Steve James inszeniert die Dokumentation Life Itself. Beleuchtet werden diverse Stationen im Leben des Roger Ebert. Für das Projekt bittet der Regisseur nun Fans des Filmkritikers und Autors um finanzielle Unterstützung für die Umsetzung.

Life Itself wird von Kritikern und Fans heiß erwartet. Ihre offizielle Premiere soll die Dokumentation auf dem Sundance Film Festival feiern. Der Film basiert auf dem 2011 erschienenen Buch Life Itself: A Memoir. Mehr als zwei Dutzend Menschen lässt Regisseur Steve James vor der Kamera zu Wort kommen. Darunter nahestehende Bekannte, berufliche Kollegen und Filmschaffende wie Werner Herzog und Martin Scorsese. Letzterer fungiert bei dem Projekt übrigens auch als ausführender Produzent. Erstmals steht auch die Frau von Eberts Langzeitkollegen und Freund Gene Siskel (TV Show: At the Movies with Siskel & Ebert) vor der Kamera.

Geld sammeln
Dokumentationen sind oft schwer zu finanzieren, schon alleine deswegen, weil sie kommerziell noch schwerer zu verwerten sind. Bis auf wenige Ausnahmen – und dann auch überwiegend Naturdokumentationen – sind Dokumentationen zu einem Nischenplatz im Fernsehen verdammt.

Um den Film Life Itself trotzdem zu realisieren, beschlossen die Produzenten auf das mittlerweile sehr beliebte Crowdfunding zurückzugreifen. Der geneigte Seher unterstützt finanziell das Projekt und bekommt beispielsweise einen Credit im Abspann, eine Einladung zur Premiere, etc. Meist ist dies abhängig davon, wieviel gespendet wurde.

Für 25 US-Dollar verspricht das Team um Regisseur Steve James und Produzent Martin Scorsese den Zuschauern die reinste Wundertüte. Die Vorpremiere des Streifen per Streaming auf dem heimischen PC gehört genauso dazu wie das Transskript des Films als PDF-Datei. Außerdem gibt es eine namentliche Danksagung in gängigen Sozialen Netzwerken. Über die Plattform IndiGoGo könnt ihr selbst aussuchen, wie viel gespendet werden soll.

Kleiner Tipp: Für die angenehm geringe Summe von 1.000 US-Dollar gibt es eine Stunde Privatunterricht im Filmschnitt von Regisseur Steve James persönlich.

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