Endlich: Ohne Ben Affleck hat Batman wieder eine Chance

Ben Affleck als Batman
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"Was die Oberflächen zeigen ist nur ein Teil der Wahrheit. Darunter steckt das, was mich am Leben interessiert: die Dunkelheit, das Ungewisse, das Erschreckende, die Krankheiten." (David Lynch)

Dreimal verkörperte er den Dunklen Ritter. Nun ist aber gewiss: Ben Affleck spielt nie wieder Batman. Ein von vielen Fans gewünschtes Solo-Abenteuer mit ihm wird es also nie geben, der Schauspieler hat sich offiziell von The Batman verabschiedet. Die Nachricht dürfte einige Fans traurig stimmen, wie zum Beispiel Alexander, der den Rückzug von Ben Affleck als große Tragödie deutet. Andere wiederum sind wahrscheinlich zufrieden, dass uns in nicht allzu langer Zeit ein neuer Batman-Darsteller präsentiert wird. Ich gehöre zur letzteren Gruppe, weil ich finde, dass Batman ohne Ben Affleck deutlich besser dran ist und wieder eine Chance hat.

Ein Batman ohne Vergangenheit ist kein guter Batman

Mich störte, dass Batman in der Ben Affleck-Version ohne eine gute Hintergrundgeschichte auskommen musste. Uns wurde natürlich seine wichtige Vision gezeigt: Fledermäuse nach dem Absturz in einer Höhle, aber danach folgt in Batman v Superman: Dawn of Justice ein großer Zeitsprung. Dieser Batman mit den grauen Schläfen ist bereits in die Jahre gekommen und hat garantiert schon einiges erlebt. Was genau, wird aber außen vor gelassen. Wie er zu dem wurde, der er ist, und was ihn ausmacht, wird uns nicht erzählt. Wirklich schade.

Düstere Traurigkeit ohne Tiefe reicht für Batman nicht

Vielfach wird gelobt, dass Ben Affleck das Düstere von Batman in den Vordergrund stellt und der Figur damit auch schauspielerisch gerecht werden würde. Das kann ich nicht unterschreiben. Mir wurde eine Person präsentiert, die ohne Hintergrund und Tiefe daherkommt. Dafür steht ihr der melancholische Gram permanent im Gesicht. Batman quält seinen Körper zu Höchstleistungen, sein pessimistischer Weltschmerz ist allgegenwärtig. Etwas weniger leidvoll wäre für mich deutlich besser gewesen.

Es gab nie einen richtigen Batman-Film mit Ben Affleck

Das Potential eines Batman in der Verkörperung von Ben Affleck kann ich nach drei Filmen eigentlich immer noch sehr schwer einschätzen. Es gab nie einen wirklichen Batman-Film mit ihm. Entweder war er nur der Sparring-Partner für Superman oder einer von vielen inmitten seiner DC-Kollegen. Insofern wirkt er schon verbraucht, bevor es richtig in einem Solo-Abenteuer hätte losgehen können. Ein Neuanfang scheint da nur konsequent.

Endlich ist auch alles wieder offen für Ben Affleck

Batman schwebte irgendwie unheilvoll über der Karriere von Ben Affleck. Nun ist endlich eine Entscheidung gefallen, die es dem Filmemacher leichter machen dürfte, sich auf neue, interessante Projekte einzulassen. Hinsichtlich seiner Regiearbeiten könnte er sich im Stile von Gone Baby Gone, The Town und Argo weiterentwickeln, statt auf der Superhelden-Welle zu schwimmen. Auch als Schauspieler bieten sich größere Herausforderungen an. Ich möchte einen Ben Affleck lieber in einem Film à la Company Men und Gone Girl sehen als unter einer Superhelden-Maske mit aufgepumpten Muskeln im Anzug.

Hier lest ihr die Gegenmeinung: Eine Tragödie: Mit Ben Affleck verliert DC seinen besten Batman

Wie steht ihr zum Batman-Abschied von Ben Affleck? Freut ihr euch oder seit ihr traurig?

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