Kontroverse um 365 Days: Netflix reagiert auf Proteste

07.07.2020 - 07:15 UhrVor 1 Monat aktualisiert
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© Next Film/Netflix
365 Days
Aufgrund seiner Darstellung von sexueller Gewalt hat 365 Days eine Kontroverse aufgelöst. Netflix beabsichtigt aber nicht, einschränkende Maßnahmen einzuleiten.

Das Erotik-Drama 365 Days ist auf Netflix der große Hit der letzten Wochen und hält sich beständig in den deutschen internen Top 10 des Streaming-Anbieters. Jedoch hat der Film auch eine große Kontroverse angestoßen: Einige Zuschauer monieren, dass die Figur Massimo (Michele Morrone) Gewalt gegen Frauen ausübt und dennoch als unwiderstehlich dargestellt wird. Dies vermittele ein bedenkliches Bild.

Vor einigen Tagen rief die britische Organisation Pro Empower eine Petition ins Leben, die die Voranstellung einer Trigger-Warnung bei 365 Days fordert. Vergangene Woche übte zudem die Sängerin Duffy (via The Guardian ) massive Kritik. Nun hat ein Sprecher von Netflix gegenüber Reuters  reagiert.

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365 Days: Netflix verzichtet auf Maßnahmen

In einem E-Mail-Kommentar verweist der Verantwortliche auf die Möglichkeiten, die Netflix seinen Kunden bietet, um die Anzeige bestimmter Filme selbst zu verhindern - wie etwa die Einrichtung bestimmter Filter (Stichwort: Altersfreigabe-Einschränkung) in den Profil-Einstellungen. Es bestehe die Option, spezifische Titel einfach auszublenden. Die Eigenverantwortung der Abonnenten wird an der Stelle also betont.

Seht den Trailer zu 365 Days bei Netflix!

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Zudem führt der Sprecher aus, dass 365 Days keine Eigenproduktion von Netflix ist, sondern der VoD-Dienst lediglich die Lizenz an der Regie-Arbeit von Barbara Bialowas und Tomasz Mandes erworben hat. Erst im vergangenen Februar lief der Film in mehreren Ländern in den Kinos. Mithin also sieht Netflix keine "Pflicht" zum Handeln bei sich.

Das Statement lässt darauf schließen, dass der Anbieter zumindest momentan nicht beabsichtigt, 365 Days eine Warnung vorzuschalten. Pro Empower schlug sogar vor, eine Entfernung des Films aus der digitalen Bibliothek in Betracht zu ziehen. Ein solcher - freilich noch radikalerer - Schritt scheint ebenfalls nicht in Aussicht.

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Was meint ihr: Sollte Netflix der Forderung der 365 Days-Petition nachkommen?

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