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Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen

Fatale Dummheit - Top 7 der Sitcom-Dummköpfe

09.09.2010 - 08:50 UhrVor 8 Jahren aktualisiert
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Die Bundy-Dummköpfe
© Sony Pictures / marriedwithchildren.com
Die Bundy-Dummköpfe
Man soll ja nicht über Dummheit lachen und trotzdem tun wir es. In zahlreichen Sitcoms gibt es mindestens einen Charakter, der Abitur mit h schreibt. Die folgenden sieben Figuren gehören unbedingt dazu.

„Mama sagt: Dumm ist der, der Dummes tut.“ Die gute Mrs. Gump, sie wollte immer nur das Beste für ihren kleinen doofen Forrest und hatte ihn immer schrecklich lieb. Aber was soll diese Relativierung von Dummheit? Wo wären wir ohne dumme Menschen? Über wen würden wir lachen? Eigentlich ist es nicht nett, geistige Armut als Gaglieferant zu nutzen, aber in etlichen Sitcoms ist es der Fall – und oftmals ernten die Unintelligenten die meisten Lacher und haben die besten Sympathiewerte. Die meisten dieser Zeitgenossen haben wir in unser Herz geschlossen, trotz – oder vielleicht sogar wegen – ihrer Blödheit, ihrer Naivität, ihres trotteligen Auftretens. Deswegen präsentieren wir euch die Top 7 der Sitcom-Dummköpfe. (Anmerkung: die Liste umfasst nur Menschen aus Fleisch und Blut, weshalb Zeichentrickfiguren nicht berücksichtigt wurden. Also kein Homer und kein Peter.)

7. Michael Kelso (Die wilden Siebziger)
Wenigstens sieht er gut aus – davon ist er zumindest schwer überzeugt. Mehr hat Kelso (Ashton Kutcher) allerdings nicht zu bieten. Er ist ein Versager, wobei er seinen Kumpels da in nichts nachsteht, und ziemlich dumm. Dass er nicht viel auf der Pfanne hat, zeigt sich schon daran, dass er die 1. Klasse wiederholen musste. Aber nicht nur schulischer Misserfolg kennzeichnet ihn als Hohlbirne, sondern auch sein unbedachtes Handeln. So ist er etwaigen „Mutproben“ nicht abgeneigt, hat es nicht so mit Treue und wird später sogar Vater, weil er einfach nicht nachdenkt. Zudem ist er ein beliebtes Opfer für Streiche seiner Freunde.

6. Else Tetzlaff (Ein Herz und eine Seele)
„Du dusselige Kuh!“ Alfred (Heinz Schubert) hat in dieser Kultserie, die als eine der ersten in Deutschland das Sitcom-Format übernommen hat, seine Gattin Else (Elisabeth Wiedemann) des Öfteren beschimpft. Das lag zwar zu großen Teilen an seinem wenig ausgeglichenen Gemüt, aber Else hat es ihm manchmal auch nicht leicht gemacht. Ihre einfältige Art, ihr Nullwissen bezüglich Politik, Sport und Kultur und ihr Phlegma gaben Alfred immer wieder Anlass, aus der Haut zu fahren.
Alfred: „Wenn einer von uns beiden stirbt, mach ich mir ein schönes Leben!“
Dass sie es aber mit diesem Ekel ausgehalten hat, ist ihr hoch anzurechnen – oder eben pure Dummheit.

5. Joey Tribbiani (Friends)
Wer nichts wird, wird Wirt – oder Schauspieler, so wie Joey (Matt LeBlanc). Er ist der Prototyp des unintelligenten Frauenheld, der mit Charme und einem flotten Spruch („Na, wie geht’s denn so?“) immer wieder Erfolg beim hübschen Geschlecht hat. Beruflich kommt er damit nicht sehr weit, denn seine Dummheit ist dort eher hinderlich. Auch seine Freunde überrascht er immer wieder mit seiner ausgeprägten Idiotie, zum Beispiel als sein Kopf in dem Thanksgiving-Truthahn feststeckte.

4. Reese (Malcolm mittendrin)
Was man nicht im Kopf hat, hat man in den Beinen – oder in Reese’ (Justin Berfield) Fall in den Fäusten. Er ist ein Rabauke und das vor allem, weil er zu dumm ist, Probleme auf andere Weise zu lösen. Dass zudem seine Erziehung für seine Entwicklung bestimmt nicht zuträglich war, gilt es auch noch zu erwähnen.

3. Jake Harper (Two and a Half Men)
Warum was für die Bildung tun, wenn man in der Zeit auch eine Pizza essen kann? Jake (Angus T. Jones) ist übergewichtig, faul, begriffsstutzig, beeinflussbar, aber auch, zumindest zu Beginn der Serie, knuffig und auf seine spezielle Art liebenswert. Ein Videospiel wirkt auf ihn wesentlich anziehender als ein Buch. In jungen Jahren mag das nicht ungewöhnlich sein, aber seine intellektuelle Entwicklung stagniert und sein Horizont scheint sich nie wirklich weiterzuentwickeln – ein deutliches Zeichen für Dummheit. Und Jakes Sprüche sind ein weiterer unwiderlegbarer Beweis: „Hey, du hältst mich zwar für blöd, aber du überschätzt mich.“

2. Rose Nylund (Golden Girls)
„Bei uns in Sankt Olaf…“ Rose (Betty White) ist gutgläubig, nett, mitfühlend – und einfach dämlich. Ihr Wissen über die Welt hat sie in der Kleinstadt Sankt Olaf in Minnesota vermittelt bekommen, dementsprechend fehlerhaft ist es. Nichtsdestotrotz setzt sie immer wieder an, eine Episode aus diesem Leben zu erzählen – und wird dabei regelmäßig unterbrochen, meist durch einen sarkastischen Spruch von Dorothy (Beatrice Arthur). Aber Rose hat ihr Herz am rechten Fleck, besitzt ein feines Gespür für Emotionen und ist unglaublich tierlieb. Und auch wenn ihre Mitbewohnerinnen sie immer wieder wegen ihrer Dummheit aufziehen, können und wollen sie doch nicht auf sie verzichten und haben sie sehr lieb – und die Fans der „Golden Girls“ ebenso.

1. Kelly Bundy (Eine schrecklich nette Familie)
„Dumpfbacke“, wie sie halbliebevoll von ihrem Vater genannt wird, hat in Sachen Dummheit die Nase vorne. Sie kann kaum lesen und schreiben, ihr Gehirn hat nur begrenzte Speicherkapazität und sie ist eine Schlampe, wie sie im Buche steht. Kelly (Christina Applegate) versucht ebenso, ihren fehlenden Grips durch ihr Äußeres zu kompensieren, was ihr sogar relativ häufig gelingt. Da sie aber auch schwere Defizite im Rechnen besitzt, wird sie regelmäßig von ihrer Familie, besonders von Bud (David Faustino), ihrem Manager, um ihren Verdienst gebracht. Und sie hat von Natur aus ein großes Problem: Sie ist eine Bundy und Bundys haben letztlich immer Pech.

Jetzt seid ihr dran: Hätte noch jemand in die Liste aufgenommen werden müssen? Oder steht gar einer der Charaktere zu Unrecht drin? Eure Meinung ist gefragt!


Der Text stammt von unserem User guggenheim (Nils Pape).
Wer ebenfalls Text-Ideen oder bereits was aufgeschrieben hat, wende sich an ines[@]moviepilot.de.

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