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Konnichiwa

Ein Praktikant mit schizophrenem Filmgeschmack

03.04.2013 - 12:29 UhrVor 8 Jahren aktualisiert
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The Happiness of the Katakuris
© I-On New Media
The Happiness of the Katakuris
An Vorstellungstexten von Neulingen aus der moviepilot-Redaktion mangelt es die Tage zwar nicht, aber hier ist glatt noch einer von meiner Wenigkeit. Allons-y!

Liebe Gemeinde, ich bin Mario, habe mittlerweile dreißig Runden um die Sonne hinter mir und hin und wieder das ein oder andere zum Thema Film zu sagen. Die Tinte auf meinem Uni-Abschluss, den man mir für Japanologie mit Schwerpunkt Film in die Hand gedrückt hat, ist noch nicht ganz trocken, weshalb es zur Zeit noch etwas Eingewöhnung bedarf, bis ich mich wieder in der realen Welt zurecht finde. Vor meinem Lotterleben als Student habe ich eine Ausbildung zum Verlagsheini absolviert und durfte bereits für Europas größte Filmzeitschrift sowie ein kleines DVD-Label schreiben. Dies geschah jedoch in der kuscheligen Sicherheit der Offline-Welt, in der Redakteure nicht gleich von aufgebrachten Fan-Mobs gelyncht werden, sobald ein weniger lobendes Wort über das eigene Unterhaltungsprodukt des Herzens fällt.

Wie die meisten von euch bestimmt schon durch den diskreten Hinweis auf meinen Lebenslauf erraten konnten, habe ich einen Faible für japanisches Kino. Nicht so sehr die Samurai- oder Yakuza-Geschichten, aber mit Takashi Miike, Shion Sono, Shin’ya Tsukamoto und Co. kann man bei mir wenig falsch machen. Darüber hinaus darf es gern aus der 70er Jahre New Wave Avantgarde stammen, typischer J-Horror sein, in animierter Form daher kommen, Riesenroboter beinhalten oder zum Surrealen neigen. Letzteres gilt auch für meinen übrigen Filmgeschmack, der sich neben einer Kombination aus David Lynch und Stanley Kubrick aus gleichen Teilen High-Brow-Kost und Trash zusammen setzt. Da folgt schon mal die grausige Videospielverfilmung Streetfighter – Die entscheidende Schlacht auf schwere Kost von Peter Greenaway. Horror, Fantasy und Sci-Fi (insbesondere, wenn es um Zeitreisen geht) sind auch gern gesehen. Was meine Fernsehunterhaltung angeht, verlasse ich mich größtenteils auf britische Sitcoms wie Black Books oder The IT Crowd und Serien wie das gute alte Doctor Who. Generell bin ich für Vieles zu haben und richte mich nach dem Motto: Das wie ist wichtiger als das was.

Was mir hingegen auf den sprichwörtlichen Keks geht, sind u.a. das Synchronisieren von Filmen, Untertitelmuffel, Tarantino-Hype und jegliche Formen von Rassismus, Homophobie und Sexismus in Filmen. Wer nicht glaubt, dass dies immer noch Probleme sind, könnte zum Beispiel mal den Bechdel-Test googlen und ein paar aktuelle Filme auf die Probe stellen.

In den kommenden Wochen werde ich mich bemühen, euch interessante und unterhaltsame Beiträge zu liefern, die vielleicht die ein oder andere Diskussion anregen. Nur den Teil mit dem oben erwähnten Lynchen würde ich gerne auslassen.

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