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Mein Herz für Klassiker

Ich, Akira und Ôtomos Cyberpunk-Alptraum

28.06.2013 - 08:50 UhrVor 7 Jahren aktualisiert
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Akira
© Panini Video
Akira
Als vorerst letzten Thementext bei moviepilot möchte ich Akira mein Herz für Klassiker schenken, der vor allem in den USA und Europa erstmals das Interesse für Japanimation, die auch an Erwachsene gerichtet war, weckte. Es war mir ein Schmaus!

Von 1982 bis 1990 wurde AKIRA, der Cyberpunk-Manga von Katsuhiro Ôtomo, serienhaft in einem Manga-Magazin veröffentlicht und brachte es bis zu seiner Vollendung auf sechs dicke Sammelbände mit insgesamt über 2.000 Seiten. Bereits 1988 erschien jedoch eine Anime-Adaption, bei der dem Autor völlige kreative Kontrolle überlassen wurde. Die Anime-Version Akira sollte zu einem Meilenstein des japanischen Kinos und japanischer Animation (vor allem auch außerhalb Japans) werden. Mit gerade 25 Jahren auf dem Buckel qualifiziert sich Akira nun als Klassiker und hat sich diesen Titel auch jenseits der Animationswelt verdient.

Die dystopische Cyberpunk-Zukunft von Neo-Tokyo ist dabei das düstere Setting für die Geschichte einer Motorrad-Gang, die nach einem Unfall während eines Bandenkrieges in die militärisch-politischen Intriegen des Großstadtmolochs verwickelt wird. Der kleinlaute Tetsuo stößt samt Motorrad mit einem mysteriösen Kind zusammen und wird daraufhin vom Militär unter Beobachtung genommen, denn in dem schwächsten Mitglied der Gang werden übermenschliche Kräfte wach. Dies ist schon einmal zu der Zeit geschehen, als eine vermeintliche Atombombe einen Krater in das alte Tokyo riss und dabei den Dritten Weltkrieg auslöste. Auf der Suche nach seinem Kindheitsfreund erfährt Anführer Kaneda, der sich regierungsfeindlichen Rebellen anschließt, wieso auch das Militär an seinem Kumpel interessiert ist und kommt der Antwort auf die Frage, wer oder was Akira ist, gefährlich nahe.

Warum ich Akira mein Herz schenke
Akira ist noch heute ein Augenschmaus und kann sich selbst nach 25 Jahren mit aktuellen Kinofilmen aus dem Anime-Bereich messen. Das liegt zum einen an der atemberaubenden (handgezeichneten!) Animation, in welche damals ein Rekordbudget gesteckt wurde. Vergleichsweise detaillierte Hintergründe und flüssigere Animation bekommen Liebhaber von animierten Filmern selbst heute kaum geboten. In Zahlen sind es 160.000 Einzelbilder und 327 verwendete Farben, die in Akira flossen. Ob dies der Grund ist, warum dieser Film eine dichte, sich mit Blade Runner messende Atmosphäre vorweisen kann, die einen trotz fantastischer Elemente komplett in sich hineinzieht, sei dahingestellt.

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