London Has Fallen - Das sagen die Kritiker zum Actionfilm

10.03.2016 - 08:50 UhrVor 6 Jahren aktualisiert
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© Universum/Walt Disney
London Has Fallen
Heute startet das Blockbuster-Sequel London Has Fallen in den deutschen Kinos. Wieder muss Gerard Butler als Geheimagent dem US-Präsidenten die Haut retten, diesmal allerdings in London. Wie das Action-Spektakel bei den Kritikern ankam, erfahrt ihr hier.

Nachdem Gerard Butler schon 2013 in Olympus Has Fallen - Die Welt in Gefahr dem US-Präsidenten (Aaron Eckhart) die Haut retten musste, muss der furchtlose Secret Service Agent Mike Banning ab heute zum zweiten Mal seinen Mann stehen. Auch in Babak Najafis Fortsetzung namens London Has Fallen geht es dem US-Präsidenten an den Kragen. Wie alle wichtigen Staatsoberhäupter ist auch er für die Beerdigung des überraschend verstorbenen britischen Premierministers nach London gereist. Als die sowieso schon traurige Veranstaltung dann auch noch von einer Gruppe Terroristen im wahrsten Sinne des Wortes gesprengt wird, bricht in der Millionenstadt das pure Chaos aus. Während im ersten Teil Washington, D.C. in Schutt und Asche gelegt wurde, müssen diesmal die Londoner Sehenswürdigkeiten dran glauben. Ob Gerard Butler auch in London Has Fallen den Tag und seinen Präsidenten retten wird, könnt ihr ab heute im Kino begutachten. Wie die Kritiker das Action-Spektakel fanden, verraten wir euch schon jetzt.

Hier die harten Fakten zu London Has Fallen:

  • 13 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 3,3
  • 17 Kommentare und 11 Kritiken
  • 266 haben den Film vorgemerkt und 22 sind uninteressiert

Was sagen die englischsprachigen Kritiker zu London Has Fallen?

Peter Travers vom Rolling Stone  war von der Botschaft als auch der technischen Umsetzung des Films alles andere als begeistert:

Dieser Film ist ein giftiger Brei aus zügelloser Ausländerfeindlichkeit und glaubt tatsächlich, dass die Zuschauer Schlange stehen werden, um ein computergeneriertes London zu sehen, das vom Parlament bis zur Chelsea Bridge in einem Storm blutiger Schießereien und verschwommener Megapixel untergeht.

Für Kate Lloyd von Time Out London  muss man sich auf den Kitsch und Haudrauf-Charme des Films einlassen müssen:

Wenn man sich auf den klischeehaften Spaß im G.I. Joe-Stil einlassen kann, hat es durchaus seinen Wert, London mal aus der Perspektive eines globalen Actionfilms zu sehen. Die Geschichte führt uns zum Queen's Guard und in die London Underground sowie praktisch an jeder Station einer Stadtrundfahrt vorbei. Es fühlt sich so an, als würden sich die Autoren an einem Touristenführer orientieren und nacheinander alle Sehenswürdigkeiten in die Luft jagen.

Auch Andy Klein von The Wrap  warnt vor Absurditäten in London Has Fallen:

Agent Banning ist nur der letzte in einer langen Tradition von Helden, bei denen jeder Schuss das Schwarze trifft, selbst wenn sie springen, herumwirbeln oder in zwei Richtungen auf einmal schießen. Gleichzeitig scheinen die Bösen ihn trotz einem Kugelhagel aus Maschinengewehren irgendwie ständig zu verfehlen. Wer sich hierauf nicht einlassen und für anderthalb Stunden jegliche Zweifel ausblenden kann, für den ist London Has Fallen definitiv nicht das Richtige.

Was sagen die deutschsprachigen Kritiker zu London Has Fallen?

Für Christian Neffe von Filmverliebt  war London Has Fallen zu schematisch:

London Has Fallen ist eine Fortsetzung nach üblichem Schema. Dasselbe Storygerüst wird mit einem anderen Setting versehen, handwerklich hier und da etwas geschraubt, was stellenweise auch zu besseren Ergebnissen führt. Doch in Summe kann der Film nicht herausstechen und ist am nächsten Tag schon wieder vergessen.

Torsten Hanisch von gamona  fand die actionreiche Inszenierung trotz schwacher Effekte ansprechend:

Das ganz große Plus ist aber der iranisch-schwedische Regisseur Babak Najafi, der es zwar auch nicht schafft, die erneut absolut scheußlichen CGI-Effekte vergessen zu machen, seinen Film aber deutlich besser als Fuqua [der Regisseur des ersten Teils] im Griff hat und Action inszeniert, wie Action immer inszeniert werden sollte. Keine schnellen Schnitte, kaum Kameragewackel, so wenig moderner Schnickschnack wie nötig. Stattdessen: totale Übersicht. Klar komponierte Einstellungen, lange Szenen, man ist jederzeit dabei.

Moviejones  sieht die Botschaft des Films kritisch:

Die Bedrohung unserer Tage und immer wieder Orient gegen Okzident hält zur Unterhaltung her und die Story bedient dabei teils typische Ressentiments. Entweder man steckt den Pathos weg oder eben nicht, ein Film zur Völkerverständigung ist London Has Fallen nicht.

Fazit zu London Has Fallen:

Der Großteil der englischen wie deutschen Kritiker fand London Has Fallen nicht empfehlenswert. Während manche von ihnen eine leichte Verbesserung zum Vorgänger feststellen wollen, war die Handlung und die Essenz des Films für die meisten dasselbe in Grün. Neben der schematischen wie unrealistischen Story konnten auch die Effekte der explodierenden Londoner Sehenswürdigkeiten nicht überzeugen. Auch die Botschaft des Films war ganz abgesehen von der unsensiblen Effekthascherei mit sehr realen Bedrohungen für viele sehr problematisch. Wer jedoch all das außer Acht lassen kann und sich ohne viele Fragen einfach auf den Film einlassen kann, für den könnte London Has Fallen trotzdem als anspruchsloser, aber dafür unterhaltsamer und spannender Actionstreifen funktionieren.

Werdet ihr London Has Fallen eine Chance geben?

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