Game of Thrones-Star kritisiert HBO für Prequel-Serie House of the Dragon

25.01.2022 - 12:00 Uhr
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Game of Thrones
In Game of Thrones spielte Peter Dinklage den Antihelden Tyrion Lannister. Aber wie steht er zur Prequel-Serie House of the Dragon? Das erklärte er jetzt in einem Interview.

Wer schon mal ein Interview mit Game of Thrones-Star Peter Dinklage gelesen hat, weiß dass er ein erfrischend ehrlicher Zeitgenosse ist. Der Emmy-Gewinner nimmt kein Blatt vor dem Mund und das ist im Hollywood-Betrieb eine Seltenheit.

Kürzlich war er zu Gast beim Interview-Podcast WTF with Marc Maron und kam auf die Game of Thrones-Prequelserie House of the Dragon zu sprechen. Tyrion Lannister-Darsteller Peter Dinklage blieb höflich, äußerte aber auch Kritik am verantwortlichen Sender HBO.

Peter Dinklage erklärt wichtigen Unterschied zwischen Game of Thrones und House of the Dragon

In dem überaus unterhaltsamen Interview kamen Marc Maron und Peter Dinklage ab etwa Minute 46 auf Game of Thrones zu sprechen.

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Nachdem Dinklage negative Fan-Reaktionen auf das Finale von Staffel 8 erwähnt, merkt er an, dass noch eine Game of Thrones-Serie in Arbeit sei. Er stellt klar, dass keine:r der Original-Stars an House of the Dragon beteiligt ist:

Niemand aus dem Original ist Teil der Serie, aber es gibt noch eine [Serie], weil [Game of Thrones] ihnen Geld eingebracht hat. HBO ist wieder dran. Wozu ich eine Meinung habe.

Gefragt, was diese sei, erklärt Dinklage zunächst:

Ich glaube, das wird eine richtig gute Serie. Der Regisseur [Miguel Sapochnik] und Produzent [Ryan Condal] haben an unserer Serie mitgearbeitet und ich denke, es wird verdammt nochmal gut.

Das "aber" ließ nicht lange auf sich warten:

Aber sie sind ein Risiko eingegangen mit unserer Serie, HBO. Sie haben ein großes Risiko auf sich genommen mit unserer Serie. Es war ein zäher Anfang, aber warum machen sie das nicht nochmal? Das hier ist kein Risiko. Es ist etwas, bei dem bewiesen wurde, dass es funktioniert.

Der Game of Thrones-Stark kritisiert damit vor allem HBO

Peter Dinklage geht es bei seiner Kritik also nicht um die Qualitäten von House of the Dragon, sondern vielmehr um die Programmpolitik von HBO.

Der amerikanische Pay-TV-Sender machte sich einen Namen mit ungewöhnlichen Serien wie Die Sopranos und The Wire. Auch Game of Thrones war 2011 keineswegs ein Selbstläufer. Denn Fantasy war besonders im Fernsehen verpönt, erst Recht im Kontext einer "Qualitätsserie". Game of Thrones änderte das. Die Serie brauchte dafür aber auch eine langwierigen Produktion und eine vergleichsweise unspektakuläre 1. Staffel, die das Fantasy-Element auf ihr Finale beschränkte.

Schaut man heute auf die aktuellen und geplanten Serien von HBO, dann fällt die bloße Anzahl an Franchise-Titeln auf, darunter Reboots, Sequels und Serien-Versionen von His Dark Materials, Perry Mason, In Treatment, True Blood, Hellraiser und natürlich Game of Thrones sowie die Videospielverfilmung The Last of Us.

Diese Entwicklung ist unter anderem auf die Konkurrenz im Streaming-Markt zurückzuführen. HBO war früher eine Art Boutique-Sender, heute steht er mit dem Streaming-Dienst HBO Max in direkter Konkurrenz zu Netflix, Amazon und Apple. Umso mehr muss also produziert werden. Die Frage, die bei Dinklage mitschwingt, ist natürlich ob eine Serie wie Game of Thrones heute möglich wäre. Oder ob die Verantwortlichen lieber auf eine sichere Bank setzen würden. Zum Beispiel die Vorgeschichte ihres bisher größten Erfolges.

Podcast für Game of Thrones-Fans: Wie gut wird House of the Dragon?

Game of Thrones war ein Serienphänomen. Doch lässt sich dieser Erfolg wiederholen? Die Prequel-Serie House of the Dragon wird es versuchen.

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In der neuen Folge von Streamgestöber diskutieren wir über die Herausforderungen von House of the Dragon. Dabei finden sie erstaunlich viel Potenzial in der Grundidee der Serie und formulieren einige Wünsche für die Zukunft.

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