Community

Red Sparrow - Das sagen die Kritiker zur Spionin Jennifer Lawrence

Red Sparrow
© 20th Century Fox
Red Sparrow
01.03.2018 - 12:30 UhrVor 3 Jahren aktualisiert
2
0
Francis Lawrence adaptiert mit Red Sparrow einen Roman von Jason Matthews. Was bei der vierten Zusammenarbeit zwischen ihm und seiner Namensvetterin (aber nicht mit ihm verwandten) Jennifer Lawrence herauskam, lest ihr wie immer bei uns.

Nachdem Francis Lawrence vor seiner Filmkarriere unter anderem Werbefilme und Musikvideos drehte, erlangte er danach vor allem mit den letzten drei Teilen der Die Tribute von Panem-Reihe größere Bekanntheit. Nun bringt er mit Red Sparrow wiederholt eine Romanadaption in die Kinos. In der vierten Zusammenarbeit zwischen ihm und Jennifer Lawrence geht es um Dominika Egorova (Jennifer Lawrence), eine Frau, die in Kennerkreisen als Sparrow bezeichnet wird. Genauer gesagt ist sie eine russische Agentin im Gewand einer verführerischen Frau. Nach ihrer Ausbildung zur Spionin wird sie auf den amerikanischen CIA-Agenten Nathaniel Nash (Joel Edgerton) angesetzt. Es kommt, wie es kommen muss, und sie verliebt sich in ihn. Ein Spiel um Macht und Vertrauen beginnt. Was die Kritiker vom neusten Lawrence-Lawrence-Streich halten, lest ihr hier:

Die harten Fakten zu Red Sparrow

  • 5 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 6,2
  • 19 Community-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 7,1
  • 3 Kritiken und 5 Kommentare
  • 464 Vormerkungen, 6 sind nicht interessiert

Das sagen die englischsprachigen Kritiker zu Red Sparrow

Owen Gleiberman von Variety  ist von Jennifer Lawrence' Leistung begeistert:

In diesem Film zeigt uns Jennifer Lawrence, was es heißt, ein Filmstar zu sein. [...] in jeder Szene bringt sie verschiedenste Stimmungen zum Einsatz, was die Zuschauer stets auf die nächste Enthüllung hinfiebern lässt. Wir sind auf ihrer Seite, aber wir sind vielmehr auch in ihrem Kopf. Auch wenn (oder gerade weil) mit uns gespielt wurde.

Für Matt Maytum von Gamesradar  ist Red Sparrow eher mittelmäßig. Der Film wird seiner Meinung nach hauptsächlich von seinen Hauptdarstellern getragen:

Obwohl der Film zwei Stunden lang ist, ist Red Sparrow nie langweilig, und die Hauptdarsteller stellen mit ihrer Arbeit sicher, dass der Film immer gut anzusehen ist. Jennifer Lawrence verwendet einen beeindruckenden russischen Akzent, der einen nicht aus dem Konzept bringt, und schreckt auch nicht vor den körperlichen Herausforderungen ihrer Rolle zurück. Edgerton gibt mit natürlichem Charisma mühelos den schroffen Typen, gerade weil er eigentlich der einzige Charakter ist, der einem Moralkodex unterliegt.

Alonso Duralde von The Wrap  ist mit Red Sparrow ganz und gar nicht einverstanden:

Es tut mir leid Red Sparrow, aber du kannst nicht einfach eine brillante schreckliche Zeile wie 'Du hast mich zur Huren-Schule geschickt!' bringen - gesprochen von einer zornigen Jennifer Lawrence mit russischem Akzent - um dann nicht die restliche volle Laufzeit auf diesem wilden Level zu bleiben. Der Film ist nicht intelligent genug, um einen in die Geschichte mit einzubeziehen, und auch nicht lustig genug, um trashig zu sein. Red Sparrow ist ein Film, der nur funktioniert, wenn er entweder etwas schlechter oder wesentlich besser wäre.

Das sagen die deutschsprachigen Kritiker zu Red Sparrow

Nach Meinung von Leonie Bartsch von der Welt  kommt einem der Plot von Red Sparrow ziemlich bekannt vor:

Der Plot ist flach, die Szenen wirken aufgesetzt, das, was sich zwischen Law[r]ence und Edgerton abspielt, ist wenig glaubwürdig. [...] Die hochtrabende Dramatik, der verzweifelte Kampf ums Überleben, das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Feind und Freund, all das erinnert an die Teenagerreihe [Die Tribute von Panem] zuvor. Nur diesmal mit Altersbeschränkung.

EPD-Film -Autor Kai Mihm ist der Thriller zu trivial. Er zweifelt vor allem das Motiv des Films an:

So banal es klingen mag: Wenn kein Weltfrieden gerettet oder keine Atomformel gestohlen werden muss, werden solche Agentenspielereien schnell langweilig. [...] Bei Red Sparrow geht es aber nicht um Ethik oder Moral. Sondern – als fragwürdige weibliche Ermächtigungsfantasie getarnt – um die Etablierung eines neuen Franchise für Jennifer Lawrence. Nicht nur dadurch wirkt der Film genauso zynisch wie die Menschen, von ­denen er erzählt.

Kathrin Horster von der Stuttgarter Zeitung  lobt die Aktualität Red Sparrows. Auch Jennifer Lawrences Leistung kann sie überzeugen:

Sehr zeitgemäß setzt Francis Lawrence auf die Unberechenbarkeit gefährlich schillernder Charaktere, die vielmehr den eigenen, ­undurchsichtigen Ambitionen verpflichtet sind als den Interessen eines korrupten Staates. [...] Jennifer Lawrence verleiht ihrer stoisch kalten Ballerina Glaubwürdigkeit und Stolz. Dass Dominika selbst grausamste Folter mit halbwegs heiler Haut und Seele übersteht, grenzt dennoch an ein Wunder.

Fazit zu Red Sparrow

Aus den Kritiken lässt sich herauslesen, dass Red Sparrow kein wahnsinnig guter Thriller der Extraklasse ist. Bemängelt wird vor allem, dass die Geschichte trotz authentischer Romanvorlage nicht glaubwürdig sei. Es fehle dem Thriller vor allem an Spannung und Intelligenz. Auch dass Red Sparrow sehr an eine erwachsene Verfilmung der Tribute von Panem-Reihe erinnert, stößt den meisten Kritikern sauer auf. Die Leistung von Jennifer Lawrence erfährt allerdings durch die Bank positive Resonanz. Davon solltet ihr also nicht enttäuscht werden. Wenn ihr Lust auf eine Jennifer Lawrence in Hochform habt, ist Red Sparrow genau die richtige Kinounterhaltung für euch.

Wie hat euch Red Sparrow gefallen?

Das könnte dich auch interessieren

Angebote zum Thema

Kommentare

Aktuelle News