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Lone Survivor - Die wahre Geschichte hinter dem Kriegsfilm mit Mark Wahlberg

31.08.2018 - 20:00 Uhr
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Lone Survivor
© Universum
Lone Survivor
Lone Survivor basiert auf einem autobiographischem Werk des ehemaligen Navy SEAL Marcus Luttrell, im Film verkörpert von Mark Wahlberg. Das ist die wahre Geschichte hinter dem Kriegsfilm von Peter Berg.

Update, 31.08.2018: Anlässlich der TV-Ausstrahlung von Lone Survivor um 23:15 Uhr auf ProSieben haben wir unseren Artikel über die Hintergrunde des Films noch einmal hervorgeholt.

Ein Merkmal, das auf viele Kriegsfilme zutrifft, ist der Versuch, die Ereignisse und das Kampfgeschehen möglichst nah und realistisch auf die Leinwand zu bringen. Bei einem so schwierigen Thema ist es verständlich, dass kaum ein Film dieses Ziel vollständig erreicht. Um jedoch zumindest einen guten Ansatzpunkt zu haben, greifen die Filmemacher häufig auf Augenzeugenberichte, Archivfilme und Bücher zurück. Für Lone Survivor diente das autobiographische Werk Lone Survivor: The Eyewitness Account of Operation Redwing and the Lost Heroes of SEAL Team 10 des ehemaligen US Navy SEAL Marcus Luttrell als Vorlage für den Film von Peter Berg mit Mark Wahlberg und Taylor Kitsch in den Hauptrollen.

Vorsicht, Spoiler zu Lone Survivor

Anders als der Film beginnt das Buch mit Erzählungen über Luttrells Kindheit und das Training für die Seals und den Beitritt in die Armee. Das Zentrum von Luttrells Bericht stellen, wie auch im Film dargestellt, die Ereignisse der Operation Redwing dar. Luttrell und sein Team sollten ein Dorf beobachten und nach Möglichkeit den Talibanführer Ahmad Shah, der vermutlich Verbindungen zu Osama Bin Laden hatte, festnehmen oder umbringen. Der Plan geriet jedoch in Gefahr, als das Team zufällig auf drei Schäfer und einen Jungen trifft. Nach einer Diskussion wurden die Zivilisten freigelassen und einige Zeit darauf fanden sich die Soldaten in einem Hinterhalt der Taliban wieder. Im Feuergefecht sterben drei der Soldaten, und auch ein Rettungshubschrauber der Amerikaner wird abgeschossen. Als einziger Überlebender findet Luttrell Zuflucht in einem Dorf, welches ihm Schutz gewährt und die Taliban vertreibt, bis er nach einigen Tagen von seinen Kameraden gerettet wird.

Lone Survivor

Luttrell stand Berg beim Schreiben des Drehbuchs zur Seite und wohnte einen Monat beim Filmemacher, um für Fragen bereit zu stehen. Jedoch gibt es einige undeutliche Aspekte oder auch faktische Fehler, die sich auf den Film übertragen, schreibt Foreign Policy . So sei die größte Fehldarstellung die Anzahl der Feinde, gegen die die SEALs kämpfen. Im Buch ist von 80 bis 200 Taliban die Rede. Verschiedene Quellen geben deutlich andere Zahlen an. Laut Foreign Policy gab Luttrell selbst bei der Nachbesprechung der Mission die Vermutung ab, es wären 20 bis 35 Gegner gewesen. Die Seite der US Navy  zur Verleihung der Medal Of Honor sprach von 30 bis 40, vorherige Spionageinformationen von 10 bis 20. Der Militärjournalist Ed Darack geht von 8 bis 10 Feinden aus. Im Film ist von ungefähr 50 gegnerischen Kämpfern die Rede, was der Realität zumindest näher kommen sollte.

Die Rahmenhandlung zu Lone Survivor stellt die tatsächlichen historischen Verhältnisse durchaus korrekt dar. Die Detailfragen sind allerdings, wie so oft bei Filmen, die sich des ernsten Themas Krieg annehmen, nicht glasklar zu rekonstruieren und eröffnen Raum für Kritik und gerechtfertigte Diskussionen über die Darstellung.

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