Jackie - Das sagen die moviepiloten zum Biopic mit Natalie Portman

Natalie Portman in Jackie
© Tobis
Natalie Portman in Jackie

Bei den diesjährigen Golden Globes war Natalie Portman bereits als beste Hauptdarstellerin für ihre Leistung im Drama Jackie nominiert, bei der Oscarverleihung Ende Februar darf sie sich erneut Hoffnungen machen. Selbst wenn sie sich ihrer Schauspiel-Kollegin Isabelle Huppert (Elle) im Rennen um die begehrte Trophäe geschlagen geben musste, gilt sie auch für die kommende Oscar-Verleihung als heiße Kandidatin. Für die Kategorien bestes Kostüm und beste Musik werden dem Drama ebenfalls gute Chancen zugerechnet. Jackie läuft seit dem 26.01.2017 in unseren Kinos.

Im Mittelpunkt von Jackie steht natürlich Natalie Portman in der Rolle von Jacqueline Kennedy, der Witwe des 35. US-Präsidenten John F. Kennedy. Nachdem ihr geliebter Ehemann am 21. November 1963 in Dallas von einer Kugel in den Kopf getroffen wird und infolgedessen stirbt, stellt sie sich in den darauffolgenden Tagen tapfer ihrem Amt als First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika. Der chilenische Regisseur Pablo Larraín (Gloria) inszenierte das emotional aufgeladene Porträt. Wir schauen uns an, was die moviepiloten zu Jackie zu sagen haben.

Hier sind die harten Fakten zu Jackie:

  • 26 Kritiker-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 7,4
  • 75 Community-Bewertungen mit einem Durchschnittswert von 6,9
  • 18 Kritiken und 9 Kommentare
  • 2 x Lieblingsfilm und 1 x Hassfilm
  • 342 Vormerkungen, 1 ist nicht interessiert


Das mochtet ihr an Jackie:

Nico.stolz.9 (10) war beeindruckt und richtete gleich einen Appell an die Academy:

Liebe Arcademy, wir sind zwar schon seit sehr vielen Jahren gute Bekannte, aber ich muss euch warnen. Ich gebe euch bis zum 25.02 Zeit die Nominierung fuer Hacksaw Ridge in der Kategorie Bester Film und Regie zu streichen und sie gegen Jackie zu tauschen. Fehler koennen halt mal passieren... Ich bin mit hohen Erwartungen in den Film gegangen, und diese wurden sogar noch uebertroffen. Das liegt einfach an sehr sehr vielen Dingen. Zuerst haben wir hier natuerlich Portman die hier ihre beste Performance ihrer Karriere abliefert. Die ist einfach der Wahnsinn. Schauspielerisch zu 101%. Ihre Mimik, ihre Art zu sprechen, einfach alles raubt einem echt den Atem.

Framolf (8) kann sich dieser ultimativen Lobhudelei nur anschließen:

Meisterwerk. Zumindest in Teilbereichen. Natalie Portman wächst erneut über sich hinaus und liefert eine schier meisterhafte Performance ab. Auch die Musik wird hier zwar höchst unkonventionell eingesetzt, untermalt aber leitmotivisch Jackies Psyche bzw. Gefühlswelt auf eindrucksvolle Art. Ebenfalls ungewöhnlich ist die Kameraführung, die (zumindest in Bezug auf das Kino) ungewöhlich oft auf Close Ups setzt und sich dabei voll und ganz auf die Hauptdarstellerin verlässt - und von ihr nicht im Stich gelassen wird. Die Entscheidung, die erzählte Zeit auf wenige Tage zu begrenzen, wirkt zunächst etwas befremdlich, stellt sich im Nachhinein aber als höchst sinnvoll heraus. Zum einen sind viele Aspekte aus Jackies Leben ohnehin bereits hinlänglich bekannt, zum anderen führt die hier vorgenommene Fokussierung zu einer besonderen Intensität, in der sich Natalie Portmans eindringliches Spiel erst so richtig entfalten kann.

Mr. Pink (7,5) faszinierte das eindringliche Porträt von Jackie Kennedy:

"Jackie", ein Film, auf den sich meine Vorfreude trotz Nat in Grenzen hielt, hätte ich es doch leicht ohne einen Streifen über Fräulein Bouvier aushalten können, entpuppt sich als fantastisches Biopic, weil er nicht nach einer Standardformel trocken die Stationen seines Lebens abarbeitet, sondern tatsächlich einen aufwühlend intensiven Blick in die Gedanken und Gefühle seines Hauptcharakters erlaubt. Die Kamera ist immer ganz nah an Jackie dran, sodass wir ihre Perspektive einnehmen. Selbst wenn Jack dann mal im Bild ist, bleibt er eine Randerscheinung, die im Hintergrund verschwimmt, und es wird sich einzig und allein auf die Titelfigur konzentriert, jede noch so kleine Regung von ihr eingefangen. Hilfreich dafür auch Natalie Portmans exzellentes Schauspiel. Ob sie die echte Jackie O. tatsächlich gut getroffen hat, vermag ich nicht zu sagen, da ich sie dafür zu wenig kenne, für die erzählte Geschichte zumindest gäbe es jedoch nichts besseres. Sie geht voll in der Rolle auf und gewährt so wirklich tiefe Einsichten in die Empfindungen und das Innere dieser verletzt angeschlagenen und doch standhaft bleibenden Frau.
Shaktis (ohne Wertung) fasst noch mal zusammen, was den Film so stark macht:
Ich habe im Vorfeld Kritiken gelesen und war mir trotzdem nicht sicher was mich erwartet und ob es ein Film ist, den ich gesehen haben muss.
Wäre da nicht Natalie Portman.
und ja, sie spielt Jackie nicht - sie scheint es zu sein.
Was immer man über Jackie weiß, bzw.über den Mythos der die Kennedys umgibt - dieses Biopic ist ei zutiefst menschliches Portait einer bemerkenswerten Frau. Und Portman ist eine begnadete Schauspielerin.

Das hat euch an Jackie nicht gefallen:

Filmkritix (6) störten während der knapp 100 Minuten des Films vor allem einige Längen:
Eine gut spielende Natalie Portman kann die Längen des Films nicht verdecken. Der Soundtrack ist ein Graus, zudem braucht man Sitzfleisch. Das Tempo ist so niedrig, dass nur echt Fans von Dramen ihren Gefallen daran finden werden. Schade, denn die alten Originalaufnahmen und das Interview machen doch einiges her...
MarcelN44 (7,5) hatte einzig und allein an der Musik etwas auszusetzen:
Mit Mica Levi ("Under the skin") ist dieses Jahr zwar erstmals eine Frau alleine für einen Komponisten-Oscar nominiert, die gelernte Violinistin übertreibt es aber gehörig mit ihrem Lieblingsinstrument.

Fazit zu Jackie:

Natalie Portman scheint vollkommen zurecht für den Oscar als beste Hauptdarstellerin nominiert zu sein und wenn es nach euch ginge, wäre ihr der Goldjunge für ihre ausgezeichnete Leistung in Jackie schon sicher. Das intensive Schauspiel des Hollywood-Stars ist so exzellent, dass es auch einige kleine Längen im Biopic zu kaschieren vermag. Obwohl die musikalische Untermalung nicht den Geschmack von jedem Kinogänger trifft, zieht die eindringliche Komposition aus Bild und Ton den Zuschauer sofort in den Bann. Im Kern ist Jackie ein zutiefst menschliches Porträt einer beeindruckenden Frau.

Findet ihr eure eigene Meinung zu Jackie bei den ausgewählten moviepiloten wieder?

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