Mission: Impossible 6 ist "wie Sex", der "vermutlich beste Teil"

Mission: Impossible - Fallout
© Paramount
Mission: Impossible - Fallout
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the gaffer Jenny Jecke
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Redakteurin bei moviepilot.de, schreibt am liebsten über Game of Thrones und Filme, die in Nudel-Restaurants in Hongkong spielen.

Zum ersten Mal in der Reihe kehrt mit Christopher McQuarrie ein Regisseur zurück ans Ruder und das ist nicht die einzige Verbindung zwischen Mission: Impossible 6 - Fallout und dem Vorgänger Rogue Nation. Die Story um IMF-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) und sein Team (Ving Rhames und Simon Pegg) schließt an Teil 5 an. Schurke Solomon Lane (Sean Harris), dessen Verbrecherorganisation Syndikat sich nun unter dem Namen Apostel neu formiert hat, taucht auf. Ein Wiedersehen mit der britischen Ex-Spionin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson) feiert Ethan ebenfalls. Neu in der Geschichte über die terroristischen Apostel ist Superman Henry Cavill. Er spielt August Walker, Mann fürs Grobe der CIA. Gemeinsam mit Hunt begibt er sich nach Paris, um an gestohlenes Plutonium zu kommen, bevor es in den Händen der Apostel zu Schlimmeren gebraucht wird.

Zum Kinostart von Mission: Impossible 6 - Fallout widmen wir uns den deutsch- und englischsprachigen Kritiken zum Film. Die ersten Reaktionen auf den Tom Cruise-Blockbuster waren positiv ausgefallen, doch nun ist es Zeit für einen differenzierteren Blick. Haben sich das wochenlange Training für den Fallschirmsprung über Paris und ein Hubschrauber-Kurs für Tom Cruise gelohnt? Und war der Schnauzer des Henry Cavill wirklich die Millionen wert, die Warner zahlen musste, um das Kinn für die Nachdrehs von Justice League digital zu rasieren? Hier lest ihr mehr.

Hier kommen die harten Fakten zu Mission: Impossible 6 - Fallout:

  • 98 Community-Bewertungen mit einem Durchschnitt von 7,9
  • 33 Kritikerbewertungen mit einem Durchschnitt von 7,9
  • 5 x Lieblingsfilm und 0 x Hassfilm
  • 436 haben sich den Film vorgemerkt, 5 sind nicht interessiert

Das sind die positiven Kritiken zu Mission: Impossible 6 - Fallout:

Im Spiegel schreibt Lukas Stern vom "vermutlich besten" Teil der Mission: Impossible-Reihe:

Zwei Dinge bringt Christopher McQuarries Regie (noch präziser als im Vorgängerfilm Rogue Nation, der auch unter seiner Anleitung entstand) in einen großartigen Verbund: die Handhabe von allen möglichen Verkehrsmitteln und die Kunst der Täuschung. Das Gehirnliche und das 12-Zylindrige - beides hat dieselbe Überschlagskraft.

Manohla Dargis schreibt in der New York Times von der Wonne des Hyper-Menschen Tom Cruise, der in Mission: Impossible 6 mal wieder alle Stunts selbst macht:

Es gibt einen seltsamen, quasi-religiösen Aspekt bei diesen Ausstellungen des Beinahe-Opfers [in seinen Stunts], einer der Cruise - er ist fast (schon wieder) für uns gestorben - in einen Möchtegern-Märtyrer verwandelt, wohl aber einen, der offensichtlich sicher ist (lebendig!) und komfortabel eingerichtet. Selbst die Flugbahn der Kämpfe in diesem Film, von der höhlenartigen Dunkelheit zu den Valhalla-artigen, leuchtenden Höhen, suggeriert eine aufsteigende Gottheit.

Village Voice-Kritiker Bilge Ebiri findet einen profaneren Vergleich: "Mission: Impossible - Fallout ist Sex". Und weiter:

Eine filmische Zentrifuge von akrobatischer Stunt-Arbeit, halsbrecherischen Verfolgungsjagden und eindringlicher Action, ist Mission: Impossible - Fallout ein perfekt kalibriertes Stück Filmemacherei, das den Zuschauer von Anfang an wie eine Trommel schlägt. [...] Die Story selbst mag dumm sein, aber der Film weiß ganz genau, was er tut, wenn es um Action und Spektakel geht.

Das sind die negativen Kritiken zu Mission: Impossible 6 - Fallout:

Nicholas Barber vergibt bei der BBC drei von fünf Sternen für den neuen Mission: Impossible-Film:

Egal wie technisch wunderbar ein Helikopter-Nahkampf oder Heist mit mehreren Fahrzeugen sein mag, kann sowas den Blutdruck nicht wirklich erhöhen oder den Schweiß auf die Stirn treiben, wenn der Ton nicht konsistent ist, und McQuarrie wackelt zwischen zwinkernder Selbstparodie und apokalyptischem Ernst. Es kann auch nicht wirklich funktionieren, wenn es keinen interessanten Bösewicht gibt oder zitierfähige Dialoge oder einen triftigen erzählerischen Grund, warum es passiert [...].

Richard Brody schreibt im New Yorker von dem filmischen "Produktionsvideo" Mission: Impossible - Fallout, das seine Infrastruktur nach außen stellt:

Es gibt im ganzen Film kaum wahrnehmbare Ansätze eines visuellen Empfindens, [es gibt] kein Bild mit irgendeiner Resonanz oder Andeutung über die durchsichtige Wiedergabe der geschriebenen Action hinaus. [...] Das Problem bei der Konstruktion eines Films als eine lange Making-of-Sequenz ist, dass, wenn es ein träger Film wie dieser ist, er nicht so sehr die Frage beantwortet, 'Wie wurde das gemacht?', sondern eine ganz andere stellt: Warum?

Keith Uhlich vergibt bei Slant zwei von vier Sternen und fragt nach Sichtung von Mission: Impossible 6: "Wie viel Spektakel ist zu viel?"

[Ilsa] Faust war ein unersetzlicher Gegenpart für [Ethan] Hunt in Rogue Nation [...]. Doch hier wird sie zu einem neutralisierten Cheerleader seiner - und damit Cruises - draufgängerischen Unbekümmertheit degradiert. [...] Wie in Rogue Nation sind die Action-Szenen in Fallout sauber komponiert und leicht zu verfolgen, und so üppig, dass sie monoton werden.

Wie ist Mission: Impossible 6 - Fallout?

Die überwiegende Zahl von Kritikern zeigt sich von Mission: Impossible - Fallout begeistert. Bei den gängigen Aggregatoren zählt die Agenten-Action mit Tom Cruise zu den am besten bewerteten Blockbustern des bisherigen Jahres. Vielfach wird die unablässige Geschwindigkeit des Films gelobt, der oft mit Mad Max: Fury Road oder The Dark Knight verglichen wird. Ebenso findet die inszenatorische Klarheit der Action sowie Tom Cruises Einsatz in den Stunts gerade bei amerikanischen Kritikern viel Lob. Angekreidet wird dem Film in den bislang wenigen negativeren Auseinandersetzungen der fadenscheinige Plot, ein mangelhafter Schurke sowie die Inszenierung der Action, die über die reine Darstellung der waghalsigen Stunts hinaus wenig eigene Kreativität mitbringt.

Fans von Rogue Nation und den anderen Mission: Impossible-Filmen sollten sich auf eine noch höhere Action-Dichte gefasst machen, die im Kinosaal das ein oder andere "Oh" und "Ah" ob der Sprünge und Hängepartien des Tom Cruise hervorrufen dürfte.

Habt ihr Mission: Impossible 6 - Fallout schon gesehen?

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