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Nach Hacker-Angriff etliche Sony-Filme geleakt

Jamie Foxx und Quvenzhané Wallis in Annie
© Sony Pictures
Jamie Foxx und Quvenzhané Wallis in Annie

Anfang der letzten Woche wurde Sony Pictures Opfer eines Hacker-Angriffes, bei dem eine Gruppe namens #GOP (Guardians of Peace) behauptete, im Besitz aller internen Daten - inklusive "secrets and top secrets" - zu sein und damit drohte, sie zu veröffentlichen, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt würden (so meldete es Deadline). Wer die Hacker sind, was sie wollen und ob sie tatsächlich im Besitz interner Daten sind, scheint zwar bisher immer noch nicht geklärt zu sein, Deadline zufolge bescherte das Thanksgiving-Wochenende dem Filmstudio aber neuen Ärger: Nun sind zahlreiche Filme im Netz aufgetaucht, die teilweise noch nicht einmal im Kino angelaufen sind.

Bei den Filmen handelt es sich um das Musical-Remake Annie mit Jamie Foxx und Quvenzhané Wallis, das Alzheimer-Drama Still Alice mit Julianne Moore und Kristen Stewart, die Biopics Mr. Turner - Meister des Lichts mit Timothy Spall und To Write Love on Her Arms mit Kat Dennings sowie den Kriegsfilm Herz aus Stahl mit Brad Pitt. Letzterer läuft in den USA zwar bereits im Kino, hat sich aber trotzdem zum beliebtesten der Downloads entwickelt. Die Quelle der Uploads sollen allerdings Deadline zufolge nicht gehackte Dateien sein, sondern Ansichts-DVDs, wie sie Journalisten, Kritikern und Jury-Mitgliedern zur Verfügung gestellt werden.

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Dem Hollywood Reporter zufolge erhielten Journalisten am vergangenen Samstag E-Mails von jemandem, der angeblich zu GOP gehört und behauptete, die Gruppe sei auch für die Veröffentlichung der Filme verantwortlich. Bestätigt ist diese Verbindung aber genauso wenig wie ein Zusammenhang der ganzen Aktion mit der kommenden Seth Rogen-Komödie The Interview, in der Rogen und James Franco zwei Fernsehmacher spielen, die von der CIA angeheuert werden, Nordkoreas Diktator Kim Jong-un zu töten. Erst vor einigen Tagen waren aus Nordkorea wegen des Films abermals wüste Drohungen gedrungen (wir berichteten). Der Seite Re/code zufolge werde bei Sony Pictures untersucht, ob Nordkorea hinter dem Hackerangriff stehen könnte, ein Zusammenhang sei aber bisher weder bestätigt noch ausgeschlossen worden. The Interview kommt am 5. Februar 2015 in die deutschen Kinos.

Haltet ihr eine Verbindung des Hackerangriffs mit Nordkoreas Zorn über The Interview für wahrscheinlich?

Moviepilot Team
Lord C Christoph Dederichs
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Redakteur bei Moviepilot. Hat (fast) alles, was er im Leben wirklich braucht, von Star Trek gelernt. Lässt sich am liebsten von Hitchcock thrillen und von alten Horrorfilmen gruseln.
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