"Es war frustrierend": Varys-Darsteller enttäuscht vom Game of Thrones-Finale

Conleth Hill als Varys in Game of Thrones
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Conleth Hill als Varys in Game of Thrones

Achtung, Spoiler zu Game of Thrones Staffel 8: In der letzten Episode von Game of Thrones fand der Eunuch und Meisterspion Varys wie von Melisandre vorhergesagt und wie von Daenerys versprochen als Verräter sein feuriges Ende.

Der Meister der Flüsterer hatte geplant, die Drachenkönigin, die zu unterstützen er so viel riskiert hatte, hinter ihrem Rücken für Jon Schnee (Kit Harington) zu verraten. Varys-Darsteller Conleth Hill ist mit der Entwicklung seiner Rolle in den letzten Staffeln derweil gar nicht zufrieden.

Varys-Darsteller Conleth Hill zu den letzten Staffeln Game of Thrones

Egal, was ihr von der Logik hinter Varys' Aktionen haltet, sein Tod durch die Flammen war früh vorauszusehen gewesen. Warum er gerade die Königin, für die er so viel konspiriert hat, für jemanden verriet, den er kaum kennt - das hat wohl mit der merkwürdigen Vermischung zwischen Serie und Buch im Fall Varys zu tun.

Conleth Hill war hingegen laut CinemaBlend untröstlich über den Tod seiner Figur, da er nicht angemessen darauf vorbereitet wurde. Er hätte gerne bis zum Schluss der Serie mitgespielt. Doch der Schauspieler hat auch eine allgemeine Kritik dazu, wie seine Figur in den letzten beiden, sehr beengten Staffeln Game of Thrones behandelt wurde. Seiner Meinung nach wurde Varys zu sehr in den Hintergrund gedrängt und kam kaum noch vor.

Zu wenig Varys in Game of Thrones

Tatsächlich hat Varys' Präsenz in der 7. und 8. Staffel deutlich abgenommen, obwohl er im Gegensatz zu den Büchern (in denen er vorübergehend einfach verschwindet) noch zusätzliche Szenen bekommen hat. Zudem war Hill traurig darüber, in seiner Rolle als Varys an nur wenigen der grandiosen Szenen in Game of Thrones mitgewirkt zu haben. Eine Sache fehlte ihm dabei ganz besonders - eine Abschlussszene mit Kleinfinger:

Ich war sehr deprimiert, keine letzte Szene mit [Kleinfinger] zu haben. Ich war deprimiert, keine Reaktion auf seinen Tod zu haben, wenn er doch mein Gegenspieler war (...)
Es war sehr frustrierend. Insgesamt waren sie positiv und unglaublich brillant, aber ich glaube die letzten paar Staffeln waren einfach nicht meine liebsten.

Die fragwürdige Charakterentwicklung in Game of Thrones

Hill ist der Ansicht, dass Varys kaum Zeit bekam, sich in den letzten beiden Staffeln charakterlich weiterzuentwickeln. Die letzten, besonders ansprechenden Szenen seien diesbezüglich die Reisesequenzen mit Tyrion Lannister (Peter Dinklage) in der 5. Staffel gewesen.

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Mit seiner Meinung zur Entwicklung der Charaktere in der 8. Staffel Game of Thrones steht Conleth Hill derweil nicht allein da. Auch die Darstellerinnen Lena Headey und Emilia Clarke äußerten sich mit gemischten Gefühlen zu ihren Figuren. Gerade für Daenerys wird es in der 6. und letzten Game of Thrones-Folge der 8. Staffel

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Moviepilot Team
RobertMuldoon Dennis Meischen
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Volontär bei moviepilot. Berichtet am liebsten über Gangsterstreifen und Werke, in denen sich Literatur und Filmkunst vereinen. Weiß, wo Leute hinkommen, die guten Scotch verschwenden.
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