The Guilty auf Netflix: Der Jake Gyllenhaal-Thriller hätte sich lieber das Ende des Originals abschauen sollen

05.10.2021 - 15:40 Uhr
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The Guilty - Trailer (Deutsch) HD
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The Guilty mit Jake GyllenhaalAbspielen
© Netflix
The Guilty mit Jake Gyllenhaal
Jake Gyllenhaal setzt als Polizist in The Guilty alles daran, um einer fremden Frau das Leben zu retten. Das Netflix-Remake endet auf einer völlig anderen Note als das Original.

The Guilty mauserte sich zum großen Netflix-Film des Wochenendes. Die Geschichte über einen Polizisten, der aus der Notrufzentrale heraus versucht, einer entführten Frau übers Telefon zu helfen, stürmte kurz nach Veröffentlichung die Charts des Streaming-Diensts. Hier sind eineinhalb Stunden Nervenkitzel garantiert.

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Das Besondere an The Guilty ist, dass sich die Handlung fast ausschließlich in den Räumen der Notrufzentrale abspielt. Wir wissen somit nicht, wie die Welt auf der anderen Seite des Telefons aussieht, was für zusätzliche Spannung sorgt. Das Konzept ist nicht neu: The Guilty basiert auf einem dänischen Thriller gleichen Namens aus dem Jahr 2018.

The Guilty auf Netflix: Das Original hat das bessere Ende

Das in Los Angeles angesiedelte US-Remake übernimmt die meisten Elemente des Originals. Am Ende trifft der von Training Day-Regisseur Antoine Fuqua inszenierte Film jedoch eine Entscheidung, die eine deutliche Abweichung zur Vorlage darstellt und auf das Drehbuch von True Detective-Schöpfer Nic Pizzolatto zurückzuführen ist. Wie sich herausstellt, ist es das deutlich schwächere Ende.

Hier könnt ihr den Trailer zum Original schauen:

The Guilty - Trailer (Deutsch) HD
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Achtung, es folgen Spoiler zur beiden Filmen!

Das Original endet damit, dass der Protagonist die fremde Frau davon abhalten kann, sich von der Brücke zu stürzen. Es gelingt ihm allerdings nur dadurch, dass er sein eigenes Verbrechen gesteht: Er hat einen jungen Mann getötet. Seine Kolleg:innen hören das Geständnis und schauen ihm schockiert dabei zu, wie er das Büro verlässt.

Auch im Remake gesteht Joe (Jake Gyllenhaal) das Verbrechen, allerdings befindet er sich in einem separaten Raum. Seine Kolleg:innen bleiben in Unwissenheit. Joe beschließt daraufhin, die Toilette aufzusuchen, um seinen Partner zu informieren, dass er am nächsten Tag bei der Anhörung vor Gericht nicht die zuvor vereinbarte Lüge sagen soll.

The Guilty: Das Netflix-Remake will einen Helden schaffen

Stattdessen besteht Joe darauf, dass er die Wahrheit sagt, auch wenn das bedeutet, dass er ins Gefängnis muss. Um sicherzugehen, dass die Wahrheit ans Tageslicht kommt, wählt Joe zudem die Nummer jener Journalistin, die ihn bereits zu Beginn des Films nach seiner Version der Geschichte gefragt hat – ein entscheidender Unterschied.

Damit endet The Guilty anno 2021 auf einer völlig anderen Note: Fuqua arbeitet auf ein emotionales Ende zu, dass Joe in einen Helden verwandelt, der sich durch sein Eingeständnis auf dem Weg der Erlösung befindet. Der Polizist, der zuvor Grenzen überschritten hat, verwandelt sich wieder in eine Person, der wir vertrauen können.

In der dänischen Version herrscht im Finale eine deutlich kühlere und ambivalentere Atmosphäre. Wir gehen mit der Hauptfigur in die Ungewissheit des Abspanns und haben keine Ahnung, was am nächsten Tag passiert. Vielleicht kommt die Wahrheit ans Licht, vielleicht herrscht noch mehr Schweigen als zuvor. Dieses Ende bereitet deutlich mehr Bauschmerzen als die letzten Sekunden des Netflix-Films.

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