Neuer Sci-Fi-Film auf Netflix: Verstörender Horror-Furby liefert eine der besten Szenen des Filmjahres

Die Mitchells gegen die Maschinen
© Netflix
Die Mitchells gegen die Maschinen
05.05.2021 - 10:43 UhrVor 3 Tagen aktualisiert
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Der durchgeknallte Sci-Fi-Animationsfilm Die Mitchells gegen die Maschinen begeistert aktuell auf Netflix. Das absolute Highlight ist die absurd witzige Furby-Szene.

Bei Netflix befindet sich seit Freitag ein besonderer Animationsfilm. In Die Mitchells gegen die Maschinen wird der Ausflug einer vierköpfigen Familie von der Roboter-Apokalypse unterbrochen. Das Ergebnis ist ein abgefahrenes Sci-Fi-Abenteuer mit verspielten Animationen und jeder Menge Action. Und dann platzt ein riesiger Furby ins Bild.

Es ist eine der besten Szenen des bisherigen Filmjahres.

Zugegeben: Aufgrund der Corona-Pandemie kocht 2021 in dieser Hinsicht auf Sparflamme. Die Mitchells gegen die Maschinen begeistert aber nicht nur aufgrund ausbleibender Konkurrenz. Auch in jedem anderen Jahrgang wäre der Furby-Moment ein Triumph gewesen, erst recht, wenn er völlig unerwartet einen gesamten Kinosaal zum Lachen gebracht hätte.

Doch der Reihe nach: Wie kommt der Film überhaupt an den Punkt?

Sci-Fi-Highlight: Netflix läutet die Roboter-Apokalypse ein

Die Mitchells gegen die Maschinen erzählt von Katie Mitchell (Abbi Jacobson), die es gar nicht erwarten kann, endlich ihrer Familie zu entkommen, um im weit entfernten Kalifornien zu studieren. Der entspannte Flug dorthin wird ihr allerdings verwehrt. Rick (Danny McBride), Katies Vater, will einen letzten Familienausflug unternehmen.

Hier könnt ihr den Trailer zu Die Mitchells gegen die Maschinen schauen:

Die Mitchells gegen die Maschinen - Trailer 2 (Deutsch) HD
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In der Zwischenzeit leitet eine künstliche Intelligenz, die von ihrem Schöpfer betrogen wurde, das Ende der Menschheit in die Wege. Ehe sich die Mitchells versehen, befinden sie sich auf der Flucht vor gefährlichen Robotern und müssen sich ihren Weg durch ein Kaufhaus bahnen, dass sich in ein todbringendes Labyrinth verwandelt hat.

Mit dem Kaufhaus verbeugen sich die Regisseure Mike Rianda und Jeff Rowe vor George A. Romero Zombie-Meilenstein Dawn of the Dead. Der größte Popkultur-Moment in Die Mitchells gegen die Maschinen ereignet sich kurz darauf, wenn sich das Bild verdunkelt. Etwas Unheimliches, etwas Furchteinflößendes kommt zum Vorschein: Furbys.

Nichts ist unheimlicher als ein kichernder Furby im Dunkeln

Im Jahr 2021 sind Zombies nicht mehr die gruseligsten Gestalten, die durch ein Kaufhaus schlürfen. Nein, es sind die elektronischen Spielzeuge, die vor 20 Jahren in Kinderzimmern mit ihrem Eigensinn entzückten, jedoch ebenso für Albträume sorgten, wenn sie sich mit ihrer kichernden Stimme mitten in der Nacht aus dem Schrank zu Wort meldeten.

Die Mitchells gegen die Maschinen

Wer jemals einen Furby besessen hat, wird das unverkennbare "Ahh hihihiiiiiii" nie wieder vergessen haben. Plötzlich öffnet sich der Schnabel - und noch viel wichtiger: die Augen. Diese riesengroßen, kugelrunden, strahlenden Augen. Furbys wollen gekrault, gekitzelt und gefüttert werden. Tief in ihrem Inneren schlummert aber noch eine andere, düstere Macht.

Der Furby ist ein Spielzeug, das gleichermaßen belustigt wie verstört. Und genau diesen unberechenbaren Charakter fängt Die Mitchells gegen die Maschinen ein. Die felligen Viecher werden nicht als wahllose Referenz in den Animationsfilm gestopft, sondern bringen ihre eigene chaotischen Energie mit. Sie sind unschuldig wie gefährlich.

Ein Riesenfurby jagt als Godzilla die Mitchells auf Netflix

Die Gruppe macht sie stark - und wenn einer verletzt wird, dann tritt der große Furby auf den Plan. Nein, nicht der große Furby, sondern der größte Furby. Das Kaufhaus verwandelt sich in die Kulisse eines Godzilla-Films. Anstelle der trampelnden Rieseneidechse bricht ein Riesenfurby aus seiner Vitrine aus und legt alles in Schutt und Asche.

Die Mitchells gegen die Maschinen

Sein strahlendes "Knuddel mich, ich bin dein Baby"-Gesicht wird geschickt in Kontrast zu den Untertiteln in Szene gesetzt. Die putzigen Laute, die der Furby von sich gibt, entpuppen sich als unheilvolle Todesbotschaften. Gegen dieses entfesselte Furby-Inferno wirkt die übrige Roboter-Apokalypse wie ein Spaziergang durch den Park.

Um Staubsauger, Waschmaschinen und andere Haushaltsgeräte in einen Killerroboter zu verwandeln, braucht es ein böses Computersystem, das sich gegen die Menschen stellt. Die Furbys profitieren sicherlich auch von der unruhestiftenden künstlichen Intelligenz. Doch wenn wir ehrlich sind: Sie würden es auch allein schaffen.

Die Mitchells und die Schreckensherrschaft der Furbys

Die Mitchells gegen die Maschinen akzeptiert das und lässt sich vom fluffig-anarchischen Wesen der Furbys durch die Gänge des Kaufhauses treiben. "Wer stellt sowas bloß her?", fragt Katie völlig entgeistert und nimmt damit die Rolle von vielen Erwachsenen ein, die sich diese Frage in den vergangenen 20 Jahren verzweifelt gestellt haben.

  • Zum Weiterschauen: Produziert wurde Die Mitchells und die Maschinen von Phil Lord und Chris Miller, die regelmäßig mit frischen, witzigen Ideen im Animationsbereich begeistern. Besonders The Lego Movie und die Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen-Filme seien euch an dieser Stelle empfohlen.

An diesem Punkt ist es allerdings schon zu spät: Der entfesselte Furby-Wahnsinn nimmt seinen Lauf, ehe sich der Älteste nach dem Showdown wieder in die Dunkelheit verabschiedet. Eine letzte großartige Pointe, denn jeder Furby-Besitzer weiß: Selbst weggesperrt im Schrank sind sie in der Lage, zum schlimmsten Albtraum zu werden.

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